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Neue Fotospots im Harz zeigen zukünftig die Waldentwicklung im Zeitraffer

Initiative „Der Wald ruft…“ bringt weitere gemeinsame Maßnahme auf den Weg

Insgesamt acht Fotospots im Harz laden seit Kurzem Wanderer ein, den Blick für die dynamischen Naturprozesse im Wald zu schärfen. So sollen mittelfristig die Veränderungen der Waldentwicklung dokumentiert und die Waldentwicklung zukünftig im Zeitraffer sichtbar werden.

Jeder der Fotospots ist mit einer Tafel mit einer Aussparung versehen, die den Fokus auf einen Landschaftsausschnitt lenken, in dem die klimabedingten Veränderungen des Waldes in besonderer Weise sichtbar werden. Interessierte Besucher sind aufgefordert, durch die Aussparung hindurch zu fotografieren und das Foto auf der Social-Media-Plattform Instagram unter dem Hashtag #derwaldruft zu posten. Durch die entstehende „Fotoreihe“ kann das Pflanzenwachstum und die Naturdynamik in den nächsten Jahren optisch nachvollzogen werden, auch für Gäste, die die Region nicht regelmäßig bereisen.

An diesen Standorten lässt sich der Waldwandel durch die Fotospots künftig dokumentieren:

  • Verlobungsurne bei Alexisbad
  • Güdel Bank am Wellnerweg zwischen Altenau und Torfhaus
  • Jungfernklippe bei Altenau
  • Achtermannkuppe
  • Bremer Hütte bei Ilsenburg
  • WaldWandelWeg bei Torfhaus
  • Schluftwasserkurve an der Brockenstraße.

Ein weiterer Fotospot ist auf dem Wurmberg geplant. Die Hinweistafeln wurden durch den Nationalpark Harz, die Niedersächsischen Landesforsten und den Landforstbetrieb Sachsen-Anhalt errichtet und vom Harzer Tourismusverband finanziert.
„Die Fotospots sollen helfen, den Blick der Gäste auf unsere Wälder und ihre aktuell dramatische Situation zu lenken. Dabei geht es aber auch darum, das Vertrauen in die Selbsttheilungskräfte der Natur zu fördern und die Menschen – Einheimische wie Besucher – für ein nachhaltig orientiertes Lebens- und Reiseverhalten zu gewinnen.“ so Carola Schmidt vom Harzer Tourismusverband.

Der aktuelle Waldzustand stellt alle Verantwortlichen in den Forstbetrieben, im Nationalpark Harz oder bei den ortsansässigen Feuerwehren vor enorme Herausforderungen. Sie sorgen mit einem unermüdlichen Einsatz dafür, dass die Harz-Landschaften den Gästen für Outdooraktivitäten dennoch weitestgehend zur Verfügung stehen. Dafür gilt ihnen ein besonderer Dank. Für eine lebenswerte Zukunft muss jedoch jeder Harzer bzw. Harzgast einen Beitrag leisten.

Aufgrund der Entwicklungen im Hinblick auf das Baumsterben im Harz und dem damit verbundenen Informationsbedarf brachte der Harzer Tourismusverband vor etwa einem Jahr unter dem Dach der Initiative „Der Wald ruft…“ wichtige regionale Akteure zusammen. Gezielte Kommunikationsmaßnahmen der Initiative sollen Gäste, Einheimische und interessierte Besucher fachlich richtig informieren und proaktiv in die sichtbar werdenden Entwicklungen einbeziehen. Darüber hinaus gilt es, die unterschiedlichen Handlungsstrategien im Wirtschaftswald und im Nationalpark Harz aufzuzeigen sowie um Verständnis für unterschiedliche Prioritätensetzungen zu werben.

Nach der Erstellung einer entsprechenden Webpräsenz mit grundlegenden aber auch aktuellen Informationen, der Herausgabe eines flankierenden Flyers, zahlreichen Baumpflanzaktionen und der Veröffentlichung zweier Erklärvideos zum „Waldknigge“ und zu Thema „Der Wald im Wandel“ konnte mit den Fotospots nun eine weitere Maßnahme realisiert werden.

Die Initiative „Der Wald ruft“ wird gemeinschaftlich getragen von den Niedersächsischen Landesforsten, den Harzer Betriebsteilen des Landesforstbetriebs Sachsen-Anhalt, dem Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt, dem Harzklub e.V., dem Regionalverband Harz e.V., der Thüringen Forst, dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und dem Nationalpark Harz. Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt hat die ersten Kommunikationsmaßnahmen mit einer Förderung unterstützt.

DER WALD RUFT! – Wald im Wandel


Weitere Informationen unter www.harzinfo.de/derwaldruft und konkret zum Waldwandel im Nationalpark Harz auf www.waldwildnis-harz.de

World Cleanup Day 2020 – Rein in den Wald, aber raus mit dem Müll!

Mitmachen ist einfach!

Warum befinden sich im Nationalpark Harz und auch in allen anderen Wäldern des gesamten Harzes keine Mülleimer? Haben Sie einmal darüber nachgedacht? Denn noch oft wird uns die erstaunte Frage gestellt: „Was, es gibt keine Mülleimer im Wald?“

Vermüllung ist auch im Nationalpark Harz ein zunehmendes Problem. Die Hinterlassenschaften achtloser Mitmenschen trüben den Naturgenuss teilweise arg. Flaschen, Dosen, Hundekotbeutel, Zigarettenstummel, Plastikverpackungen und sogar Windeln landen im Wald. Jedes Jahr sammeln Ranger und Freiwillige mehr als 1.000 Säcke Müll an den Nationalpark-Wegen ein.

Unterstützung erhält der Nationalpark dabei dankenswerter Weise von vielen Helfern, beispielsweise den Geocachern, die seit vielen Jahren zu Walpurgis ausschwärmen und Müll einsammeln. Aber auch bei vielen Schulklassen und Privatpersonen wächst das Bedürfnis, etwas gegen die Müllflut zu tun und der Natur etwas zurückzugeben. Der Nationalpark freut sich über jede helfende Hand und bedankt sich mit einem Sonderstempel der Harzer Wandernadel für das Engagement im Sinne einer müllfreien Natur. Die Aktion „NoTrash“ startete 2019 erfolgreich und wurde 2020 auf den ganzen Nationalpark ausgedehnt.

Das Mitmachen ist einfach!

Müllzangen und Mülltüten gibt es in folgenden Nationalpark-Einrichtungen:

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus (Rangerstation)
Nationalparkhaus Schierke
Nationalparkhaus Ilsetal
Natur-Erlebniszentrum HohneHof Info-Banner in Schutzhütten weisen auf das Müllproblem hin (Foto: Nationalpark Harz)

Derart ausgestattet, können Naturfreunde dann auf ihre Wanderungen starten und dabei die Natur vom Müll befreien. Wer die gefüllte Mülltüte nach der Wanderung wieder in einer der genannten Nationalpark-Einrichtungen abgibt, erhält als Dankeschön einen der beliebten Sonderstempel der Harzer Wandernadel mit dem Aktions-Hashtag #NoTrash. Dieser gilt dann auch als Aktionsstempel für die neue Wandernadel „Wildnis-Entdecker“, die zusammen mit einem neuen Wandernadel-Begleitheft zum Nationalpark Harz seit der diesjährigen Saisoneröffnung der Harzer Wandernadel erhältlich ist.

Wichtig: Natürlich gelten auch für Aktions-Teilnehmer die Nationalpark-Regeln. Beim Müllsammeln also bitte auf den Wegen bleiben. Die „NoTrash“-Mülltüten bestehen übrigens aus Maisstärke, damit die Aktion selbst nicht noch mehr Plastikmüll produziert. In der Nationalpark-Fläche selbst stehen keine Mülleimer, auch um Tiere zu schützen, die den Müll als Nahrungsquelle missverstehen könnten. Das ist übrigens nicht nur im Harz so. Schon vor etwa 20 Jahren wurden die Mülleimer in den öffentlichen Wäldern bundesweit zurückgebaut.

Unterstützt wird die Anti-Müllaktion durch aufmerksamkeitsstarke Info-Banner, die Wanderer an wechselnden Standorten im Nationalpark-Gelände sensibilisieren sollen, ihren Müll wieder mit nach Hause zu nehmen. Zudem wurden alle Wanderhütten im Schutzgebiet mit Hinweistafeln ausgestattet, die zeigen, wie lange achtlos weggeworfener Müll im Wald bleibt. Der Nationalpark appelliert an alle Naturfreuende: Nehmt euren Müll wieder mit nach Hause. Für eine saubere Natur und ungestörten Naturgenuss!

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_09_21_World_Cleanup_Day20/

Neubau am Natur-Erlebniszentrum HohneHof feierlich eröffnet

Sachsen-Anhalts Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert eröffnet den Neubau am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Am Montag, 14. September 2020 um 10 Uhr wurde der Neubau am Natur-Erlebniszentrum HohneHof durch die Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt Frau Prof. Dalbert – Corona-bedingt im kleinen Kreis – eröffnet.

Dalbert: „Umweltbildung ist enorm wichtig, um Kindern die Bedeutung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt näher zu bringen. Damit wird nachhaltiges Denken und Handeln gefördert. Wer auf dem HohneHof mit allen Sinnen die Natur erlebt, wird sie schützen und respektieren. So geht aktiver Umweltschutz.“

Das Natur-Erlebniszentrum ist eine Einrichtung des Nationalparks Harz bei Drei-Annen-Hohne, in der schon seit 2011 Umweltbildung betrieben wird. Am Rande des Nationalparks gelegen, idyllisch umgeben von Wäldern und Bergwiesen, hat sich die Einrichtung seitdem zu einem beliebten Ausflugsziel für Groß und Klein entwickelt, an dem viel über die Harzer Natur zu erfahren ist und „Natur mit allen Sinnen erleben“ großgeschrieben wird.

„Neben dem Neubau unterstützen wir außerdem bis Anfang 2021 über die Artensofortförderung die Errichtung einer Totholz- bzw. Wildnisstation am Löwenzahnpfad mit 47.000 Euro“, ergänzte die Ministerin.

Bei rund 25.000 Besuchern im Jahr reifte bei den Verantwortlichen schnell die Idee, die räumlichen Möglichkeiten und damit auch die Angebotspalette zu erweitern. So wurde der Umbau des Nebengebäudes geplant, doch bald zeigte sich, dass aufgrund des schlechten Gebäudezustands ein Abriss und Neubau die wirtschaftlichere und zweckmäßigere Alternative war.

Nach über drei Jahren Bauzeit errichteten 15 Firmen aus Sachsen-Anhalt unter Federführung des Landesbetriebs Bau- und Liegenschaftsmanagement – Standort Halberstadt – ein holzverkleidetes Mehrzweckhaus, das nunmehr das Ensemble des HohneHofs bereichert, sich hervorragend in die Hofatmosphäre einfügt und sich gestalterisch dem Hauptgebäude anpasst.

Neben verschiedenen dringend benötigten betrieblichen Räumen verfügt der HohneHof nun über einen Seminar- und einen Ausstellungsraum, eine Bastelwerkstatt für Kinder sowie moderne und funktionale Räumlichkeiten für die am HohneHof ebenfalls angesiedelte Rangerstation. Im Obergeschoss befinden sich darüber hinaus vier kleine Wohneinheiten für Menschen, die zeitweise am HohneHof oder im Nationalparkgebiet arbeiten, wie beispielsweise die Absolventen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres

Dalbert: „Mir ist wichtig, dass wir den Tourismus im Harz nachhaltig weiterentwickeln. Das Land Sachsen-Anhalt hat in diese Maßnahme 1,65 Millionen Euro investiert und damit einen weiteren Beitrag zur touristischen Attraktivität der Region, aber auch zur Umweltbildung geschaffen.“

Noch ist das Haus nicht vollständig eingerichtet. Die derzeitige Ausstellung wird dort nur vorübergehend zu sehen sein, eine dauerhafte Ausstellung mit eigenen Themenschwerpunkten wird in einem nächsten Schritt von der Nationalparkverwaltung erarbeitet.

Mit der Eröffnung des Nebengebäudes wird auch der Staffelstab am HohneHof übergeben: Die langjährige Leiterin des Natur-Erlebniszentrums Irmtraud Theel verabschiedete sich fast zeitgleich in den wohlverdienten Ruhestand. Ihr Nachfolger ist Henning Möller, langjähriger Leiter der Nationalparkwacht im sachsen-anhaltischen Teil des Nationalparks, von dem auch bisher schon die Nationalparkhäuser im Ilsetal und in Schierke sowie die Rangerstation Scharfenstein betreut werden.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_09_14_Besuch_Ministerin_Dalbert.php

Nationalpark Harz warnt vor Waldbrandgefahr

Aufruf zu achtsamen Verhalten zur Verhütung von Waldbränden

Das derzeitige warme und trockene Wetter lässt die Waldbrandgefahr auch im Harz kritisch ansteigen. Die Gefahr wird nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes (1 gering bis 5 sehr hoch) eingeschätzt. Tagesaktuelle Informationen können Sie ganz einfach auf der Webseite www.agrowetter.de erhalten, dort finden Sie auch Prognosen für die Folgetage.

Die Wetterprognosen sagen für die nächste Woche eine Hitzewelle mit extremen Temperaturen und weiterhin ausbleibenden Niederschlägen voraus. Hitze und intensive Sonneneinstrahlung trocknen den Waldboden zusätzlich aus.

Wie die Landesforsten der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Niedersachsen bittet auch der Nationalpark Harz die Bevölkerung gerade in diesen Tagen um Mithilfe bei der Waldbrandverhütung. Hier sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe!
  • Rauchverbot im Wald!
  • Das wilde Campen im Wald ist verboten!
  • Autos nicht über trockenem Gras abstellen!
  • Waldeinfahrten sind auch Rettungswege, daher dürfen sie nicht zugeparkt werden!
  • Jeden Waldbrand unter der Notrufnummer 112 sofort melden!

Für das bevorstehende Wochenende ist mit einem starken Gästeandrang auf den Harz zu rechnen. Nicht alle Gäste halten sich erfahrungsgemäß an diese Regeln und daher ist es wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger mithelfen, Fehlverhalten zu beobachten und auch zu korrigieren. Bitte sprechen Sie Ihre Mitwanderer beispielsweise an, wenn Sie bemerken, dass sich jemand ggf. unwissentlich falsch verhält. Das kann vielleicht sogar Menschenleben retten! Denn derzeit ist es eine wachsende Unsitte, illegal die Wege zu verlassen, in der freien Natur zu campen oder sogar Feuer zu machen. Das ist strikt verboten und so ein Fehlverhalten wird streng geahndet. Die Waldgesetzgebung der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie die Nationalparkgesetze haben dazu klare Regelungen. Zuwiderhandlungen können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden.

Sowohl in den Landesforsten als auch im Nationalpark gibt es ein Netz von sog. Rettungspunkten, die gut sichtbar an markanten Plätzen angebracht wurden. Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte eine kleine Feuerstelle schnellstmöglich selber löschen und/oder den Waldbrand unverzüglich melden. Zur Orientierung und Kontaktaufnahme helfen dabei diese Rettungspunkte.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_08_07_Waldbrandgefahr/

Neues Projekt rund um das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus gestartet

Informations- und Bildungsangebot rund um den Waldwandel zur Wildnis wird ausgeweitet

Gemeinsam mit ihrem Partner auf Torfhaus, dem BUND Landesverband Niedersachsen e.V., setzt die Nationalparkverwaltung Harz bis Ende 2021 ein Projekt zur Attraktivitätssteigerung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus um.

Nachdem eine größere bauliche und inhaltliche Erweiterung noch etwas warten muss, möchten die Partner die Zwischenzeit nutzen und die erfolgreiche Waldwandelkampagne des Nationalparks noch stärker in die Angebote des Zentrums integrieren. „In den letzten zwei Jahren hat durch Orkane, extreme Trockenheit und Hitzeperioden deutschlandweit die Entwicklung der Borkenkäfer und der Wandel des Waldes an Rasanz gewonnen. Bei den Gästen ist ein enorm gestiegenes Bedürfnis an fachlich kompetenter, verständlicher und transparenter Information vorhanden. Diesem Bedürfnis muss unser Informations- und Bildungsangebot noch stärker Rechnung tragen, da nicht alle Gäste durch Gespräche am Infotresen erreicht werden können“ so die Zentrumsleitung Heike Albrecht-Fechtler.

Mit diversen Modulen für Innen und Außen werden die Attraktivität, Profilschärfung und Wahrnehmbarkeit der Einrichtung gestärkt und nationalparkspezifische Themenschwerpunkte anschaulich vermittelt. Insbesondere Familien und Menschen mit Beeinträchtigungen werden angesprochen. Spannende neue Filme für das Nationalpark-Kino laden zum Verweilen ein und vermitteln auf humorvolle und erlebnisreiche Art Besonderheiten des Schutzgebietes, spannende Zeitreisen und ökologisches Wissen.

Innovative thematische Bildungsmaterialien für Jung und Alt bereichern die qualifizierte Bildungsarbeit des Besucherzentrums.

Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_08_04_Torfhaus_Projektstart/

„Nachwuchs“-Gewässerökologen unterwegs

Ferienpass-Aktion mit den Nationalpark-Rangern

Ende Juli versammelten sich elf Kinder aus Braunlage in Oderbrück. Eine Wanderung mit dem Ranger durch den Nationalpark im Rahmen des Ferienpasses stand auf dem Programm.

Der Ausflug wurde über den Kinderschutzbund Braunlage organisiert. Erzählt wurde die Geschichte des fiktiven Nationalpark- Gewässerökologen erzählt, welcher sich vor kurzem das Bein gebrochen hat und nun seiner geplanten Kartierung nicht nachgehen kann. Die Kinder sollten nun ein Teil seiner Aufgaben übernehmen und ihn bei seiner Arbeit unterstützen! Ziel war es, die Quelle der Warmen Bode zu suchen und den Bachverlauf bis nach Braunlage zu kartieren. Es galt herauszufinden, ob der Bach als Lebensraum für die Wasseramsel geeignet ist.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_07_29_Ferienpassaktion/

Eckerlochstieg am Brocken wieder offen

Brücke über Schwarzes Schluftwasser erneuert und Weg freigeschnitten

Der beliebte Eckerlochstieg von Schierke zum Brockengipfel war in den letzten Tagen zwischen Goethebrücke, Brockenbahn und Eckerloch wegen Wald- und Reparaturarbeiten gesperrt.

Seit Mittwoch Mittag ist er wieder für den Besucherverkehr geöffnet. Unter anderem wurde eine in die Jahre gekommene Holz-Brücke über das Schwarze Schluftwasser durch die Mitarbeiter der Nationalpark-Werkstatt erneuert und der Weg von durch Sturm umgeworfenen Bäumen freigeschnitten.

https://www.nationalpark-harz.de

Wald im Wandel zur neuen Wildnis

Warum tote Bäume nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis einläuten

Ausgedehnte Wälder im Wandel zur Wildnis, wertvolle Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen – im Nationalpark Harz darf die Natur ihren eigenen Weg gehen. Dadurch bietet sich die seltene Gelegenheit, den natürlichen Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Natur­wald zu erleben. In einigen Bereichen geht dieser Wandel aktuell sehr rasant von statten und die Waldbilder dieser Übergangsphase wirken auf viele Menschen zunächst befremdlich. Wenn man heute durch den Nationalpark Harz wandert, bietet sich auf einigen Waldflächen tatsächlich ein bizarres Bild. Graue Holzgerippe abgestorbener alter Fichten dominieren die Landschaft und wirken auf zahlreiche Einheimische und Gäste schockierend. Viele sorgen sich um den Wald und stellen Fragen zu seinem Zustand.

Die Antwort auf diese Fragen gibt die Natur selbst. Unser Film erklärt die Zusammenhänge in dieser ganz besonderen Baustelle der Natur. Er gibt Einblicke in den Wandel zur Wildnis, lässt Experten aus anderen Nationalparken zu Wort kommen und zeigt, dass der Wald trotz vieler toter Bäume so lebendig und dynamisch ist, wie selten zuvor – schauen Sie mal rein.

https://www.nationalpark-harz.de