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Halten Mauern etwas auf?

Mit #BerlinBerlin, einem Gastspiel des Theaters Strahl aus der Hauptstadt Berlin, wird beim Festival Theaternatur2019 ein preisgekröntes Sprechtheater auf der Waldbühne in Benneckenstein aufgeführt.

Das Theater Strahl aus Berlin führt im Rahmen des Festivals der darstellenden Künste Theaternatur2019 mit dem Stück #BerlinBerlin ihr preisgekröntes Sprechtheater auf der Waldbühne auf. Foto: Jörg Metzner

Die Geschichte handelt vom Bau der Berliner Mauer und wie der „Antifaschistische Schutzwall“ eine Familie über Jahrzehnte zerreißt. Und dann ist plötzlich die Grenze offen. Benneckenstein (thea). Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Luft-Preis für die „beste Berliner und Potsdamer Aufführung des Jahres 2018 und nominiert für den Ikarus-Preis wirft in dem Theaterstück nicht nur ein Blick auf die Geschichte der Berliner Mauer geworfen. Sondern auch darauf, was die Bewohner in der geteilten Stadt voneinander trennte. Und auf vieles, was in der Zeit zwischen Mauerbau und -öffnung dort alles passierte. Die Besucher auf der Waldbühne werden erfahren, dass Ingo wird am 13. August 1961, genau am Tag des Mauerbaus, in Ost-Berlin geboren wurde. Seitdem wird die Existenz des „Antifaschistischen Schutzwalls“ sein gesamtes Leben bestimmen. Seinen Vater wird er niemals kennenlernen, was ebenfalls mit dem Bau der Mauer zu tun hat. Sein Vater Klaus war am Tag des Mauerbaus gerade in West-Berlin. Er steckt in einer Zwickmühle und entscheidet sich erst einmal zu bleiben, ohne sich bei seiner Freundin oder Mutter zu melden. Ingo wird vaterlos aufwachsen. Dagmar, Ingos Mutter verdrangt das Thema und Klaus seine wahre Herkunft, die er in der neuen Heimat verheimlicht. Er heiratet kurz nach dem Mauerbau und bekommt zwei Töchter, Dagmar bleibt alleinerziehende Mutter. Nach über 20 Jahren kommt es jedoch zu einem folgenreichen Wiedersehen von Klaus und Ingos Onkel Dietmar, der sich stets wie ein Vater um Ingo kümmerte. Die Begegnung in der Transitraststatte Michendorf droht zu eskalieren und Dietmar findet heraus, wo Klaus jetzt wohnt. Als Ingos Großmutter und Mutter von Klaus in Ost-Berlin stirbt, schreibt Dietmar ihm einen Brief nach West-Berlin. Den findet Nicole, die alteste Tochter von Klaus. Er kann seine Vergangenheit nun nicht mehr leugnen. Es kommt zum Bruch zwischen ihm und seiner Tochter. Auf der Beerdigung von Oma Gertrud in Ost-Berlin, treffen sich Ingo und seine Halbschwester. Vier Theaterautor_innen aus Ost und West, geboren vor und nach der politischen Wende, haben in einem kollektiven Schreibprozess mit #BerlinBerlin ein Stück über das Leben in einer geteilten Stadt entwickelt. Die Familiengeschichte in Ost und West stellt die Frage nach dem Sinn von Mauern, die uns trennen und immer wieder neu errichtet werden. Auch heute werden im aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurs Stimmen laut, die nach Mauern rufen, sich von Globalisierung oder Migration bedroht fühlen und von einer Mauer beschützt werden wollen. Aber können Mauern wirklich etwas aufhalten?

Zu erleben ist #BerlinBerlin ist am 21. August von 20.30 bis 22.45 Uhr und einen Tag spater, am 22. August, von 11 bis 13.15 Uhr.

Weitere Informationen zum Stück, allen anderen Veranstaltungen des Festivals Theaternatur2019 auf der Waldbühne sowie Eintrittskarten erhalten Sie unter www.theaternatur.de im Internet.


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