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Buchneuerscheinung: Vögel im Harz

Harzer Vogelwelt – Artenreichtum eines kleinen Gebirges

Harzbücher gibt es viele, aber solche über die Harzer Vogelwelt eher weniger. „Vögel im Harz“ – so der Titel eines neuen Buchs, das Egbert Günther und Dr. Bernd Nicolai geschrieben und das beim Verlag Natur+Text in Rangsdorf bei Berlin erschienen ist.

Der Harz weist trotz seiner geringen Größe im Vergleich mit anderen Mittelgebirgen einen ungewöhnlich hohen Artenreichtum an Vögeln auf, so stellen die Autoren fest. Das Buch wird eingeleitet mit der Vorstellung der wichtigsten Vogellebensräume im Harz – den Wäldern, den Gewässern und den Bergwiesen, wofür die Autoren Dr. Peter Meyer von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, Detlef Cöster vom Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalts und Sylvia Lehnert von der Naturschutzbehörde des Landkreises Harz gewinnen konnten. Das Vorwort schrieb Dr. Wolfgang Scherzinger, ehemals wissenschaftlicher Leiter im Nationalpark Bayerischer Wald und bekannt für viele Publikationen über Raufußfühner, Spechte und Eulen sowie zur Waldökologie.

Die teils großformatigen Vogelfotos lieferten Hermann Schütte aus Magdeburg, dessen Schatz aus 30 Jahren Vogelfotografie die Autoren bergen konnten, sowie der bekannte Tierfilmer Uwe Anders, dessen neuester Film über den Harz aktuell im Fernsehen lief, aber auch andere namhafte Fotografinnen und Fotografen. Die Landschaftsaufnahmen stellte überwiegend Gottfried Bürger aus Thale zur Verfügung. Gemalte Vögel von Hans Christoph Kappel und Christopher Schmidt sowie Werke der bekannten Harzmaler Pascha Weitsch und Herrmann Schnee runden das Buch ab.

Eine Attraktion im Harz, auch für Vögel, ist die von Natur aus unbewaldete Brockenkuppe. Dieser hochalpine Lebensraum zieht immer wieder einige Hochgebirgsarten an. Seit vielen Jahren brütet die Ringdrossel mit etwa 10 Paaren auf dem Höchsten im Norden, völlig isoliert von ihren Brutgebieten in den Gebirgen im südlichen Europa und in Skandinavien. Regelmäßig erscheint die Alpenbraunelle, ihre Ansiedlung wird mit Spannung erwartet, sowie seltener der Schneefink. Selbst die monotonen Fichtenwälder, die im Harz an den meisten Standorten nicht hingehören und wohl auch deshalb gegenwärtig flächenhaft absterben, weisen einige ornithologische Leckerbissen auf, so Raufußkauz, Sperlingskauz und Tannenhäher, die erst mit der Fichte eingewandert sind. Andere waren trotz aufwendiger Aussetzungen nicht mehr zu retten, wie Auer- und Haselhuhn. Aber es gibt auch Positives zu vermelden, denn mit Schwarzstorch, Uhu, Wanderfalke und Kolkrabe sind dank eines besseren Schutzes wieder Vogelarten im Harz zu sehen, die einst völlig verschwunden waren.

Was angesichts der Berichte in den Medien über die absterbenden Fichtenwälder etwas ins Abseits gerückt ist: der Harz ist auch ein Laubwald! Es war deshalb ein besonderes Anliegen der Autoren, auf die schönen Buchen- und Eichenwälder speziell im Ostharz hinzuweisen. Mit Grau- und Mittelspecht sind in ihnen zwei Laubwaldspezialisten beheimatet, die nach europäischem Naturschutzrecht geschützt sind und für die wir eine besondere Verantwortung haben. Nicht zu vergessen die in alten Eichen brütenden Mauersegler im Bode- und Selketal, die ein Alleinstellungsmerkmal für den Harz sind, und zu Recht als Urwaldrelikte gelten. Insgesamt sind über 80 Vogelarten im Text erwähnt, etwa 55 werden näher abgehandelt. Wissenswertes und kleine Geschichten sind nicht nur den Texten zu entnehmen, sondern auch Infokästen im Text.

Diesen Fundus an Wissen über die Vogelwelt des Harzes haben viele Fachleute aus Ost und West über Jahre zusammengetragen, nachzulesen in einem mehrseitigen Quellenverzeichnis. Das Buch ist daher auch als eine Würdigung der Tätigkeit der begeisterten Vogelkenner des Harzes zu verstehen. Das alles und mehr ist auf 156 Seiten in dem ansprechend gestalteten Buch aufgeschrieben.

Wo erhältlich?

Das neue Buch hat die ISBN 978-3-942062-49-7 und ist zu beziehen im Buchhandel oder über Natur+Text GmbH, Friedensallee 21, 15834 Rangsdorf, Tel. 033708 20431, Fax 033708 20433, E-Mail: shop@naturundtext.de, www.naturundtext.de/shop

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_11_18_Buchneuerscheinung_Voegel-im-Harz%20/

Neue Fotospots im Harz zeigen zukünftig die Waldentwicklung im Zeitraffer

Initiative „Der Wald ruft…“ bringt weitere gemeinsame Maßnahme auf den Weg

Insgesamt acht Fotospots im Harz laden seit Kurzem Wanderer ein, den Blick für die dynamischen Naturprozesse im Wald zu schärfen. So sollen mittelfristig die Veränderungen der Waldentwicklung dokumentiert und die Waldentwicklung zukünftig im Zeitraffer sichtbar werden.

Jeder der Fotospots ist mit einer Tafel mit einer Aussparung versehen, die den Fokus auf einen Landschaftsausschnitt lenken, in dem die klimabedingten Veränderungen des Waldes in besonderer Weise sichtbar werden. Interessierte Besucher sind aufgefordert, durch die Aussparung hindurch zu fotografieren und das Foto auf der Social-Media-Plattform Instagram unter dem Hashtag #derwaldruft zu posten. Durch die entstehende „Fotoreihe“ kann das Pflanzenwachstum und die Naturdynamik in den nächsten Jahren optisch nachvollzogen werden, auch für Gäste, die die Region nicht regelmäßig bereisen.

An diesen Standorten lässt sich der Waldwandel durch die Fotospots künftig dokumentieren:

  • Verlobungsurne bei Alexisbad
  • Güdel Bank am Wellnerweg zwischen Altenau und Torfhaus
  • Jungfernklippe bei Altenau
  • Achtermannkuppe
  • Bremer Hütte bei Ilsenburg
  • WaldWandelWeg bei Torfhaus
  • Schluftwasserkurve an der Brockenstraße.

Ein weiterer Fotospot ist auf dem Wurmberg geplant. Die Hinweistafeln wurden durch den Nationalpark Harz, die Niedersächsischen Landesforsten und den Landforstbetrieb Sachsen-Anhalt errichtet und vom Harzer Tourismusverband finanziert.
„Die Fotospots sollen helfen, den Blick der Gäste auf unsere Wälder und ihre aktuell dramatische Situation zu lenken. Dabei geht es aber auch darum, das Vertrauen in die Selbsttheilungskräfte der Natur zu fördern und die Menschen – Einheimische wie Besucher – für ein nachhaltig orientiertes Lebens- und Reiseverhalten zu gewinnen.“ so Carola Schmidt vom Harzer Tourismusverband.

Der aktuelle Waldzustand stellt alle Verantwortlichen in den Forstbetrieben, im Nationalpark Harz oder bei den ortsansässigen Feuerwehren vor enorme Herausforderungen. Sie sorgen mit einem unermüdlichen Einsatz dafür, dass die Harz-Landschaften den Gästen für Outdooraktivitäten dennoch weitestgehend zur Verfügung stehen. Dafür gilt ihnen ein besonderer Dank. Für eine lebenswerte Zukunft muss jedoch jeder Harzer bzw. Harzgast einen Beitrag leisten.

Aufgrund der Entwicklungen im Hinblick auf das Baumsterben im Harz und dem damit verbundenen Informationsbedarf brachte der Harzer Tourismusverband vor etwa einem Jahr unter dem Dach der Initiative „Der Wald ruft…“ wichtige regionale Akteure zusammen. Gezielte Kommunikationsmaßnahmen der Initiative sollen Gäste, Einheimische und interessierte Besucher fachlich richtig informieren und proaktiv in die sichtbar werdenden Entwicklungen einbeziehen. Darüber hinaus gilt es, die unterschiedlichen Handlungsstrategien im Wirtschaftswald und im Nationalpark Harz aufzuzeigen sowie um Verständnis für unterschiedliche Prioritätensetzungen zu werben.

Nach der Erstellung einer entsprechenden Webpräsenz mit grundlegenden aber auch aktuellen Informationen, der Herausgabe eines flankierenden Flyers, zahlreichen Baumpflanzaktionen und der Veröffentlichung zweier Erklärvideos zum „Waldknigge“ und zu Thema „Der Wald im Wandel“ konnte mit den Fotospots nun eine weitere Maßnahme realisiert werden.

Die Initiative „Der Wald ruft“ wird gemeinschaftlich getragen von den Niedersächsischen Landesforsten, den Harzer Betriebsteilen des Landesforstbetriebs Sachsen-Anhalt, dem Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt, dem Harzklub e.V., dem Regionalverband Harz e.V., der Thüringen Forst, dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und dem Nationalpark Harz. Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt hat die ersten Kommunikationsmaßnahmen mit einer Förderung unterstützt.

DER WALD RUFT! – Wald im Wandel


Weitere Informationen unter www.harzinfo.de/derwaldruft und konkret zum Waldwandel im Nationalpark Harz auf www.waldwildnis-harz.de

Mit GastIdent auf Erfolgskurs: mehr als 15.000 digitale Check-ins im ersten Monat

Bereits seit einem Monat stellt die GOSLAR marketing gmbh (GMG) den Gästen sowie Unternehmen mit „GastIdent“ eine kostenfreie digitale Lösung für die aktuell notwendige Datenerfassung zur Verfügung und zieht eine positive Bilanz. Im vergangenen Monat haben mehr als 15.000 Menschen den jeweiligen QR-Code mit ihrem Handy gescannt und sich online bei „GastIdent“ eingecheckt, wodurch schon jetzt eine große Anzahl an Zetteln gespart werden konnte.

Das System ist nicht nur umweltschonender als das Ausfüllen von Zetteln, sondern spart zudem Verwaltungsaufwand und somit Arbeitszeit. Die Datenerfassung ist im Ernstfall einer Informationsnotwendigkeit per Knopfdruck digital aufrufbar, wodurch betroffene Gäste schnell informiert werden können.

Schon mehr als 75 Unternehmen haben sich für „GastIdent“ registriert, darunter Gastronomen, kulturelle Einrichtungen, Sportstätten und Schulen. Je mehr Betriebe mit dem System arbeiten, umso größer ist der Service für Goslarer und Besucher der Stadt.

„Wir freuen uns über die durchweg positive Resonanz seit Einführung von GastIdent und hoffen, dass wir weitere Unternehmen für diese Lösung begeistern und damit unterstützen können.“, resümiert Marina Vetter, Geschäftsführerin der GOSLAR marketing gmbh.

Unternehmen können sich jederzeit kostenlos registrieren und bei GastIdent einsteigen. Alle wichtigen Informationen und ein kurzes informatives Video zur Nutzung gibt es unter https://goslar.gastident.de/.

Wo die Campingfreiheit anfängt und wo sie aufhört

PiNCAMP veröffentlicht die wichtigsten Gesetze und Regelungen zu Wildcamping in Deutschland und Europa

Berlin (ots)Deutschland: Übernachten im Freien möglich, Camping nur auf Campingplätzen – Skandinavien: Flexible Regeln für freies Camping mit dem Jedermannsrecht – Italien und Österreich: Wildcamping total verboten

Freies Stehen, wildes Camping, Übernachten in der freien Natur. Dorthin fahren und dort bleiben, wo es einem gefällt und das Camperleben genießen.

Das kann teuer werden: Wildcamping im Wald. Die Rechte für Fotos und Abbildungen liegen bei der ADAC Camping GmbH. Quellenangabe: „obs/PiNCAMP powered by ADAC/PiNCAMP / Adobe Stock“

Wer mit Wohnwagen, Zelt oder Reisemobil unterwegs ist, sehnt sich nach diesem Gefühl der Freiheit, der Campingfreiheit. Allerdings ist es nicht überall, wo es besonders schön ist, auch gestattet, zu campen. Wer sein Zelt einfach so in einem abgeschiedenen Waldstück aufschlägt oder sein Wohnmobil an einem reizvollen Strandabschnitt abstellt, kann in ernsthafte Schwierigkeiten geraten und wegen unerlaubten Kampierens mit hohen Bußgeldern belegt werden. Die Campingexperten von PiNCAMP (https://www.pincamp.de), dem Campingportal des ADAC, haben zusammengetragen, wo und unter welchen Umständen freies Camping in Deutschland und Europa möglich und wo Wildcamping verboten ist (https://www.pincamp.de/magazin/ratgeber/fuer-einsteiger/wildcampen-in-europa-gesetze).

In Deutschland dürfen Camper zur „Wiedererlangung der Fahrtüchtigkeit“ am Straßenrand in ihrem Reisemobil übernachten, sofern längeres Parken nicht verboten ist. Campingähnliches Verhalten, wie Campingtisch mit Stühlen vor das Wohnmobil zu stellen oder die Markise auszufahren, ist nicht erwünscht, da es laut Gesetz ja darum geht, die Fahrtüchtigkeit wiederherzustellen. Außerdem wird generell von einer Ruhepause von maximal 10 Stunden ausgegangen. Eine Übernachtung ist also in der Regel kein Problem, wenn es am nächsten Tag wieder weitergeht.

Im europäischen Ausland sind die Regelungen für wildes Camping und freies Stehen höchst unterschiedlich. So ist in Italien oder Österreich das Kampieren außerhalb von Camping- und Stellplätzen grundsätzlich verboten. Wer dort beim Wildcamping erwischt wird, muss mit Bußgeldern in Höhe von bis zu mehreren tausend Euro rechnen.

Ganz anders sieht es in Schweden und Norwegen aus, wo das Jedermannrecht freies Camping in der Natur gestattet. Diese Regelung bezieht sich aber in erster Linie auf Zelturlauber. Wohnwagen oder Reisemobile müssen auch in diesen Ländern auf speziell gekennzeichneten Flächen abgestellt werden.

„Wer sich vor Antritt der Campingreise bei PiNCAMP über die Gesetze und Regelungen zum Wildcamping informiert, ist auf der sicheren Seite und kann seinen Campingurlaub unbeschwert genießen“, berichtet Uwe Frers, Geschäftsführer der ADAC Camping GmbH und des Campingportals PiNCAMP. „Grundsätzlich kann man sagen, dass man nur dort campen sollte, wo es ausdrücklich erlaubt ist. Also auf Camping- und Biwakplätzen oder auf für Camping gekennzeichneten Flächen.“

Service

Outdoor-Etikette, Regeln und Gesetze fürs Draußensein beim Camping: https://www.pincamp.de/magazin/ratgeber/fuer-einsteiger/outdoor-regeln-draussen-camping

Achtung Sturmgefahr! – Warnung vor dem Betreten der Wälder!

Gefahr durch abbrechende Äste und umstürzende Bäume

Ab dem Dienstagabend des 25.8.2020 besteht eine amtliche Sturmwarnung. Der erste Herbststurm namens „Kirsten“ wird über Deutschland hinwegziehen. Das bedeutet Windböen bis 90 km/h im Flachland, auf dem Brocken werden bis zu 120 km/h erwartet.

Dadurch besteht im Wald eine akute Gefahr für Leib und Leben, weil Äste herunterfallen oder sogar Bäume entwurzelt werden können. Während des Sturmes und auch die ersten Tage danach sollte deshalb auf Waldbesuche unbedingt verzichtet werden, bis evtl. umgestürzte Bäume geräumt sind und noch in den Kronen hängende Äste herabgefallen sind. 

Die Hitze und Trockenheit in Verbindung mit dem Borkenkäfer hat die Wälder destabilisiert. Ein neuer Aspekt ist vor dem Hintergrund der Klimakrise im Wald auch die zunehmende Schwächung und das Absterben von Laubbäumen. Gerade die Laubbäume sind in der Zusammenbruchphase aufgrund ihrer Wuchsstruktur sehr unberechenbar.

Bitte nehmen Sie die Warnungen ernst!

Die Nationalparkverwaltung wird sich bemühen, zugebrochene Wege zeitnah wieder für die BesucherInnen zu öffnen.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_08_25_Sturmwarnung/

Nationalpark Harz warnt vor Waldbrandgefahr

Aufruf zu achtsamen Verhalten zur Verhütung von Waldbränden

Das derzeitige warme und trockene Wetter lässt die Waldbrandgefahr auch im Harz kritisch ansteigen. Die Gefahr wird nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes (1 gering bis 5 sehr hoch) eingeschätzt. Tagesaktuelle Informationen können Sie ganz einfach auf der Webseite www.agrowetter.de erhalten, dort finden Sie auch Prognosen für die Folgetage.

Die Wetterprognosen sagen für die nächste Woche eine Hitzewelle mit extremen Temperaturen und weiterhin ausbleibenden Niederschlägen voraus. Hitze und intensive Sonneneinstrahlung trocknen den Waldboden zusätzlich aus.

Wie die Landesforsten der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Niedersachsen bittet auch der Nationalpark Harz die Bevölkerung gerade in diesen Tagen um Mithilfe bei der Waldbrandverhütung. Hier sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe!
  • Rauchverbot im Wald!
  • Das wilde Campen im Wald ist verboten!
  • Autos nicht über trockenem Gras abstellen!
  • Waldeinfahrten sind auch Rettungswege, daher dürfen sie nicht zugeparkt werden!
  • Jeden Waldbrand unter der Notrufnummer 112 sofort melden!

Für das bevorstehende Wochenende ist mit einem starken Gästeandrang auf den Harz zu rechnen. Nicht alle Gäste halten sich erfahrungsgemäß an diese Regeln und daher ist es wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger mithelfen, Fehlverhalten zu beobachten und auch zu korrigieren. Bitte sprechen Sie Ihre Mitwanderer beispielsweise an, wenn Sie bemerken, dass sich jemand ggf. unwissentlich falsch verhält. Das kann vielleicht sogar Menschenleben retten! Denn derzeit ist es eine wachsende Unsitte, illegal die Wege zu verlassen, in der freien Natur zu campen oder sogar Feuer zu machen. Das ist strikt verboten und so ein Fehlverhalten wird streng geahndet. Die Waldgesetzgebung der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie die Nationalparkgesetze haben dazu klare Regelungen. Zuwiderhandlungen können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden.

Sowohl in den Landesforsten als auch im Nationalpark gibt es ein Netz von sog. Rettungspunkten, die gut sichtbar an markanten Plätzen angebracht wurden. Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte eine kleine Feuerstelle schnellstmöglich selber löschen und/oder den Waldbrand unverzüglich melden. Zur Orientierung und Kontaktaufnahme helfen dabei diese Rettungspunkte.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_08_07_Waldbrandgefahr/

Nachhaltiges Mobilitätsangebot: Wernigerode für Urlauber ohne eigenes Auto ganz vorne

ADAC Befragung zu nachhaltigem Mobilitätsangebot in Tourismusorten:

Wernigerode für Urlauber ohne eigenes Auto ganz vorne

Blick vom Schloss auf Wernigerode

Beim Urlaub im ländlichen Raum von der An- bis zur Abreise ohne eigenes Auto komfortabel und nachhaltig mobil sein – das geht noch längst nicht überall, aber es geht in Wernigerode. Die „bunte Stadt am Harz“ hat sich in einer aktuellen ADAC Befragung zur nachhaltigen Mobilität gegen 19 andere Tourismusorte in ländlichen Gemeinden als Klassenbester durchgesetzt. Bahnanschluss, Fernbushaltestelle, Hol- und Bringservice für Personen und Gepäck, Fahrrad- und E-Auto-Verleih sowie Öffi-Rabatte mit der Gästekarte – diese und viele weitere Kriterien hat Wernigerode erfüllt. Damit ist eine lückenlose Reisekette, die den autofreien Urlaub im ländlichen Raum so attraktiv macht, gewährleistet. Abgerundet wurde das Angebot durch kurze Bus-Wartezeiten, ausreichend Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sowie ausreichend Reise- und touristische Informationen, analog und digital.

In vielen anderen befragten Orten gleicher Größe sah das ganz anders aus. Fehlende Haltestellen, besonders für Fernbusse, keine Unterstützung für die letzte Meile von der Ankunft zur Unterkunft und kein Gepäcktransport waren nur einige der Punkte, die der ADAC beim Mobilitätsangebot vor Ort vermisst. Immerhin, Orts- und Linienbusse, einen Taxi-Service und Informationen zur klimafreundlichen An- und Abreise gibt es in allen 20 Orten. Darüber hinaus sind die Unterschiede groß, doch es gibt in jeder Stadt auch positive Bemühungen für mehr Klimaschutz und nachahmenswerte Angebote, wie z. B. Bedarfs- oder Bürgerbusse, elektrisch betriebene Busse bzw. den Verleih von E-Rollern und Lastenrädern. Allerdings ist noch Luft nach oben.

Zweit- und Drittplatzierte der Befragung hinter Wernigerode sind Bad Mergentheim und Oberstdorf, den letzten Platz belegt Haren an der Ems.

Klimaschutz ja – umweltbewusstes Reisen auch?

Mehr als die Hälfte der Deutschen hält den Klimaschutz für das drängendste Problem der Gegenwart. Doch wie verhält es mit dem umweltbewussten Reisen? Kann man in Deutschland ohne eigenes Fahrzeug komfortabel in ländlichen Regionen Urlaub machen? Der ADAC hat bundesweit 20 Tourismusorte mit maximal 150 Einwohnern pro Quadratkilometer zu nachhaltigen Mobilitätsangeboten befragt. Alle Gemeinden weisen in ihrem Bundesland die jeweils höchsten Übernachtungszahlen im ländlichen Raum auf. In der Befragung zwischen dem 8. Januar und 5. Februar ging es um insgesamt 27 Kriterien aus den Bereichen An- und Abreise, Mobilität vor Ort sowie Information und Kommunikation.

Die ausführlichen Ergebnisse der Befragung sind unter hier nachzulesen.

Web: ADAC.de

Wald im Wandel zur neuen Wildnis

Warum tote Bäume nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis einläuten

Ausgedehnte Wälder im Wandel zur Wildnis, wertvolle Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen – im Nationalpark Harz darf die Natur ihren eigenen Weg gehen. Dadurch bietet sich die seltene Gelegenheit, den natürlichen Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Natur­wald zu erleben. In einigen Bereichen geht dieser Wandel aktuell sehr rasant von statten und die Waldbilder dieser Übergangsphase wirken auf viele Menschen zunächst befremdlich. Wenn man heute durch den Nationalpark Harz wandert, bietet sich auf einigen Waldflächen tatsächlich ein bizarres Bild. Graue Holzgerippe abgestorbener alter Fichten dominieren die Landschaft und wirken auf zahlreiche Einheimische und Gäste schockierend. Viele sorgen sich um den Wald und stellen Fragen zu seinem Zustand.

Die Antwort auf diese Fragen gibt die Natur selbst. Unser Film erklärt die Zusammenhänge in dieser ganz besonderen Baustelle der Natur. Er gibt Einblicke in den Wandel zur Wildnis, lässt Experten aus anderen Nationalparken zu Wort kommen und zeigt, dass der Wald trotz vieler toter Bäume so lebendig und dynamisch ist, wie selten zuvor – schauen Sie mal rein.

https://www.nationalpark-harz.de

KlosterCard2020 – Kloster Michaelstein

Mit der KlosterCard2020 können Sie 25% bei jedem* Ticket sparen! Sie haben freier Eintritt ins Museum und können das Klosterfest 2020 mit der KlosterCard2020 besuchen!

* Die KlosterCard2020 kostet 25,- €, gilt vom 1.1.-31.12.2020 auf reguläre, nicht ermäßigte Kartenpreise und Sie ist übertragbar. Pro Konzert kann ein Ticket zum KosterCard-Tarif erworben werden.

Außerdem enthalten: Freier Eintritt in unser Museum (außer Veranstaltungen und Führungen) im Jahr 2020 und freier Eintritt zum Klosterfest 2020! Wenn Sie Veranstaltungskarten mit der KlosterCard kaufen möchten: Bitte zunächst die KlosterCard in den Warenkorb legen und bezahlen, anschließend ausdrucken. Die 12-stellige Nummer auf der KlosterCard benötigen Sie, um die ansonsten nicht sichtbaren Preisstufen auswählen zu können.

https://kloster-michaelstein.reservix.de/artikel