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Studenten engagieren sich für die Natur

Wieder vier Open-Air-Semester im Nationalpark Harz ausgeschrieben.

Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2021 bewerben.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2021.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum dauert mindestens drei Monate. Sie sammeln wertvolle Praxiserfahrung in freier Natur und knüpfen berufliche Kontakte. An einem von insgesamt 27 Praktikumsstandorten engagieren Sie sich für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung und realisieren eigene Projekte in den Bereichen Umweltbildung, Besucherbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit. Neben einzigartigen Naturerlebnissen und lehrreichen Erfahrungen erhalten Sie ein Praktikumsentgelt. Die Kosten für die Unterbringung werden ebenfalls übernommen. Teilnehmen am Commerzbank-Umweltpraktikum können Studierende aller Fachbereiche aus Deutschland und der EU.

Im Nationalpark Harz waren es 2020 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald?“ sowie Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Ein Beispiel ist Marvin Hansel. Er studiert Forstwirtschaft und war in der Zeit vom 1. August bis 31. Oktober 2020 im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus tätig. Herr Hansel wirkte während dieser Zeit in der Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit aktiv mit und nahm entsprechende Tätigkeiten verantwortlich wahr. Er berichtet: „Außergewöhnlich. So beschreibe ich die vergangenen drei Monate. Zu Beginn meines Praktikums hatte ich kaum Erfahrung in der Umweltbildung und Waldpädagogik. Nützlich für mich war, dass ich mein Wissen aus dem Studium nun praktisch anwenden konnte. Nach etwas Zeit, die ich brauchte, um mich an eine andere Umgebung zu gewöhnen, spürte ich schnell, wie mein Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten wuchs. Das positive Feedback der Gäste zeigt, wie die Inhalte ankommen und wirken. Und wenn der Satz fällt „Ich komme gern wieder“ – was will man mehr? Es hat viel Spaß gemacht, für die Natur und die Menschen zu arbeiten“.

https://www.nationalpark-harz.de

Naturerlebnis und Naturschutz bei Schnee und Eis

Rücksichtsvollen Umgang mit der Natur nicht vergessen.

Neuschnee lockt und macht den Harz derzeit besonders anziehend für Erholungssuchende. Der Nationalpark Harz bietet in diesen Wintertagen zahlreiche Winterwanderwege in herrlicher Natur. Doch für die Tierwelt ist der Winter die schwerste Zeit!

Die Tiere haben es im Winter besonders schwer –
Rücksicht ist geboten (Foto: Armin Maywald)

Der Nationalpark Harz bittet daher, bei allem Winterspaß an Sport und Spiel den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur nicht zu vergessen. Wanderer sollten unbedingt auf den beschilderten ausgewiesenen Wanderwegen bleiben. Wer querfeldein läuft, richtet oft unbewusst schwere Schäden in der Natur an. Tiere werden aufgeschreckt und aus ihren Verstecken vertrieben. Finden sie danach nicht genug Nahrung, um wieder zu Kräften zu kommen, kann das ihren Tod bedeuten. Die Nationalparkverwaltung bittet daher eindringlich, die Wege nicht zu verlassen, Lärm zu vermeiden, Hunde anzuleinen und auf das Wandern in der Dämmerung und bei Nacht freiwillig zu verzichten.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2021/2021_01_04_Ruecksicht_bei_bei_Winterspa%c3%9f%20%20/

Waldbilanz 2020 des Nationalparks Harz in der Klimakrise

Neuer Wald in Bündeln und Rekordernte von Bucheckern

Im Wald ist es nach dem zweiten Lockdown nicht ruhiger geworden. Viele Gäste sind unterwegs, aber auch unsere Arbeiten zur Waldentwicklung gehen weiter.

Nationalpark-Forstwirte Forstwirte beim Pflanzeneinschlag (Foto: Kai Bauer)

Die Entwicklung der letzten drei Jahre mit Hitze, Trockenheit, ausgefallenen Wintern und starker Borkenkäferentwicklung in der Klimakrise haben riesige Flächen an Fichtenbeständen sehr rasch absterben lassen. Das bedeutet für uns, bei den Waldentwicklungsmaßnahmen einige Gänge hochzuschalten. Im Herbst 2020 wurden im Nationalpark Harz ca. 320.000 Laubgehölze gepflanzt, zumeist Buchen, aber auch Roterlen, Weiden, Aspen und Birken. Das entspricht etwa 200 ha umgewandelter Waldfläche. „Diese Arbeiten fanden in einem engen Zeitfenster statt und sind eine logistische Herausforderung“, so Sabine Bauling, die für die Waldentwicklung zuständige Fachbereichsleiterin im Nationalpark Harz.

Im Nationalparkrevier Scharfenstein wurden wieder Bucheckern geerntet für die Anzucht von kleinen Buchen zur Pflanzung im Nationalpark. In diesem Jahr konnte eine Rekordernte eingefahren werden – sage und schreibe 1049 kg gereinigte Bucheckern in 99 Säcken. Das werden einmal über eine Million kleiner Buchenpflanzen werden für ca. 600 ha Waldumwandlungsflächen in den nächsten drei Jahren. Dieses Saatgut wird zur Lohnanzucht in Baumschulen gebracht. Wenn alles gut geht, stehen die ersten Pflänzchen im Herbst 2021 zur Pflanzung bereit.

Die Klimaentwicklung der letzten drei Jahre hat großflächig strukturarme Fichtenreinbestände absterben lassen. Nicht der Wald ist tot, aber die alten Fichten. Die Waldentwicklungsmaßnahmen des Nationalparks werden daher neu überdacht und die Zeit drängt.

Im Nationalpark Harz wären von Natur aus zwei Drittel der Fläche mit Buchenwäldern bestockt, gegenwärtig ist es nur ein knappes Fünftel. Der Nationalpark Harz ist kein Forstamt, hier wird nicht im klassischen Sinne „aufgeforstet“. Als Entwicklungsnationalpark hat das Schutzgebiet aber die Möglichkeit und den Auftrag der ökologischen Sanierung. Bezüglich der Waldentwicklung bedeutet das, mehr Naturnähe in naturferne Fichtenreinbestände zu bringen. Konkret werden dazu seit vielen Jahren kleine Laubbäume in diese Bestände gepflanzt, das heißt Samenbäume für zukünftige Waldgenerationen. Die Natur bekommt sozusagen einen Werkzeugkasten in die Hand. Wenn die Laubholzinitiale gesichert sind, werden diese Flächen in die Naturdynamikzone überführt. Danach finden keine menschlichen Eingriffe mehr statt.

https://www.nationalpark-harz.de

Kaffee für den Luchs – eine Spende für die Artenvielfalt

Harzer Kaffeerösterie unterstützt Luchsprojekt Harz

Kaffee ist die Leidenschaft von Mark Schnibbe. Seine Harzer Kaffeerösterei hat ihren Sitz seit 2007 in Bad Lauterberg. In der Kaffeemanufaktur verwöhnt er mit leckeren Kaffeespezialitäten und feinen Süßigkeiten. Schnibbe kauft seinen Kaffee fair und sozial ein. Für die beste Qualität ihrer Produkte reisen er und seine Mitarbeiter in die Herkunftsländer ihrer Bohnen und haben so immer ein Auge auf Anbaumethoden und soziale Arbeitsbedingungen vor Ort. Das ist der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit und einen fairen Handel mit den Kleinbauern und den Plantagen.

Mark Schnibbe (KaffeeManufaktur) übergibt Ole Anders (Leiter Luchsprojekt Harz) einen Scheck zur Förderung des Luchsprojektes (Foto: Rolf Steinke)

Doch auch vor der eigenen Haustür möchte sich Mark Schnibbe für die Erhaltung von Flora und Fauna engagieren und seine Produkte in besonderer Weise mit der Harzer Heimat verbinden. Sein besonderes Interesse gilt dem Luchsprojekt Harz. Diesem Projekt verdanken wir es, dass die größte europäische Katzenart im Harz erfolgreich wieder angesiedelt wurde.

Die Kaffeerösterei mit ihrer nachhaltigen Produktion weltweit und im Harz passt gut zum Luchsprojekt, findet dessen Leiter Ole Anders, der Leiter des Luchsprojektes. Aus diesem Grund ist ein gemeinsames Projekt entstanden. Der „Harzer Röstkaffee“ ist in verschiedenen Märkten, Restaurants und Hotels der Region erhältlich. Nicht zufällig ziert ein Luchskopf die Verpackung der braunen Bohnen. Für jedes verkaufte Kilo Kaffee fließen 50 Cent an das Luchsprojekt des Nationalparks Harz.

Mittlerweile ist eine stattliche Summe zusammengekommen – so konnte Mark Schnibbe dem Leiter des Luchsprojektes jüngst einen Scheck in Höhe von 4.660,- Euro übergeben. Das Geld fördert auf direktem Wege die Forschung und die Öffentlichkeitsarbeit für die größte europäische Katzenart.

Im Jahr 2000 starteten das Land Niedersachsen und die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. gemeinsam dieses Wiederansiedlungsprojekt. Seither hat sich die Harzer Luchspopulation zu einer der vitalsten in ganz Europa entwickelt. Die Pinselohren sind längst zu einem Aushängeschild der Region geworden und breiten sich in das Umland des Mittelgebirges aus. Und auch Mark Schnibbe und der Harzer Kaffee haben zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen – dafür sagt der Nationalpark Harz DANKE!

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Stadtwerke Wernigerode engagieren sich aktiv für Natur- und Umweltschutz

Erste Buchen im Nationalpark Harz erfolgreich eingepflanzt

Der Harzer Wald ist in der Klimakrise – das ist nicht mehr zu übersehen. Alle Waldgebiete, so auch der Nationalpark Harz, zeigen das mehr als deutlich. In der Kernzone des Nationalparks Harz führt die Natur selbst Regie und zeigt uns, welchen Wald sie unter den heutigen Klimabedingungen eigenständig wachsen lässt. Doch außerhalb der Kernzone gilt es, anzupacken und dem Wald für morgen auf die Sprünge zu helfen. Hier werden als Hilfe zur Selbsthilfe der Natur Rotbuchen, Bergahorne und Mischlaubhölzer entsprechend der ursprünglichen Mischwaldgesellschaften gepflanzt. Das ist ein großer Kraftakt und kostet viel Geld, geht es doch um weitläufige Waldgebiete.

Die Stadtwerke Wernigerode GmbH haben die Herausforderung angenommen und gehen mit gutem Beispiel voran. Im Sommer 2020 wurde die neue Aktion „Buchen für den Nationalpark Harz“ gestartet. Für jeden bis zum 31.12.2020 abgeschlossen Stromvertrag „klick regional“ pflanzen die Stadtwerke gemeinsam mit dem Nationalpark Harz und seinem Förderverein 3 junge Buchen. Für Vertragsabschlüsse in der Naturstromvariante gibt es sogar 5 Buchen. Denn der Harz ist derzeit in weiten Gebieten von strukturarmen, schädlings- und sturmanfälligen Fichtenforsten geprägt. Dies ist ein Resultat der langen Waldnutzungsgeschichte in der Folge des Bergbaus und der Hüttenwerke mit ihrem großen Holzkohleverbrauch. Mit der Pflanzaktion helfen die Stadtwerke Wernigerode dabei, den Nationalpark Harz auf den früheren Buchenflächen wieder in einen ökologisch intakten Naturwald zu verwandeln. Bereits in den letzten Tagen wurden

900 junge Bäume unter der Regie des Ilsenburger Nationalpark-Revierleiters Jörg Müller in die Erde gebracht.

„Es ist schön zu sehen, wie wir gemeinsam mit unseren Kunden behilflich sein können, dass die Harzer Waldlandschaft wieder eine gesunde und artenreiche Zukunft vor sich hat“, so Steffen Meinecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Wernigerode. Dr. Friedhart Knolle, Sprecher des Nationalparks Harz und Vorstand des Fördervereins, bestätigt: „Mit der Unterstützung der Kunden der Stadtwerke erwacht der Nationalpark in den bepflanzten Gebieten mit seiner biologischen Vielfalt wieder zu neuem Leben.“

Im Frühjahr geht die Pflanzung weiter, denn dann werden die jungen Buchen aus den Aktionsmonaten September bis Dezember eingesetzt. Ein Wechsel bis zum Jahresende lohnt sich also auf jeden Fall.

Hintergrund

In diesem Jahr werden neben der Rotbuche auch vermehrt andere, schnellwachsende Laubbäume gepflanzt. Damit wird erreicht, dass die Borkenkäferflächen in den Randbereichen des Nationalparks Harz schneller grün werden und für die Schattbaumart Buche ein Schutz gegen die extremen Verhältnisse auf Freiflächen entsteht. In den vergangenen 10 Jahren wurden bereits ca. 5 Millionen Laubbäume gepflanzt. Neben Rotbuchen werden auch Ebereschen, Moorbirken, Bergahorne, Feldahorne, Weiden, Roterlen und punktuell Sommerlinden gepflanzt.

Die Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – hier in der Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie. Wer jetzt aufmerksam durch die Nationalparkwälder geht, kann durch die intensive Laubfärbung erkennen, wo bereits überall kleine Buchen gepflanzt wurden. Fast alle Pflanzungen haben die oft trockene und heiße Witterung der letzten Sommer insgesamt gut überstanden. Aufgrund der noch nicht tiefreichenden Wurzeln konnten sie auch von kurzen Regenschauern profitieren.

https://www.nationalpark-harz.de

Nationalpark-Kalender 2021 ist erschienen

Einnahmen unterstützen das Harzer Luchsprojekt

Auch für das Jahr 2021 gibt es wieder den schon vielfach nachgefragten Nationalpark-Kalender. Bereits zum elften Mal erscheint der Kalender. 2021 zeigt er Fotos aus dem Fotowettbewerb HarzNATUR der letzten Jahre.

Der Erlös aus dem Verkauf der Kalender kommt auch in diesem Jahr wieder dem Harzer Luchsprojekt zugute. In jedem Jahr wird der Nationalparkkalender von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH und der silverLynx Media GmbH  aus Herzberg  zur Verfügung gestellt  und von der  Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. verkauft.

Der Kalender im Format 48 x 35 cm erscheint in einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Private Bestellungen zum Ladenpreis sind beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0 möglich. Aufgrund der Maßnahmen gegen das Corona-Virus können die Ladenöffnungszeiten von der Norm abweichen. Bitte informieren Sie sich entsprechend. Sollten Sie größere Mengen des Kalenders benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an das Luchsprojekt: 05582/9189-34 (luchsprojekt-harz@posteo.de). 

Fotowettbewerb „HarzNATUR 2021″

Im Rahmen unseres alle zwei Jahre stattfindenden Fotowettbewerbs HarzNATUR suchen wir auch 2021 wieder Ihre schönsten Natur-Fotos aus dem Nationalpark Harz, um sie in einer viel beachteten Ausstellung sowie in unserem jährlichen Nationalpark-Fotokalender zu präsentieren.

Die Ausschreibungsunterlagen für den Fotowettbewerb „HarzNATUR 2021″ werden voraussichtlich Anfang Dezember veröffentlicht.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_11_3_HarzNATUR2021/

Luchsmonitoring in Niedersachsen

Neue Datenbank und Smartphone-App zum Luchsmonitoring verfügbar

Im Jahr 2000 starteten das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium, das Niedersächsische Umweltministerium, die Nationalparkverwaltung Harz und die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) das Luchsprojekt Harz.

Seit dem Start des Luchsprojektes Harz im Jahre 2000 führt der Nationalpark Harz ein wissenschaftliches Luchs-Monitoring durch. (Foto: Ole Anders)

Seither führt der Nationalpark Harz ein wissenschaftliches Luchs-Monitoring mit verschiedenen Methoden durch, um belastbare Daten über den Status und die Entwicklung der Luchse zu erhalten. Um Hinweise auf Luchse zukünftig noch einfacher in das offizielle Monitoring melden zu können, gibt es nunmehr eine Luchs-Onlinedatenbank sowie eine kostenfreie Smartphone-App für iOS und Android Betriebssysteme. Auf beiden Wegen kann nun jeder, der einen Luchs gesehen hat, eine Meldung abgeben.

Die Smartphone-App „Luchs-App“ ist dabei direkt mit der online-Datenbank des Nationalparks verbunden: „Die Meldungen von Luchsbeobachtungen sind für unsere Arbeit enorm wichtig“, so Ole Anders, Koordinator des Luchsprojektes Harz. „Alle wesentlichen Informationen können nun direkt in das Online-Meldeportal oder die App eingegeben und abgeschickt werden. Das erleichtert die Dokumentation und das Archivieren der eingehenden Hin- und Nachweise enorm“, so Anders weiter. Die Basis der beiden Erfassungsmodule bilden die von der Landesjägerschaft Niedersachsen bereits im vergangenen Jahr entwickelte Wolfs-Datenbank sowie die Wolfsmonitoring-App: „Luchsnachweise gibt es längst nicht mehr nur im Harz sondern auch in anderen Regionen Niedersachsens, insofern ist ein breit aufgestelltes Monitoring wichtig“, so Ernst-Dieter Meinecke, Stellv. Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, die als Antragssteller für die Entwicklung beider Projekte firmierte.

Seit dem Start des Projektes im Jahr 2000 sind bis zum Jahr 2006 insgesamt 24 Luchse ausgewildert worden. Seither entwickelt sich die Population eigenständig. Die Nationalparkverwaltung Harz ist für das Monitoring der Luchse zuständig und führt dies in enger Zusammenarbeit mit den Jägern vor Ort durch. Alle ehrenamtlichen Luchsbeauftragten sind Jäger, die ihre große Erfahrung und fachliche Expertise bei der Erfassung von Wildtieren in das Monitoringprogramm einbringen. Weitere Informationen zum Luchs und zum Luchsmonitoring: www.luchsprojekt-harz.de/

Neue Fotospots im Harz zeigen zukünftig die Waldentwicklung im Zeitraffer

Initiative „Der Wald ruft…“ bringt weitere gemeinsame Maßnahme auf den Weg

Insgesamt acht Fotospots im Harz laden seit Kurzem Wanderer ein, den Blick für die dynamischen Naturprozesse im Wald zu schärfen. So sollen mittelfristig die Veränderungen der Waldentwicklung dokumentiert und die Waldentwicklung zukünftig im Zeitraffer sichtbar werden.

Jeder der Fotospots ist mit einer Tafel mit einer Aussparung versehen, die den Fokus auf einen Landschaftsausschnitt lenken, in dem die klimabedingten Veränderungen des Waldes in besonderer Weise sichtbar werden. Interessierte Besucher sind aufgefordert, durch die Aussparung hindurch zu fotografieren und das Foto auf der Social-Media-Plattform Instagram unter dem Hashtag #derwaldruft zu posten. Durch die entstehende „Fotoreihe“ kann das Pflanzenwachstum und die Naturdynamik in den nächsten Jahren optisch nachvollzogen werden, auch für Gäste, die die Region nicht regelmäßig bereisen.

An diesen Standorten lässt sich der Waldwandel durch die Fotospots künftig dokumentieren:

  • Verlobungsurne bei Alexisbad
  • Güdel Bank am Wellnerweg zwischen Altenau und Torfhaus
  • Jungfernklippe bei Altenau
  • Achtermannkuppe
  • Bremer Hütte bei Ilsenburg
  • WaldWandelWeg bei Torfhaus
  • Schluftwasserkurve an der Brockenstraße.

Ein weiterer Fotospot ist auf dem Wurmberg geplant. Die Hinweistafeln wurden durch den Nationalpark Harz, die Niedersächsischen Landesforsten und den Landforstbetrieb Sachsen-Anhalt errichtet und vom Harzer Tourismusverband finanziert.
„Die Fotospots sollen helfen, den Blick der Gäste auf unsere Wälder und ihre aktuell dramatische Situation zu lenken. Dabei geht es aber auch darum, das Vertrauen in die Selbsttheilungskräfte der Natur zu fördern und die Menschen – Einheimische wie Besucher – für ein nachhaltig orientiertes Lebens- und Reiseverhalten zu gewinnen.“ so Carola Schmidt vom Harzer Tourismusverband.

Der aktuelle Waldzustand stellt alle Verantwortlichen in den Forstbetrieben, im Nationalpark Harz oder bei den ortsansässigen Feuerwehren vor enorme Herausforderungen. Sie sorgen mit einem unermüdlichen Einsatz dafür, dass die Harz-Landschaften den Gästen für Outdooraktivitäten dennoch weitestgehend zur Verfügung stehen. Dafür gilt ihnen ein besonderer Dank. Für eine lebenswerte Zukunft muss jedoch jeder Harzer bzw. Harzgast einen Beitrag leisten.

Aufgrund der Entwicklungen im Hinblick auf das Baumsterben im Harz und dem damit verbundenen Informationsbedarf brachte der Harzer Tourismusverband vor etwa einem Jahr unter dem Dach der Initiative „Der Wald ruft…“ wichtige regionale Akteure zusammen. Gezielte Kommunikationsmaßnahmen der Initiative sollen Gäste, Einheimische und interessierte Besucher fachlich richtig informieren und proaktiv in die sichtbar werdenden Entwicklungen einbeziehen. Darüber hinaus gilt es, die unterschiedlichen Handlungsstrategien im Wirtschaftswald und im Nationalpark Harz aufzuzeigen sowie um Verständnis für unterschiedliche Prioritätensetzungen zu werben.

Nach der Erstellung einer entsprechenden Webpräsenz mit grundlegenden aber auch aktuellen Informationen, der Herausgabe eines flankierenden Flyers, zahlreichen Baumpflanzaktionen und der Veröffentlichung zweier Erklärvideos zum „Waldknigge“ und zu Thema „Der Wald im Wandel“ konnte mit den Fotospots nun eine weitere Maßnahme realisiert werden.

Die Initiative „Der Wald ruft“ wird gemeinschaftlich getragen von den Niedersächsischen Landesforsten, den Harzer Betriebsteilen des Landesforstbetriebs Sachsen-Anhalt, dem Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt, dem Harzklub e.V., dem Regionalverband Harz e.V., der Thüringen Forst, dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und dem Nationalpark Harz. Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt hat die ersten Kommunikationsmaßnahmen mit einer Förderung unterstützt.

DER WALD RUFT! – Wald im Wandel


Weitere Informationen unter www.harzinfo.de/derwaldruft und konkret zum Waldwandel im Nationalpark Harz auf www.waldwildnis-harz.de

World Cleanup Day 2020 – Rein in den Wald, aber raus mit dem Müll!

Mitmachen ist einfach!

Warum befinden sich im Nationalpark Harz und auch in allen anderen Wäldern des gesamten Harzes keine Mülleimer? Haben Sie einmal darüber nachgedacht? Denn noch oft wird uns die erstaunte Frage gestellt: „Was, es gibt keine Mülleimer im Wald?“

Vermüllung ist auch im Nationalpark Harz ein zunehmendes Problem. Die Hinterlassenschaften achtloser Mitmenschen trüben den Naturgenuss teilweise arg. Flaschen, Dosen, Hundekotbeutel, Zigarettenstummel, Plastikverpackungen und sogar Windeln landen im Wald. Jedes Jahr sammeln Ranger und Freiwillige mehr als 1.000 Säcke Müll an den Nationalpark-Wegen ein.

Unterstützung erhält der Nationalpark dabei dankenswerter Weise von vielen Helfern, beispielsweise den Geocachern, die seit vielen Jahren zu Walpurgis ausschwärmen und Müll einsammeln. Aber auch bei vielen Schulklassen und Privatpersonen wächst das Bedürfnis, etwas gegen die Müllflut zu tun und der Natur etwas zurückzugeben. Der Nationalpark freut sich über jede helfende Hand und bedankt sich mit einem Sonderstempel der Harzer Wandernadel für das Engagement im Sinne einer müllfreien Natur. Die Aktion „NoTrash“ startete 2019 erfolgreich und wurde 2020 auf den ganzen Nationalpark ausgedehnt.

Das Mitmachen ist einfach!

Müllzangen und Mülltüten gibt es in folgenden Nationalpark-Einrichtungen:

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus (Rangerstation)
Nationalparkhaus Schierke
Nationalparkhaus Ilsetal
Natur-Erlebniszentrum HohneHof Info-Banner in Schutzhütten weisen auf das Müllproblem hin (Foto: Nationalpark Harz)

Derart ausgestattet, können Naturfreunde dann auf ihre Wanderungen starten und dabei die Natur vom Müll befreien. Wer die gefüllte Mülltüte nach der Wanderung wieder in einer der genannten Nationalpark-Einrichtungen abgibt, erhält als Dankeschön einen der beliebten Sonderstempel der Harzer Wandernadel mit dem Aktions-Hashtag #NoTrash. Dieser gilt dann auch als Aktionsstempel für die neue Wandernadel „Wildnis-Entdecker“, die zusammen mit einem neuen Wandernadel-Begleitheft zum Nationalpark Harz seit der diesjährigen Saisoneröffnung der Harzer Wandernadel erhältlich ist.

Wichtig: Natürlich gelten auch für Aktions-Teilnehmer die Nationalpark-Regeln. Beim Müllsammeln also bitte auf den Wegen bleiben. Die „NoTrash“-Mülltüten bestehen übrigens aus Maisstärke, damit die Aktion selbst nicht noch mehr Plastikmüll produziert. In der Nationalpark-Fläche selbst stehen keine Mülleimer, auch um Tiere zu schützen, die den Müll als Nahrungsquelle missverstehen könnten. Das ist übrigens nicht nur im Harz so. Schon vor etwa 20 Jahren wurden die Mülleimer in den öffentlichen Wäldern bundesweit zurückgebaut.

Unterstützt wird die Anti-Müllaktion durch aufmerksamkeitsstarke Info-Banner, die Wanderer an wechselnden Standorten im Nationalpark-Gelände sensibilisieren sollen, ihren Müll wieder mit nach Hause zu nehmen. Zudem wurden alle Wanderhütten im Schutzgebiet mit Hinweistafeln ausgestattet, die zeigen, wie lange achtlos weggeworfener Müll im Wald bleibt. Der Nationalpark appelliert an alle Naturfreuende: Nehmt euren Müll wieder mit nach Hause. Für eine saubere Natur und ungestörten Naturgenuss!

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_09_21_World_Cleanup_Day20/

Neubau am Natur-Erlebniszentrum HohneHof feierlich eröffnet

Sachsen-Anhalts Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert eröffnet den Neubau am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Am Montag, 14. September 2020 um 10 Uhr wurde der Neubau am Natur-Erlebniszentrum HohneHof durch die Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt Frau Prof. Dalbert – Corona-bedingt im kleinen Kreis – eröffnet.

Dalbert: „Umweltbildung ist enorm wichtig, um Kindern die Bedeutung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt näher zu bringen. Damit wird nachhaltiges Denken und Handeln gefördert. Wer auf dem HohneHof mit allen Sinnen die Natur erlebt, wird sie schützen und respektieren. So geht aktiver Umweltschutz.“

Das Natur-Erlebniszentrum ist eine Einrichtung des Nationalparks Harz bei Drei-Annen-Hohne, in der schon seit 2011 Umweltbildung betrieben wird. Am Rande des Nationalparks gelegen, idyllisch umgeben von Wäldern und Bergwiesen, hat sich die Einrichtung seitdem zu einem beliebten Ausflugsziel für Groß und Klein entwickelt, an dem viel über die Harzer Natur zu erfahren ist und „Natur mit allen Sinnen erleben“ großgeschrieben wird.

„Neben dem Neubau unterstützen wir außerdem bis Anfang 2021 über die Artensofortförderung die Errichtung einer Totholz- bzw. Wildnisstation am Löwenzahnpfad mit 47.000 Euro“, ergänzte die Ministerin.

Bei rund 25.000 Besuchern im Jahr reifte bei den Verantwortlichen schnell die Idee, die räumlichen Möglichkeiten und damit auch die Angebotspalette zu erweitern. So wurde der Umbau des Nebengebäudes geplant, doch bald zeigte sich, dass aufgrund des schlechten Gebäudezustands ein Abriss und Neubau die wirtschaftlichere und zweckmäßigere Alternative war.

Nach über drei Jahren Bauzeit errichteten 15 Firmen aus Sachsen-Anhalt unter Federführung des Landesbetriebs Bau- und Liegenschaftsmanagement – Standort Halberstadt – ein holzverkleidetes Mehrzweckhaus, das nunmehr das Ensemble des HohneHofs bereichert, sich hervorragend in die Hofatmosphäre einfügt und sich gestalterisch dem Hauptgebäude anpasst.

Neben verschiedenen dringend benötigten betrieblichen Räumen verfügt der HohneHof nun über einen Seminar- und einen Ausstellungsraum, eine Bastelwerkstatt für Kinder sowie moderne und funktionale Räumlichkeiten für die am HohneHof ebenfalls angesiedelte Rangerstation. Im Obergeschoss befinden sich darüber hinaus vier kleine Wohneinheiten für Menschen, die zeitweise am HohneHof oder im Nationalparkgebiet arbeiten, wie beispielsweise die Absolventen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres

Dalbert: „Mir ist wichtig, dass wir den Tourismus im Harz nachhaltig weiterentwickeln. Das Land Sachsen-Anhalt hat in diese Maßnahme 1,65 Millionen Euro investiert und damit einen weiteren Beitrag zur touristischen Attraktivität der Region, aber auch zur Umweltbildung geschaffen.“

Noch ist das Haus nicht vollständig eingerichtet. Die derzeitige Ausstellung wird dort nur vorübergehend zu sehen sein, eine dauerhafte Ausstellung mit eigenen Themenschwerpunkten wird in einem nächsten Schritt von der Nationalparkverwaltung erarbeitet.

Mit der Eröffnung des Nebengebäudes wird auch der Staffelstab am HohneHof übergeben: Die langjährige Leiterin des Natur-Erlebniszentrums Irmtraud Theel verabschiedete sich fast zeitgleich in den wohlverdienten Ruhestand. Ihr Nachfolger ist Henning Möller, langjähriger Leiter der Nationalparkwacht im sachsen-anhaltischen Teil des Nationalparks, von dem auch bisher schon die Nationalparkhäuser im Ilsetal und in Schierke sowie die Rangerstation Scharfenstein betreut werden.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_09_14_Besuch_Ministerin_Dalbert.php

Nationalpark Harz warnt vor Waldbrandgefahr

Aufruf zu achtsamen Verhalten zur Verhütung von Waldbränden

Das derzeitige warme und trockene Wetter lässt die Waldbrandgefahr auch im Harz kritisch ansteigen. Die Gefahr wird nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes (1 gering bis 5 sehr hoch) eingeschätzt. Tagesaktuelle Informationen können Sie ganz einfach auf der Webseite www.agrowetter.de erhalten, dort finden Sie auch Prognosen für die Folgetage.

Die Wetterprognosen sagen für die nächste Woche eine Hitzewelle mit extremen Temperaturen und weiterhin ausbleibenden Niederschlägen voraus. Hitze und intensive Sonneneinstrahlung trocknen den Waldboden zusätzlich aus.

Wie die Landesforsten der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Niedersachsen bittet auch der Nationalpark Harz die Bevölkerung gerade in diesen Tagen um Mithilfe bei der Waldbrandverhütung. Hier sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe!
  • Rauchverbot im Wald!
  • Das wilde Campen im Wald ist verboten!
  • Autos nicht über trockenem Gras abstellen!
  • Waldeinfahrten sind auch Rettungswege, daher dürfen sie nicht zugeparkt werden!
  • Jeden Waldbrand unter der Notrufnummer 112 sofort melden!

Für das bevorstehende Wochenende ist mit einem starken Gästeandrang auf den Harz zu rechnen. Nicht alle Gäste halten sich erfahrungsgemäß an diese Regeln und daher ist es wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger mithelfen, Fehlverhalten zu beobachten und auch zu korrigieren. Bitte sprechen Sie Ihre Mitwanderer beispielsweise an, wenn Sie bemerken, dass sich jemand ggf. unwissentlich falsch verhält. Das kann vielleicht sogar Menschenleben retten! Denn derzeit ist es eine wachsende Unsitte, illegal die Wege zu verlassen, in der freien Natur zu campen oder sogar Feuer zu machen. Das ist strikt verboten und so ein Fehlverhalten wird streng geahndet. Die Waldgesetzgebung der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie die Nationalparkgesetze haben dazu klare Regelungen. Zuwiderhandlungen können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden.

Sowohl in den Landesforsten als auch im Nationalpark gibt es ein Netz von sog. Rettungspunkten, die gut sichtbar an markanten Plätzen angebracht wurden. Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte eine kleine Feuerstelle schnellstmöglich selber löschen und/oder den Waldbrand unverzüglich melden. Zur Orientierung und Kontaktaufnahme helfen dabei diese Rettungspunkte.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_08_07_Waldbrandgefahr/

Neues Projekt rund um das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus gestartet

Informations- und Bildungsangebot rund um den Waldwandel zur Wildnis wird ausgeweitet

Gemeinsam mit ihrem Partner auf Torfhaus, dem BUND Landesverband Niedersachsen e.V., setzt die Nationalparkverwaltung Harz bis Ende 2021 ein Projekt zur Attraktivitätssteigerung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus um.

Nachdem eine größere bauliche und inhaltliche Erweiterung noch etwas warten muss, möchten die Partner die Zwischenzeit nutzen und die erfolgreiche Waldwandelkampagne des Nationalparks noch stärker in die Angebote des Zentrums integrieren. „In den letzten zwei Jahren hat durch Orkane, extreme Trockenheit und Hitzeperioden deutschlandweit die Entwicklung der Borkenkäfer und der Wandel des Waldes an Rasanz gewonnen. Bei den Gästen ist ein enorm gestiegenes Bedürfnis an fachlich kompetenter, verständlicher und transparenter Information vorhanden. Diesem Bedürfnis muss unser Informations- und Bildungsangebot noch stärker Rechnung tragen, da nicht alle Gäste durch Gespräche am Infotresen erreicht werden können“ so die Zentrumsleitung Heike Albrecht-Fechtler.

Mit diversen Modulen für Innen und Außen werden die Attraktivität, Profilschärfung und Wahrnehmbarkeit der Einrichtung gestärkt und nationalparkspezifische Themenschwerpunkte anschaulich vermittelt. Insbesondere Familien und Menschen mit Beeinträchtigungen werden angesprochen. Spannende neue Filme für das Nationalpark-Kino laden zum Verweilen ein und vermitteln auf humorvolle und erlebnisreiche Art Besonderheiten des Schutzgebietes, spannende Zeitreisen und ökologisches Wissen.

Innovative thematische Bildungsmaterialien für Jung und Alt bereichern die qualifizierte Bildungsarbeit des Besucherzentrums.

Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_08_04_Torfhaus_Projektstart/

„Nachwuchs“-Gewässerökologen unterwegs

Ferienpass-Aktion mit den Nationalpark-Rangern

Ende Juli versammelten sich elf Kinder aus Braunlage in Oderbrück. Eine Wanderung mit dem Ranger durch den Nationalpark im Rahmen des Ferienpasses stand auf dem Programm.

Der Ausflug wurde über den Kinderschutzbund Braunlage organisiert. Erzählt wurde die Geschichte des fiktiven Nationalpark- Gewässerökologen erzählt, welcher sich vor kurzem das Bein gebrochen hat und nun seiner geplanten Kartierung nicht nachgehen kann. Die Kinder sollten nun ein Teil seiner Aufgaben übernehmen und ihn bei seiner Arbeit unterstützen! Ziel war es, die Quelle der Warmen Bode zu suchen und den Bachverlauf bis nach Braunlage zu kartieren. Es galt herauszufinden, ob der Bach als Lebensraum für die Wasseramsel geeignet ist.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_07_29_Ferienpassaktion/