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Halbzeit bei Theaternatur2019

Festival der darstellenden Künste findet noch bis Sonntag statt.

Benneckenstein (thea). Das Publikum bleibt Theaternatur – das Festival der darstellenden Künste auch in seiner fünften Spielzeit gewogen.

Benneckenstein 20190805 – Aufführung „Die Legende von Sorge und Elend“ ist eine der beiden tragenden Eigenproduktionen beim THEATERNATUR 2019

Auch Regen und eine deutliche Abkühlung konnten der Beliebtheit nichts anhaben. „Wir hatten zwar auch mit Wetterunbilden zu kämpfen, mussten aber bisher keine unserer Aufführungen abbrechen. Wir hoffen, dass das bis zum Ende der diesjährigen Spielzeit am kommenden Sonntag auch so bleibt“, betont der Künstlerische Leiter des Festivals, Janek Liebetruth. Über die Hälfte der Aufführungen sind beim diesjährigen Theaternatur – Festival der darstellenden Künste gespielt.

Benneckenstein 20190805 – Aufführung „Die Legende von Sorge und Elend“ ist eine der beiden tragenden Eigenproduktionen beim THEATERNATUR 2019 – Festival der darstellenden Künste auf der Waldbühne in Benneckenstein. Hier ein Probenfoto in der Besetzung Beate Fischer (Mutter Ines), Thea Rasche (Tochter, Lisa), Martin Molitor (Vater, Klaus) und Jan Jaroszek (Sohn, Stefan). Foto: Frank Drechsler Urheberrechte/ © Frank Drechsler,

Regen sorgte für die eine oder andere Unterbrechung, ganz abgebrochen werden musste aber keine Aufführung. Geht es nach den Theaterleuten, Schauspielern, Helfern und Publikum, soll das nach Möglichkeit auch so bleiben. Denn noch bis zum kommenden Sonntag stehen einige Theaterstücke auf dem Programm.

So können die Besucher neben die beiden Eigenproduktionen des Festivals „Die Legende vom Glück ohne Ende“ und „Die Legende von Sorge und Elend“ beispielsweise noch ein ganz besonderes Gastspiel erleben.
Mit #BerlinBerlin kommt nämlich das Theater Strahl aus der Hauptstadt in den Harz. Im Gepäck haben die Hauptstädter damit ein preisgekröntes Sprechtheater, welches ab Dienstag zweimal auf der Waldbühne in Benneckenstein aufgeführt wird. Die Geschichte handelt vom Bau der Berliner Mauer und wie der „Antifaschistische Schutzwall“ eine Familie über Jahrzehnte zerreißt. Und dann ist plötzlich die Grenze offen. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Luft-Preis für die „beste Berliner und Potsdamer Aufführung des Jahres 2018 und nominiert für den Ikarus-Preis wirft in dem Theaterstück nicht nur ein Blick auf die Geschichte der Berliner Mauer geworfen. Sondern auch darauf, was die Bewohner in der geteilten Stadt voneinander trennte. Und auf vieles, was in der Zeit zwischen Mauerbau und -öffnung dort alles passierte. Auch heute werden im aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurs Stimmen laut, die nach Mauern rufen, sich von Globalisierung oder Migration bedroht fühlen und von einer Mauer beschützt werden wollen. Aber können Mauern wirklich etwas aufhalten?

Zu erleben ist #BerlinBerlin ist am 21. August von 20.30 bis 22.45 Uhr und einen Tag später, am 22. August, von 11 bis 13.15 Uhr.
Ebenfalls noch zweimal werden die beiden tragenden Eigenproduktionen des Festivals gespielt. In diesem Jahr ist das zum Einen „Die Legende von Sorge und Elend“, ist ein von Sören Hornung geschriebenes Kammerstück in drei Akten. Es spielt im Jahr 2015. Zwei Frauen und zwei Herren. Eine Familie. Eltern und deren Kinder. Der Vater war einst Grenzer, die Mutter überzeugte Kommunistin. Die Familienharmonie gerät an ihre Grenzen, als die Kinder plötzlich anfangen, Fragen zu jener Zeit zu stellen. Die Eltern weichen Antworten aus, sträuben sich. Es geht um das Auseinandersetzen mit ehemals zwei verschiedenen Systemen, der Vergangenheitsbewältigung und dem jahrelangen Herumtragen von Schuld. Das Stück wird am kommenden Donnerstag und letztmalig am Freitag, jeweils um 20.30 Uhr, aufgeführt.
Das zweite Stück ist „Die Legende vom Glück ohne Ende, die auf dem bekannten DDR-Klassiker „Die Legende von Paul und Paula“ basiert. Die Inszenierung greift die Erzählung von Film und Roman gleichermaßen auf und lässt das „schönste Liebespaar des Ostens“ auf der Freiluftbühne Benneckenstein, zwischen mythischem Harzwäldern und liebestollen Waldwesen erwachen. Ein musikalischer Abend über das Rauschhafte, das Nichtalltägliche, den „Anti-Trott“ der Liebe, „wie Paul sagt.“ Eine atemberaubende Achterbahnfahrt durch politische Zeiten, die uns eingeschrieben sind und Gefühlswelten von Menschen, die wir sein könnten. Und vielleicht kann man ja doch alles haben!? Zu erleben ist das Stück an den letzten beiden Tagen des Festivals, Sonnabend und Sonntag, jeweils um 20.30 Uhr. Beide Aufführungen wurden bereits mehrfach in den vergangenen Tagen vom Publikum gefeiert.

Weitere Informationen sowie Eintrittskarten erhalten Sie unter www.theaternatur.de im Internet.


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