Hochwasserschutz Maßnahme im Ilsetal abgeschlossen: Wegesperrung aufgehoben

In der zurückliegenden Woche kam ein Seilkran an den oberen Ilsefällen zu Einsatz, um Totholz aus dem Flussbett zu ziehen.

In der zurückliegenden Woche kam ein Seilkran an den oberen Ilsefällen zum Einsatz. Er wurde durch einen Bagger mit Prozessor (im Vordergrund) unterstützt. (Foto: Martin Baumgartner)

Die vorbeugende Hochwasserschutzmaßnahme im Ilsetal ist bis auf kleine Nacharbeiten abgeschlossen. Die wegen dieser Maßnahme im Bereich der unteren und oberen Ilsefälle von der Bremer Hütte bis hinunter ins Sandtal gesperrten Wanderwege sind wieder freigegeben.
Im Rahmen von Verkehrssicherungsnahmen gefälltes Totholz wurde aus dem Flussbett der Ilse entfernt. Die Bergung des Holzes war aufgrund der schwierigen Geländesituation technisch anspruchsvoll. Sie erfolgte unter Berücksichtigung von Belangen des Naturschutzes und hoher Sicherheitsanforderungen für das Personal durch Fachfirmen.

Technisch sehr aufwendige Methode 

In der zurückliegenden Woche kam unter anderem ein Seilkran an den oberen Ilsefällen zum Einsatz, weil das Holz dort nur mit dieser technisch sehr aufwendigen Methode aus dem tiefen und felsigen Flusstal herausgezogen werden konnte. Der Seilkran arbeitet besonders boden- und böschungsschonend. Er wurde durch einen Bagger mit Prozessor unterstützt.
Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeffke, der auch Vorsteher des Unterhaltungsverbandes Ilse-Holtemme ist, verschaffte sich am vergangenen Mittwoch in Begleitung des zuständigen Nationalparkrevierleiters Lukas Wachsmann einen Eindruck von den Arbeiten. Der Hochwasserschutz im Ilsetal und die von Treibholz möglicherweise ausgehende Gefahr waren dem Bürgermeister ein besonders dringendes Anliegen.

Hintergrund der Maßnahme: Stürme, Hitzewellen und Trockenheit als Folge des Klimawandels haben auch die Fichtenbestände im Ilsetal anfällig für den Borkenkäfer gemacht. Vor allem im Rekordwärmejahr 2018 starben zahlreiche Fichten. Um den beliebten Wanderweg entlang der Ilsefälle für Besucher sicher zu halten, führte die Nationalparkverwaltung im Jahr 2021 umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen durch. Unter anderem wurden dabei zum Lichtraum über dem Fluss gewachsene Fichten gefällt. Aus Sicherheitsgründen erfolgte die Fällung in Wuchsrichtung – also Richtung Ilse, um Gefahren für die ausführenden Mitarbeiter zu minimieren.
Die langen, verkeilten Stämme im Flussbett stellten aktuell keine Gefahr dar. Erst wenn sie verwittern, könnten treibfähige Holzstücke zu Anstauungen führen. Um das zu verhindern, bot die Nationalparkverwaltung Harz im Rahmen eines gemeinsamen Ortstermins mit der Stadt Ilsenburg Ende 2021 die Bergung des Totholzes aus den Ilsefällen als präventive Hochwasserschutzmaßnahme an.

WEB: https://www.nationalpark-harz.de