Archiv der Kategorie: Umwelt-& Naturschutz

„Nachwuchs”-Gewässerökologen unterwegs

Ferienpass-Aktion mit den Nationalpark-Rangern

Ende Juli versammelten sich elf Kinder aus Braunlage in Oderbrück. Eine Wanderung mit dem Ranger durch den Nationalpark im Rahmen des Ferienpasses stand auf dem Programm.

Der Ausflug wurde über den Kinderschutzbund Braunlage organisiert. Erzählt wurde die Geschichte des fiktiven Nationalpark- Gewässerökologen erzählt, welcher sich vor kurzem das Bein gebrochen hat und nun seiner geplanten Kartierung nicht nachgehen kann. Die Kinder sollten nun ein Teil seiner Aufgaben übernehmen und ihn bei seiner Arbeit unterstützen! Ziel war es, die Quelle der Warmen Bode zu suchen und den Bachverlauf bis nach Braunlage zu kartieren. Es galt herauszufinden, ob der Bach als Lebensraum für die Wasseramsel geeignet ist.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_07_29_Ferienpassaktion/

Eckerlochstieg am Brocken wieder offen

Brücke über Schwarzes Schluftwasser erneuert und Weg freigeschnitten

Der beliebte Eckerlochstieg von Schierke zum Brockengipfel war in den letzten Tagen zwischen Goethebrücke, Brockenbahn und Eckerloch wegen Wald- und Reparaturarbeiten gesperrt.

Seit Mittwoch Mittag ist er wieder für den Besucherverkehr geöffnet. Unter anderem wurde eine in die Jahre gekommene Holz-Brücke über das Schwarze Schluftwasser durch die Mitarbeiter der Nationalpark-Werkstatt erneuert und der Weg von durch Sturm umgeworfenen Bäumen freigeschnitten.

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Wald im Wandel zur neuen Wildnis

Warum tote Bäume nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis einläuten

Ausgedehnte Wälder im Wandel zur Wildnis, wertvolle Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen – im Nationalpark Harz darf die Natur ihren eigenen Weg gehen. Dadurch bietet sich die seltene Gelegenheit, den natürlichen Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Natur­wald zu erleben. In einigen Bereichen geht dieser Wandel aktuell sehr rasant von statten und die Waldbilder dieser Übergangsphase wirken auf viele Menschen zunächst befremdlich. Wenn man heute durch den Nationalpark Harz wandert, bietet sich auf einigen Waldflächen tatsächlich ein bizarres Bild. Graue Holzgerippe abgestorbener alter Fichten dominieren die Landschaft und wirken auf zahlreiche Einheimische und Gäste schockierend. Viele sorgen sich um den Wald und stellen Fragen zu seinem Zustand.

Die Antwort auf diese Fragen gibt die Natur selbst. Unser Film erklärt die Zusammenhänge in dieser ganz besonderen Baustelle der Natur. Er gibt Einblicke in den Wandel zur Wildnis, lässt Experten aus anderen Nationalparken zu Wort kommen und zeigt, dass der Wald trotz vieler toter Bäume so lebendig und dynamisch ist, wie selten zuvor – schauen Sie mal rein.

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Einmal Wald, immer Wald

Gelebte Inklusion auf dem Arbeitsmarkt im Nationalpark-Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle bei Braunlage

Ab dem 1. März 2020 arbeitet Robin Hintze nach einigen Probeeinsätzen und zwei Praktika auf einem Arbeitsplatz außerhalb der Lebenshilfe-Werkstatt in der Nationalpark-Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle.

Für den 21-jährigen Hohegeißer ändert sich am Arbeitsalltag dabei nichts, denn schon längst ist er fester Bestandteil des Waldarbeiterteams.

Auf die Frage hin, wie viele Mitarbeiter die Brunnenbachsmühle hat, zählt das Team auf: „Sechs Waldarbeiter, zwei Hauswirtschafterinnen, eine FÖJ-lerin, einen Leiter und einen Robin!” Der blonde Robin Hintze strahlt über das ganze Gesicht, seine Kollegen lachen, alle sprudeln vor Anekdoten aus dem gemeinsamen Arbeitsalltag: So sieht gelebte Inklusion aus!

Seit mittlerweile zwei Jahren hat Robin die Arbeit des forstwirtschaftlichen Helfers in Praktika kennengelernt. „Ich helfe beim Bäumepflanzen, beim Gewächshausgießen und auch bei der Betreuung der Schülergruppen. Mir macht hier alles Spaß”, zieht Robin Hintze sein Zwischenfazit. Von Anfang an war er fleißig, hilfsbereit und brachte eine gewisse Pfiffigkeit mit. „Robin weiß immer, wo etwas liegt und welcher Schlüssel in ein Schloss passt und Schlüssel haben wir viele”, sagt Stephanie Klinge, Forstwirtin der Brunnenbachsmühle. Alle begegnen sich auf Augenhöhe, das Team ergänzt und unterstützt sich. In den Pausen setzen sich seine Kollegen mit Robin an den Tisch und üben mit ihm Lesen und Rechnen, zwei Dinge die ihm aufgrund seiner Beeinträchtigung schwer fallen.

Damit er seiner Wunscharbeit nachgehen kann, unterstützt ihn die Lebenshilfe Goslar. „Wir stehen Robin Hintze beratend im Arbeitsalltag zur Seite, haben mit ihm einen Motorkettensägen-Lehrgang gemacht und für die Beförderung mit dem Taxi gesorgt, da die Busverbindungen morgens sehr schlecht sind”, berichtet Daniela Schmidt, eine von vier Arbeitsbegleitern bei der Lebenshilfe Goslar. Derzeit ist Robin dabei den Rollerführerschein zu machen, um künftig ohne Taxibeförderung zur Arbeit zu kommen. Auch hierbei erhältt er Unterstützung durch die Lebenshilfe und seine Arbeitskollegen.

Anfängliche Bedenken, ob die Zusammenarbeit funktionieren wird, waren da, haben sich aber schnell zerschlagen. „Wir haben den Schritt nicht bereut. Robin ist für das Team eine echte Bereicherung”, so Thomas Schwerdt, Leiter des Jugendwaldheims. „Er wird von den Schülern, die uns hier besuchen, respektiert und als vollwertiger Mitarbeiter wahrgenommen.”

Während der Wintermonate gibt es im Wald weniger zu tun, dann arbeitet Robin Hintze in der Holzverarbeitung der Lebenshilfe Goslar. Für ihn nur eine Übergangslösung, denn er liebt die Arbeit unter freiem Himmel. Seine Wünsche für die Zukunft: „Den Rollerführerschein machen und weiter in der Brunnenbachsmühle bleiben.”

Robin Hintze und das Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle sind ein gutes Beispiel dafür, wie Inklusion auf dem Arbeitsmarkt funktionieren kann. Die Lebenshilfe unterstützt Arbeitgeber bei der Suche nach einem passenden Mitarbeiter mit Beeinträchtigung und begleitet den gemeinsamen Arbeitsalltag so weit wie nötig. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.nds-inklusiv.de.

Traurige Nachrichten aus dem Luchs-Gehege des Nationalparks Harz

Drei Luchse entlaufen, ein Tier ist tot – Luchsfütterung entfällt bis auf Weiteres

Durch Orkan Sabine sind zwei alte Buchen auf das Luchsgeheges an den Rabenklippen bei Bad Harzburg gefallen und haben Zäune beider Gehegeteile zerstört. Ein Tier – der 15 jährige Tamino – wurde dabei getötet.

Drei weitere Luchse befinden sich auf freiem Fuß. Das Gehege bleibt zunächst für Besucher gesperrt, die öffentlichen Luchsfütterung entfallen bis auf Weiteres.

Nach den entlaufenen Tieren wird nun gesucht. Luchs-Projektleiter Ole Anders schätzt die Überlebenschancen der ausgebrochenen Tiere zunächst als gut ein. “Es gibt eine gute Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Weile klar kommen. Sie sind gut genährt und können auch ohne Jagderfolg ca. zwei Wochen überstehen”. Das größere Risiko sieht der Luchs-Experte des Nationalparks Harz in möglichen Rivalenkämpfen mit wildlebenden Luchsen, in die die Tiere in der aktuellen Paarungszeit geraten könnten.

Bitte melden Sie Hinweise auf den Verbleib der Tiere oder aktuelle Sichtungen direkt an Ole Anders unter der Telefonnummer 0170 206 1123 oder an die Nationalpark-Zentrale unter 03943 5502-0.

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Neues von der Waldentwicklung des Nationalparks Harz im Klimawandel

Eichenpflanzung und Bucheckernernte

Das milde Januarwetter wird im Nationalpark Harz aktuell weiter zum Pflanzen genutzt. So werden z. B. im Revier Ilsenburg auf einem extrem trockenen und steinigen Hang kleine Eichen gepflanzt, die vor den Fichtenforsten dort die natürliche Waldgesellschaft bildeten.

Kurz vor Jahresende 2019 wurde zudem die Ernte der Bucheckern im Nationalparkrevier Scharfenstein abgeschlossen. Das Ergebnis von 75 kg nimmt sich auf den ersten Blick sehr bescheiden aus. Nach der langen Trockenheit und Hitze des Jahres 2018 konnten tatsächlich nur wenige Bäume beerntet werden. Doch vor dem Hintergrund der gewaltigen Aufgaben der Waldumwandlung im Nationalpark und landesweit ist jede geerntete Buchecker nahezu wie “Goldstaub”. Das Saatgut wurde zur Lohnanzucht in eine Baumschule gebracht, um Jungpflanzen für zukünftige Pflanzaktionen heranzuziehen.

Buchen im Klimastress

75 kg: das bedeutet ca. 75.000 kleine Buchen, die ab diesem Herbst gepflanzt werden können. In Fläche ausgedrückt lassen sich damit auf ca. 35 ha Laubwaldinitiale, d.h. kleine Bäumchen, einbringen, so Sabine Bauling, die Fachbereichtsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Die vergangenen beiden trockenen Jahre haben nicht nur den Fichten zugesetzt. Zunehmend sind auch an den Buchen und anderen Laubhölzern Auswirkungen der Extremwitterung sichtbar.

Bereits das dritte Mal hintereinander kündigt sich gerade bei der Buche ein starker Blütenansatz an. Bei sonnigem Wetter zeigt ein Blick in die Buchenkronen dicke glänzende Knospen. Das ist sogar mit bloßem Auge erkennbar, aber ein Fernglas ist da natürlich besser.

Drei Jahre hintereinander Baumblüte – das ist nicht normal. Es ist auch ein Zeichen der klimatischen Veränderungen um uns herum.

Normalerweise gibt es Buchenvollmasten alle 5 bis 6 Jahre, dazwischen auch mal „Halbmasten” oder „Sprengmasten”. Die Bezeichnung „Mast” geht auf das Mittelalter zurück, als noch Haustiere zur Weide in die Wälder geschickt wurden – vornehmlich Schweine, die sich an den Bucheckern und Eicheln mästen sollten. „Halbmast” bedeutet, dass nur ca. die Hälfte der Bäume Samen tragen und „Sprengmast” nur versprengte Einzelbäume.

Die verstärkte Baumblüte ist letzten Endes eine Stressreaktion der Bäume. Sie setzen alles daran, ihre Art zu erhalten und reagieren somit u.a. mit verstärkter Blüte und Fruktifikation.

Hintergrund: Pflanzungen im Nationalpark?

Der Nationalpark Harz ist ein Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, in einigen Bereichen unterstützt der Nationalpark die Rückkehr der ursprünglich in tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder noch durch Pflanzungen.  Diese jungen Laubbäume sollen zu Samenbäumen für die zukünftigen wilden Naturwälder heranwachsen.

Allein von 2008 bis 2019 wurden rund 4,7 Mio. Rotbuchen und weitere heimische Arten im Nationalpark gepflanzt. Diese Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 40 % der Schutzgebietsfläche ein. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – hier in der aktuell 60 % umfassenden Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie.

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Haus der Natur wird zum HarzWaldHaus!

Einrichtung aktuell geschlossen – Neue Ausstellung eröffnet im Frühjahr 2020

Im ehemaligen Haus der Natur im Kurpark von Bad Harzburg entsteht gerade eine nagelneue interaktive Walderlebnisausstellung – die Ab- und Umbaumaßnahmen haben Anfang der Woche begonnen.

Das Haus ist deshalb aktuell geschlossen. Unter dem neuem Namen HarzWaldHaus wird es im Frühjahr 2020 wiedereröffnet!!! Sie dürfen gespannt sein…

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Naturerlebnis-Programm 2020 des Nationalparks Harz ist online

Fast 1000 Termine und Veranstaltungen für Natur-Fans

Das Naturerlebnis-Programm 2020 des Nationalparks Harz steht ab sofort als Downloadversion auf unserer Internetseite www.nationalpark-harz.de zur Verfügung.

Etwa 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Auerhuhn- und Borkenkäfer-Sprechstunde, Luchsfütterungen, Fledermaus-Exkursion, Vorträge, z.B. zum Vogel des Jahres, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

Auch 2020 hat der Nationalpark einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema „Der Nationalparkwald auf dem Weg zur Wildnis“ und den Klimawandel gelegt. Schon bisher gab es dazu viele Angebote, doch mit dem fortschreitenden Waldwandel mehren sich die Fragen unserer Gäste dazu. Das neue Angebot der Borkenkäfer-Sprechstunde kommt dem entgegen.

Das Naturerlebnis-Programm enthält zusätzlich zu den Veranstaltungsterminen 2020 wieder viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr. 

Das Programm wird noch vor dem Weihnachtsfest auch in gedruckter Form erhältlich sein.

www.nationalpark-harz.de

Hier als blätterbares eBook:

Hier als Vollbild:
https://harztour.de/travelebook/harz2020/harz.html

Hier als Windows PC .exe Datei:
(einfach kostenlos herunterladen ca. 21MB und offline durchblättern.)
https://harztour.de/travelebook/harz2020/harz.exe

Auch Ihre PDF Datei als blätterbares TraveleBook.de
Informationen unter der E-Mail: presse@dpwa.de anfordern.

Danke.

Noch zwei Wochen bis zum Bewerbungsschluss „Open-Air“-Semester im Nationalpark Harz

Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2020 bewerben

Spannende Projekte in Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Besucherbetreuung in der wunderbaren Natur des Harzes erwarten dich! Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen und mal etwas Neues ausprobieren wollen. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2020. Unsere Einsatzstellen sind das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, das Natur-Erlebniszentrum HohneHof, das Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg. Weitere Informationen und den Link zur Bewerbung gibt es auf www.umweltpraktikum.com.

Erfahrungsberichte

Leona Köver studiert Angewandte Freizeitwissenschaft. 2019 unterstützte sie im Rahmen eines Commerzbank-Umweltpraktikums das Team am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus im Nationalpark Harz. In diesem Video berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Bewirb dich jetzt!

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Im Nationalpark Harz waren schon zahlreiche Studenten tätig. Ihre Arbeit ist vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Waldwandel zur Wildnis und die Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…. Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Etwa 1700 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden.

Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

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Ein Bergahorn für die Zukunft

Grundschule „Paul Ernst” Elbingerode unterstützt den Nationalpark Harz mit einer Spende

Ein Bergahorn steht stellvertretend für die Spende der Grundschule „Paul Ernst“ in Elbingerode für die Zukunft der wilden Wälder im Nationalpark Harz (Foto: K. Bollmann)

Wenn täglich in allen Medien der Klimawandel und die überall sichtbaren Veränderungen in der Natur ein Thema sind, lässt das auch Kinder nicht kalt. Sie haben Fragen, suchen Antworten und wollen selber Lösungen finden. Im Dezember überreichten sie eine Spende für die Pflanzung junger Laubbäume im Nationalpark Harz, um so die Rückkehr der ursprünglich heimischen Laubwälder in ihre angestammten Areale zu unterstützten.

In der Grundschule „Paul Ernst“ in Elbingerode macht man sich Gedanken über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Natur. Dort wurde im letzten Schuljahr ein „Grünes Klassenzimmer“ ins Leben gerufen. Genau dazu hatte man den alten Schulgarten so umfunktioniert, dass man bei gutem Wetter an der frischen Luft lernen kann. Dabei kamen natürlich auch die Stürme, die Trockenheit und der Borkenkäfer als großes Problem im Harz zur Sprache. Die Kinder berichteten von ihren Besuchen im Nationalpark, schilderten ihre Eindrücke und dachten darüber nach, wie Schüler einer Grundschule aktiv werden könnten. Dabei wurden auch Erinnerungen an zurückliegende Wandertage zum Löwenzahnpfad, Besuche auf dem HohneHof, geführte Projekttage mit Rangern und Förstern und die Teilnahme am Tag der Schulen ausgetauscht. Es gab viel zu erzählen, aber es wurde auch erkannt, dass Hilfe nötig ist.

Selber Bäume pflanzen, das war schnell klar, kam kaum in Frage, da die Kinder für die schwere Arbeit einfach noch zu klein waren. Darum entschied man sich für eine Spende, die für den Kauf von neuen Laubbäumen im Nationalpark Verwendung finden sollte.

Am 16.12.2019 wurde nun nach langer Planung der Spendenscheck von Kindern der Schule, der Schulleiterin  Bettina Borth und Elternvertretern an den Leiter des Nationalparks Andreas Pusch überreicht. Da die eigentliche Idee bereits im Sommer gefasst worden war, hatte der zuständige Revierförster Martin Bollmann Zeit, sich zu überlegen, wie und wo man die Spende besonders gut gebrauchen könnte. Um den guten Gedanken der Kinder zu würdigen, suchte man unter anderem einen großen, frisch gepflanzten Bergahorn aus, den die Kinder von nun an besonders im Blick behalten können. Die fünf anwesenden Kinder übernahmen daher den Auftrag, sich den Standort des Baumes genau einzuprägen und diesen ihren Mitschülern als ein zukünftiges Ziel für Wandertage weiterzugeben.

Nationalpark-Leiter Andreas Pusch nutzte die Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu tun: „Wenn ihr einmal groß seid, trägt auch dieser Baum Früchte und wird sich fortpflanzen. Dann könnt ihr mit euren eigenen Kindern diesen Bergahorn besuchen und aus eurer Schulzeit und eurer Idee, dem Wald zu helfen, erzählen. Der Wald wird sich bis dahin sehr schön entwickelt haben“.

Hintergrund: Pflanzungen im Nationalpark?

Der Nationalpark Harz ist ein Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, in einigen Bereichen unterstützt der Nationalpark die Rückkehr der ursprünglich in tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder noch durch Pflanzungen. Diese jungen Laubbäume sollen zu Samenbäumen für die zukünftigen wilden Naturwälder heranwachsen.

Allein von 2008 bis 2019 wurden rund 4,7 Mio. Rotbuchen und weitere heimische Arten im Nationalpark gepflanzt. Diese Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 40% der Schutzgebietsfläche ein. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – in der aktuell 60% umfassenden Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie.

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Gartenträume-Jubiläum 2020: Sonderausstellung im Schloss Wernigerode

50 Gartenträume aus Sachsen-Anhalt stellen sich vor – der Brockengarten ist auch dabei

Die Sonderausstellung „Leidenschaft für Schönheit – Gartenträume in Sachsen-Anhalt” anlässlich des 20. Geburtstags des touristischen “Gartenträume”-Netzwerks ist bis zum 3. Mai 2020 im Schloss Wernigerode zu sehen.

Seit Oktober 2017 gehört auch der 1890 gegründete Brockengarten auf dem Brockengipfel mitten im Nationalpark Harz zu den 50 „Gartenträumen“. Die Ausstellung erzählt anhand von jeweils drei markanten, wertvollen und überraschenden Objekten etwas über das Wesen und die Einzigartigkeit jeder Parkanlage.



Impressionen der „Gartenträume” zeigt der Trailer zum Ausstellungs-Bildband „Leidenschaft für Schönheit”.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf den Webseiten des Schlosses Wernigerode und der Gartenträume Sachsen-Anhalt.

„Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – was können wir erreichen?“

Nationalpark-Tagung am 21./22. Februar 2020 im Bad Harzburger Schloss Bündheim

Der Frage „Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – was können wir erreichen?“ widmet sich die nächste Tagung des Nationalparks Harz am 21./22. Februar 2020 im Bad Harzburger Schloss Bündheim. Wir freuen uns, wenn Ihr Interesse weckt ist und wir Sie dazu begrüßen dürfen. Die Programmankündigung und den Anmeldebogen finden Sie im unten verlinkten Einladungsflyer.

Vögel wecken das Interesse vieler Menschen und sind schon seit langem Gegenstand von Bemühungen des ehrenamtlichen und institutionellen Naturschutzes. So ist die EU-Vogelschutzrichtlinie ein wesentliches Instrument im europäischen Naturschutz und hat u.a. zur Ausweisung zahlreicher Schutzgebiete mit dem Fokus auf besonders schutzbedürftige Vogelarten geführt.

Wer in Naturschutzgebieten oder Nationalparken in Deutschland unterwegs ist, hat häufig den ersten Gedanken „hier ist die Natur noch in Ordnung“. Doch was können diese Gebiete tatsächlich leisten? Was wissen wir über den Zustand der Vogelarten und ihrer Populationen? Welche Möglichkeiten bieten Großschutzgebiete sowohl in Bezug auf das Monitoring als auch auf den Schutz der Arten? An welchen Stellen müssen gegebenenfalls Abstriche gemacht werden, ob nun aus praktikablen, touristischen oder wirtschaftlichen Gründen? Welche Chancen bieten die Schutzgebiete? Mit dieser umfangreichen Thematik beschäftigen wir uns bei dieser Tagung mit Vorträgen aus verschiedenen Nationalparken sowie weiteren Beiträgen mit besonderem Fokus auf seltene Vogelarten, die auch im Harz immer wieder Thema sind.

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Der Wald ruft – Hör nicht weg!

Manch einer im Harz möchte sagen: der Wald schreit auf. Jahrzehntelange Einwirkungen auf das Klima werden jetzt schmerzlich sichtbar. In einigen Teilen, wo einst herrliches Grün für schattige Wege sorgte, ragen kahle, silbergraue Stämme in den Himmel. Wegschauen geht nicht mehr. Hinschauen ist angesagt. Und Handeln. Dafür sind Mitarbeiter der Forst, des Nationalparks, beauftragte Firmen und Helfer rund um die Uhr im Einsatz.


Wir zeigen Ihnen was momentan im Wald passiert, welche Ursachen vorliegen und vor welchen Herausforderungen die Akteure im Harz stehen. Informieren Sie sich neben möglichen Beeinträchtigungen durch Waldarbeiten auch über touristische Angebote zum Thema Wald im Wandel oder über die unterschiedlichen Arbeitsweisen zwischen Nationalpark und den Wirtschaftswäldern im Harz. Weitersagen hilft! Unterstützen Sie unsere Initiative und verbreiten Sie mit unserer Hilfe Wissen statt Panik.

Weitere und stets aktuelle Informationen finden Sie unter: www.harzinfo.de/derwaldruft