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DIE ENDSTATION:EINHEIT ERREICHT! BITTE ALLE AUSSTEIGEN! Gepokert und gewonnen: THEATERNATUR2020 trotzte Corona-Widrigkeiten

Auch zum sechsten Mal hieß es in Benneckenstein: Nach dem Festival ist vor dem Festival. Und obwohl in diesem Jahr vieles anders war, strebt der Verein Kulturrevier Harz in dem malerischen Oberharzstädtchen mit dem siebten Festival der Darstellenden Künste, Theaternatur, bereits die nächste Spielzeit 2021 an.

The Metafiction Cabaret, eine Berliner Band, vereinte auf der Waldbühne Rockkonzert und Theater, Klavier und Schlagzeug, Kunstblut und Konfetti. Queerer Punk. Berliner Nachtleben auf der Harzer Bühne. Foto: @Frank Drechsler

Benneckenstein (thea). Der letzte Vorhang ist gefallen, das diesjährige Theaternatur-Festival schon wieder Geschichte. Zum Abschluss wurde das Tanzstück „Un|eins“, ein dreiteiliger Tanzabend, aufgeführt und nicht minder begeistert gefeiert wie die erste, zum Anfang des Festivals gezeigte Uraufführung ES IST NOCH NICHT SOWEIT.
Dazwischen drehte sich knapp drei Wochen lang alles um das Motto ENDSTATION:EINHEIT!.

Waren in der ersten Phase im letzten Jahr unter dem Titel GRENZEN:LOS! noch die Unterschiede WEST– und OSTdeutscher Lebensweisen Gegenstand der kreativen Untersuchung, standen in diesem Jahr die vereinenden Aspekte im Mittelpunkt des Interesses. „Vor allem aber war das Festival solidarisch, bunt, vielfältig und es vereinigte Künstlerinnen verschiedenster Sparten in dem bisher vielfältigsten Programm seiner Geschichte.

The Metafiction Cabaret, eine Berliner Band, vereinte auf der Waldbühne Rockkonzert und Theater, Klavier und Schlagzeug, Kunstblut und Konfetti. Queerer Punk. Berliner Nachtleben auf der Harzer Bühne. Foto: @Frank Drechsler

Zwei Uraufführungen und 16 Gastspieler aller Gattungen der Darstellenden Künste aus der gesamten Republik erzählten von Fallstricken des Miteinanders, ebenso wie vom Glück der Gemeinschaft“, resümiert Festivalleiter Janek Liebetruth. Doch so normal, wie sich das jetzt im Nachhinein anhört, so normal war es bei weitem nicht. Denn auch in Benneckenstein hielt ein Virus die ländliche Welt in Atem: Corona. Mit dem Lockdown erlebten alle eine in dieser Form bisher unvergleichbare Zäsur, die sich durch alle Schichten der Gesellschaft zog. Doch während bundesweit Veranstaltungen tausendfach schon sehr frühzeitig abgesagt wurden, hielt im Oberharz am Brocken der veranstaltende Verein an seinem Zugpferd THEATERNATUR fest. Mit Erfolg.

Dem Theaterbesuch auf der Waldbühne stand auch durch Abstandsregelungen und andere Hygienemaßnahmen nichts im Wege. Foto: @Frank Drechsler Abdruck

Auflagen, Abstandsregelungen, Hygienemaßnahmen und mehr mussten umgesetzt werden. Nicht gerade einfach für einen kleinen Verein. Mit mit Förderinnen, Sponsorinnen und Partnerinnen die nicht abgesprungen seien, ihnen weiter zur Seite gestanden haben und sehr viel Zuversicht, Mut und einer gewissen Portion Unverfrorenheit habe man es aber geschafft, so Liebetruth. Und noch etwas sei ihm wichtig. „Gerade wir Kunstschaffende müssen mit kräftiger Stimme vorangehen und Zeichen setzen – für Solidarität, Mut, Durchhaltevermögen und Zusammenhalt. Deshalb hatten wir im März Kolleginnen der Freien Darstellenden Künste aus dem gesamten Bundesgebiet aufgerufen, sich mit ihren Produktionen bei uns zu bewerben. So konnten unsere Zuschauerinnen neben unseren eigenen Produktionen auch viele verschiedene Gastspiele auf der Waldbühne in Benneckenstein, die die ganz nebenbei bemerkt in diesem Jahr ihren siebzigsten Geburtstag feierte“, betont der Künstlerische Leiter des Festivals.

Auf der Waldbühne in Bennecklenstein spielte das Theater Lunatiks „Blühende Randschaften“. Thematisiert wurde darin die Abwicklung des Stahl- und Walzwerk Brandenburg, der exemplarisch für das Schicksal von diversen Betrieben der DDR nach dem Fall der Mauer steht. Foto: Frank Drechsler

Zu den weiteren Besonderheiten der diesjährigen Spielzeit gehörte, dass die Besucherinnen neben den Vorstellungen auf der Waldbühne auch auch zwei neue Formate außerhalb des Areals der Waldbühne erwartete.
Die FREI|LUFT|KULTUR kam in verschiedene Orte und bespielte bei freiem Eintritt den städtischen Raum in der Region Oberharz. Das zweite neue, ab sofort wiederkehrende Format ist HÆRZARCHIV. Hierbei werden persönliche Anekdoten und Geschichten der Oberharzerinnen gesammelt, die in interaktiven Kunstinstallationen präsentiert wurden. „In diesem Jahr, passend zum Leitthema Einheit, standen ihre Erlebnisse und Erinnerungen aus dem Jahr 1990 im Fokus. Jetzt werden diese Geschichten und Erinnerungsstücke elektronisch erfasst und in unserem digitalen HÆRZARCHIV online verewigt“, so Lena Fritschle, stellvertretende Festivalleiterin, Festivaldramaturgin und Verantwortliche für dieses neue Projekt.. „Wir wollen und werden weiterhin als Festival einen Teil dazu beitragen, dass wir auch hier, an der Landesgrenze zu Niedersachsen, weiter zusammenwachsen. Auch im nächsten Jahr.“

Mehr Infos auf der
Seite www.theaternatur.de im Internet.

Zeitgenössischer Tanz zurück im Harz
Tanzabend mit Uraufführung zum Abschluss des Festivals THEATERNATUR

THEATERNATUR2020 biegt in die Zielgerade ein. Zum Abschluss des diesjährigen Festivals der Darstellenden Künste präsentiert
der Verein „Kulturrevier Harz e.V.“ einen dreiteiligen Tanzabend,
der heute am Freitag Premiere feiert.

Benneckenstein (thea). Mit einer großen Bandbreite an verschiedenen Theaterformen und Genres der Darstellenden Künste präsentierte sich in den vergangenen zwei Wochen das Festival THEATERNATUR2020. Im 70. Jahr des Bestehens der Waldbühne in Benneckenstein zeigten dort zahlreiche Ensembles oder Einzelkünstler*innen unter dem Motto „Unsere ENDSTATION:EINHEIT!“
Performance, Schauspiel, Tanz, Neuer Zirkus, Konzerte, Junges Theater, Interaktive Kunstinstallationen und vieles andere mehr. Tragende Stücke sind auch in diesem Jahr die beiden Eigenproduktionen des Festivals. Nach dem Auftakterfolg des von Sören Hornung geschriebenen Schauspiels ES IST NOCH NICHT SOWEIT steht nun die zweite Eigenproduktion auf dem Spielplan:
UN|EINS bringt den zeitgenössischen Tanz zurück in den Harz.

UN|EINS ist ein dreiteiliger Tanzabend, der sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Einheit und Spaltung auseinandersetzt.

Das Tanztheater Erfurt wagt sich in “Konsequenzen” an Themen, die aktuell gesellschaftlich und politisch spalten. Foto: @Frank Drechsler

Die Choreografin Xenia Wiest befasst sich in ihrer Uraufführung PARADOX mit dem Widerspruch, dass ein Individuum versucht, besonders einzigartig zu sein, aber zugleich danach strebt,
einer Gruppe anzugehören.

Das Tanztheater Erfurt wagt sich in “Konsequenzen” an Themen, die aktuell gesellschaftlich und politisch spalten. Foto: @Frank Drechsler

Ihr Werk sollte ursprünglich durch eine Koproduktion der in Beer Sheva, Israel, beheimateten Kamea Dance Company komplementiert werden, aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen galt es jedoch umzuplanen.
Das Tanztheater Erfurt wagt sich im zweiten Teil des Abends mit KONSEQUENZEN an Themen, die aktuell gesellschaftlich und politisch spalten. Im dritten Teil des Abends, BOYS DON’T CRY, des in Berlin lebenden israelischen Choreografen und Tänzers Yotam Peled, erleben wir die Metamorphose eines einsamen Mannes, der um seine
persönliche Freiheit kämpft.


Die Premiere findet heute am Freitag, 21. August statt, zwei weitere Vorstellungen an den darauffolgenden Tagen jeweils um 20.30 Uhr. Weitere Informationen, auch zu weiteren Veranstaltungen sowie den Hygienemaßnahmen oder zum Kartenvorverkauf, der vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vorzugsweise im Onlineshop erfolgen sollte, erhalten Sie auf der
Seite www.theaternatur.de im Internet.

Mauerbau, Punk trifft Zirkuspferd und Stigmata THEATERNATUR2020 startet in die dritte Festivalwoche

Auch in der letzten Spielwoche des diesjährigen Festivals der darstellenden Künste, THEATERNATUR, können die Zuschauer in Benneckenstein eine große Vielfalt auf der Bühne erleben. Wir stellen Ihnen die nächsten Höhepunkte vor.

Benneckenstein (thea). Los geht es schon heute, Dienstag, 18. August, mit der„MAUERSCHAU“ Die Berliner Mauer stand 28 Jahre. Nele Stuhler wurde am Tag des Mauerbaus im Jahr des Mauerfalls in Ost-Berlin geboren. Meldungen zum Mauergedenken gehören zu ihrem Geburtstag wie Kuchen, Kerzen und Sommer.

Nele Stuhler wurde am Tag des Mauerbaus im Jahr des Mauerfalls in Ost-Berlin geboren. Meldungen zum Mauergedenken gehören zu ihrem Geburtstag wie Kuchen, Kerzen und Sommer. Am liebsten liest sie Christa Wolf. Die fragte sich vor 28 Jahren: Wie kommt Leben zustande? Das fragt sich Nele auch. Mauerschau“ ist kein Projekt über die Mauer, sondern über eine spezifische Konstellation zwischen deutscher Geschichte und privater Biografie. Foto: @Katharina Seibt

Am liebsten liest sie Christa Wolf. Die fragte sich vor 28 Jahren: Wie kommt Leben zustande? Das fragt sich Nele auch. Mauerschau“ ist kein Projekt über die Mauer, sondern über eine spezifische Konstellation zwischen deutscher Geschichte und privater Biografie. Ausgehend von einem Zahlenspiel, von einer zufälligen Kulmination von Ereignissen des eigenen Mikro- und Makrokosmos beschäftigt sich „MAUERSCHAU“ mit der jüngeren deutschen Geschichte aus einer absolut
unzulässigen subjektiven Perspektive. Beginn ist um 20.30 Uhr.

Am Mittwoch heißt es um 19.30 Uhr „BEAUTIFIC CHARMES – SCHRECKLICH SCHÖNE REIZE“. Ein glimmerndes Rockkonzert, eine spektakuläre Show. Die Künstlerinnen des Metafiction Cabaret bringen ein Gesamtkunstwerk aus Performance, Konzert, Party und Cabaret auf die Bühne. Die Künstlerinnen des Zirkus Punk verbinden in diesem
Konzert Pop und Rock mit Elementen aus Chanson und Cabaret.

Die Künstler*innen des Zirkus Punk verbinden in diesem Konzert Pop und Rock mit Elementen aus Chanson und Cabaret. Foto: @Anne Sturm Abdruck

Sie inszenieren ihre Texte musikalisch, vereinen Hochkultur mit Subkultur. Ihre Musik und ihre Bühnenshow entwerfen stets eine zweite Handlungsebene. In doppelbödigen Texten setzen sie sich mit aktuellen Themen auseinander, unterhalten und bereiten unserem Statement für
Vielfalt, Solidarität und dem bunten Miteinander eine Bühne.

„FALLSUCHT“ heißt es dann am Donnerstag, den 20. August, ab 17 Uhr im Waldstudio. In dieser Performance wird von einer Krankheit erzählt, die von der Aura des Geheimnisvollen umgeben ist: Epilepsie. Heilig, prophetisch, sündig, unbändig, von Dämonen besessen. Eine menschliche Urangst, materialisiert in einer Krankheit, die
den Frieden bedroht. Es ist dieses Unbeherrschbare, das unsere Gesellschaft immer wieder zu bewältigen sucht, indem sie es von sich wegstößt, in DIN-Passformen bringt oder sogar als Lebensform disqualifiziert. Lara Scherpinski untersucht in FALLSUCHT
ihren Körper als Archiv von Familien- und Kulturgeschichte, als Sammelbecken von Mythen und gesellschaftlichen Debatten um Normalität und Andersartigkeit. FALLSUCHT ist eine kritische Begegnung mit dem Wahn um den gesunden Menschen.
Die Performerin Lara Scherpinski beschäftigt sich in dem autobiografisch-theatralen Solo-Stück mit der politischen Aufarbeitung der Euthanasie sowie gesellschaftlichen Stigmata zwischen Heiligsprechung und Dämonisierung. Ob heilig und prophetisch
oder sündig und vom Teufel besessen – über Jahrhunderte hinweg wurden Betroffenen Attribute zugeschrieben, die größtenteils moralisierenden Zuordnungen entsprangen
und bis heute die öffentliche Wahrnehmung prägen.

Genauere Informationen zum Spielplan, auch zu den Hygienemaßnahmen und zum Kartenvorverkauf, der vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vorzugsweise im Onlineshop erfolgen sollte, erhalten Sie auf der Seite www.theaternatur.de im Internet.

Künstlerische Vielfalt erleben – Festival THEATERNATUR2020 setzt weiter auf eine bunte Mischung

Noch bis zum 23. August findet in diesem Jahr THEATERNATUR, das Festival der Darstellenden Künste, in Benneckenstein statt. Nach dem überragenden Erfolg der Aufführungen der ersten der zwei tragenden Eigenproduktionen „Es ist noch nicht soweit“ findet unter dem Motto ENDSTATION:EINHEIT! auch in der zweiten Hälfte der Spielzeit eine
bunte Mischung aus Performance, Schauspiel, Tanz, Neuer Zirkus, Konzerte, Junges Theater, Interaktive Kunstinstallationen und mehr statt.

BLÜHENDE RANDSCHAFTEN*STAHL werden am 14. August ab 20.30 Uhr auf die Waldbühne geholt. Das Rechercheprojekt des Theaterkollektivs LUNATIKS aus Berlin erzählt Geschichten des Umbruchs: vom Arbeitsalltag zur Hochzeit des Werks bis hin zu den Schwierigkeiten der Planwirtschaft und des Übergangs zur Freien Marktwirtschaft. Foto: Lunatiks Abdruck


Benneckenstein. „16 Gastspiele aus der gesamten Republik erzählen den Besucherinnen von Fallstricken des Miteinanders, ebenso aber auch vom Glück der Gemeinschaft“, betont Janek Liebetruth, Künstlerischer Leiter des Festivals. Das dies alles in diesem Jahr nur möglich sei, habe man einem großartigen Festivalteam, den Fördermittelgeberinnen und Sponsorinnen zu verdanken, die trotz Corona bei ihren Zusagen geblieben seien und das Festival unterstützt hätten, ließ Liebetruth dabei nicht unerwähnt. „DA, WO ALLE GLEICH SIND, GIBT ES KEINEN“ heißt eine Schauspiel-Performance, die Regisseur Demjan Duran aus München am Donnerstag, 13. August, ab 20.30 Uhr im Waldstudio präsentiert. In dem Stück beschäftigt sich Duran mit seinen jugoslawischen Wurzeln. Alles, was auf der Bühne passiert ist so universell, sodass jedem Zuschauer Raum für seine eigene Interpretation gewährt wird. BLÜHENDE RANDSCHAFTENSTAHL werden am 14. August ab 20.30 Uhr auf die Waldbühne geholt. Was bleibt, wenn ein Industriestandort wie das Stahl – und Walzwerk Brandenburg verschwindet?! Die Geschichten und Erinnerungen der Menschen, die diesen Ort einmal belebt haben. Das Rechercheprojekt des Theaterkollektivs LUNATIUKS aus Berlin erzählt Geschichten des Umbruchs: vom Arbeitsalltag zur Hochzeit des Werks bis hin zu den Schwierigkeiten der Planwirtschaft und des Übergangs zur Freien Marktwirtschaft. Zu den weiteren Gastspielen gehört auch KÄFER UND SPINNE, ein Stück des Theaters spielMarie aus Düsseldorf mit Objekten und Klang. Mitten auf der schönen Wiese wohnt die Spinne. Sie hat sich dort häuslich eingerichtet. So richtig gemütlich. Zimmer mit Aussicht, herrliche Luft. Doch eines Morgens früh wird ihre Ruhe jäh gestört…(16. August 11 Uhr//17. August 15 Uhr). Erstmals werden dabei verschiedene Orte über das Areal der Waldbühne hinaus mit den neuen Format FREI|LUFT|KULTUR bespielt. Nach dem Auftakt am letzten Samstag in Braunlage ist auch an diesem Wochenende ein weitere Produktionen im öffentlichen Raum zu erleben – in Benneckenstein sowie in Elbingerode. Das Straßentheater RUMPEL PUMPEL zeigt am 15. August auf dem Marktplatz in Elbingerode um 17 Uhr das Stück „LOLI JACKSON AUF DER SUCHE NACH DEM SINN VON ALLEM“. Ein ganz normaler Arbeitstag für die deutsche Affenagentin Loli Jackson. Es klingelt das Bananentelefon: Ein Produzent benötigt für seine nächste Familienvorabendserie einen Affen… Das gleiche Stück ist am Sonntag, 16. August, in Benneckenstein auf dem Max-Schmeling-Platz zu erleben. Beginn: 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.
Neben diesen Auszügen aus dem weiteren Programm bereichern zahlreiche andere Stücke das Festival THEATERNATUR2020. Genauere Informationen zum Spielplan, auch zu den Hygienemaßnahmen und zum Kartenvorverkauf, der vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vorzugsweise im Onlineshop erfolgen sollte, erhalten Sie auf der Seite www.theaternatur.de im Internet.

Einheit und Zusammenhalt Festival – Theaternatur2020 stellt die Deutsche Einheit auf den Prüfstand

Mit der Uraufführung des Stückes „ES IST NOCH NICHT SOWEIT“ beginnt am 7. August in diesem Jahr das Festival der Darstellenden Künste, THEATERNATUR2020, in Benneckenstein.

Fotoshooting für Programmheft und Leporello. Schauspieler des Stücks „Es ist noch nicht soweit“ von Sören Hornung. Kassandra wird von Elanine Cameron gespielt, die Rolle des West-Sandmanns übernimmt Hans Klima. Foto: Frank Drechsler Abdruck frei mit der beigefügten Pressemitteilung.

Im 70. Jahr des Bestehens der Waldbühne präsentieren dort insgesamt 15 Ensembles oder Einzelkünstler*innen unter dem Motto „ENDSTATION:EINHEIT! bis zum 23. August Performance, Schauspiel, Tanz, Neuer Zirkus, Konzerte, Junges Theater, Interaktive Kunstinstallationen und vieles andere mehr.

Fotoshooting für Programmheft und Leporello. Schauspieler des Stücks „Es ist noch nicht soweit“ von Sören Hornung. Schauspieler Benjamin Kramme spielt in dem Stück „Es ist noch nicht soweit!“ Achim, einen Arbeitslosen. Foto: Frank Drechsler Abdruck frei mit der beigefügten Pressemitteilung.

Benneckenstein. „ES IST NOCH NICHT SOWEIT“ ist eine der beiden tragenden Eigenproduktionen der dreiwöchigen Spielzeit. In dem von Sören Hornung geschriebenen Schauspiel wird die Menschheit im Jahr 2020 von einer gewaltigen Krise heimgesucht. Davon bleiben auch Kassandra und ihr Vater nicht verschont. Obwohl sie sich in ihrer Wohnung zurückgezogen haben, brechen immer mehr von der
Krise getriebene Menschen in ihren Alltag ein und konfrontieren sie mit ihren Geschichten. Während Kassandra versucht, in den Geschichten „der Gäste“ einen Sinn
für ihr eigenes Leben zu finden verweigert sich ihr Vater jeglicher Erzählung. Denn: Mit der Wende hatte er seinen Job als TV-Sandmann der alten Bundesrepublik, damit
seinen Lebenssinn verloren und sich geschworen, nie wieder auch nur einer Geschichte zu vertrauen. Als nun sein erfolgreicher Kollege aus dem Osten auftaucht,
reißen die alten Wunden auf und die Situation eskaliert.
Anlässlich Hornungs zweiter Auftragsarbeit für das THEATERNATUR in Folge versuchen der preisgekrönte junge Autor und Regisseur Janek Liebetruth gemeinsam
die deutsche Einheit und ihre Auswirkungen auf die Menschen heute, 30 Jahre später, zu beleuchten.

Fotoshooting für Programmheft und Leporello. Schauspieler des Stücks „Es ist noch nicht soweit“ von Sören Hornung. Hier der Schauspieler Achim Wolff, der den Ost-Sandmann in dem Stück „Es ist noch nicht soweit!“ spielt. Foto: Frank Drechsler Abdruck frei mit der beigefügten Pressemitteilung.

Dabei bedienen Sie sich eines der wohl bekanntesten Symbole des deutschen Teilung und Wiedervereinigung – dem Sandmann. Regie: Janek Liebetruth, Bühne (Hannes Hartmann), Kostüme (Leah Lichtwitz), Video (Lucian Patermann), Licht Design (Ingo Jooß), Regieassistenz (Dominique Marino). Es spielen: West (Hans Klima), Kassandra (Elaine Cameron), Achim, der Arbeitslose (Benjamin Kramme), Sissi Foss (Carolin Wiedenbröker), Frauke, die Kamerafrau (Jennifer Sabel) und Ost (Achim Wolff). Sechsmal wird das Stück auf der Waldbühne gespielt.

Genauere Informationen zum Spielplan, auch zu den Hygienemaßnahmen und zum Kartenvorverkauf, der vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vorzugsweise im Onlineshop erfolgen sollte, erhalten Sie auf der Seite www.theaternatur.de im Internet.