Archiv der Kategorie: Natur & Umweltschutz

Besucher des HohneHofs erleben Insektenvielfalt als spannende Aktion mit Becherlupe und Bestimmungsbuch

Commerzbank-Umweltpraktikantin Lara Wöhlkens betreute Teilnehmer beim Aktionstag zur Artenvielfalt im Nationalpark.

Ein richtiges „Jagdfieber“ stellte sich bei Teilnehmern an einem Aktionstag zur Artenvielfalt am Natur-Erlebniszentrum HohneHof im Nationalpark Harz ein, berichtet Verena Marten, die dort für die Umweltbildung zuständig ist. Auf der nahegelegenen Hohnewiese galt es nämlich für die rund 150 interessierten Besucherinnen und Besucher, heimische Pflanzen- und Insektenarten zu bestimmen.

Teilnehmer der Aktion am HohneHof beim Bestimmen von gefangenen Insekten. (Foto: Verena Marten)

Ausgestattet mit Becherlupen machten sie sich an den Wegrändern der Wiese auf die Suche nach den kleinen Krabbeltieren und den vielen verschiedenen Wildblumen und Kräutern, die dort gedeihen. Die gefundenen Exemplare wurden gemeinsam mit einem Ranger und anderen Mitarbeitenden des HohneHofs bestimmt und auf Plakaten notiert, um so die große Vielfalt auf der Wiese darzustellen. Und viele der begeisterten Teilnehmer waren emsig bestrebt, immer noch eine weitere Art zu finden, die bislang nicht auf der Liste stand. Ziel dieses Aktionstages war es, auf die Artenvielfalt im Nationalpark Harz, deren Relevanz und die Vernetzung der Arten aufmerksam zu machen – was bei den Besuchern auf großes Interesse stieß.

Artenvielfalt auf der Wiese nicht auf den ersten Blick ersichtlich


Um die Betreuung und Begleitung der Gäste kümmerte sich auch Lara Wöhlkens, die derzeit ein Commerzbank-Umweltpraktikum beim Nationalpark Harz absolviert. „Ein junges Paar hat es richtig gepackt, die wollten gar nicht mehr aufhören, Insekten zu suchen“, schildert sie die Entdeckerfreude der Teilnehmer. Die beiden seien sehr stolz darüber gewesen, viele der auf einer Übersicht vorgestellten Arten gefunden zu haben. „Es waren auch sehr viele Kinder da und alle waren total begeistert.“ Bei den Kleineren sei es oft so gewesen, dass die Eltern ein Insekt gefangen hatten und das Kind es dem Ranger zum Bestimmen präsentierte. „Dann lief es zurück zu den Eltern, um stolz den Namen des Insekts zu verkünden“, erzählt Lara schmunzelnd. Eine besondere Motivation für die Mädchen und Jungen war es, die Steckbriefe für die gefundenen Arten auszufüllen. Angst vor Insekten und Spinnen, die auf der Wiese leben, habe keines der Kinder gehabt, betont Lara.
Die Artenvielfalt auf so einer Wiese sei vielen Menschen wohl auf den ersten Blick nicht ersichtlich, vermutet Lara. Auch sie selbst habe bei der Aktion und der Vorbereitung dazu einiges über die Arten gelernt. „Wir hatten bei einem Probesuchen schon einige Tiere gesammelt. Damit kannte ich mich gar nicht aus“, räumt sie ein. „Ich habe mir viel neues Wissen angeeignet. Zum Beispiel auch, wie man die einzelnen Tiere gezielt in einem Bestimmungsbuch finden kann.“

Ranger Lennart Ender und Commerzbank-Umweltpraktikantin Lara Wöhlkens bei der Bestimmung eines Insekts in der Becherlupe. (Foto: Verena Marten)

Lara hat Physik und Biologie auf Lehramt studiert. Nach dem Praktikum steht ihr Referendariat an, sie hat schon eine Stelle in Hamburg.

Einer der Schmetterlinge, die auf der Hohnewiese zu finden sind: Ein gelbwürfeliger Dickkopffalter auf dem Wald-Storchenschnabel. (Foto: Verena Marten)

Das Commerzbank-Umweltpraktikum zum Studienabschluss sei für sie eine willkommene Gelegenheit, vorher noch einige praktische Erfahrungen in der Umweltbildung zu sammeln. So habe sie festgestellt, dass man als Betreuerin bei so einer Aktion gar nicht alles selbst wissen muss: Etwas gemeinsam mit den Teilnehmern herauszufinden, sei für alle eine bereichernde Erfahrung.
Die Vermittlung von Informationen mache ihr Freude: „Ich habe vorher schon Führungen in Museen gemacht und auch Klassen unterrichtet. Hier am Hohnehof ist es aber ein ganz anderes Umfeld. Es ist schön, draußen zu arbeiten. Das würde ich gern in die Schule mitnehmen. Ich finde es wichtig, dass die Kinder die Natur in ihrer Umgebung kennenlernen.“ Viele Kinder hätten nur wenig Berührung mit der Natur, das können man schon am Barfußpfad feststellen: „Das ist für viele Kinder eine völlig unbekannte Erfahrung.“ Viele Schulkinder hätten auch schon ein eigenes Smartphone mit Kamera. „Das gehört heute einfach dazu“, äußert sie sich verständnisvoll für diese Entwicklung. Es sei aber wichtig, die digitalen Medien und die Umwelterfahrung zu verbinden, findet sie. Das könne zum Beispiel mit Bestimmungs-Apps funktionieren.

Weitere Informationen zu den Angeboten am Natur-Erlebniszentrum HohneHof gibt es hier.

WEB: https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/hohnehof/

Ehrenamtliche Unterstützung: Commerzbank-Umweltpraktikum zeigt nachhaltige Wirkung

Ehemaliger Praktikant wechselte in den hauptamtlichen Naturschutz und engagiert sich auch weiter ehrenamtlich.

Bei einer Bergwiesenexkursion des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg führte Leonard Schmalhaus am vergangenen Samstag (11.06.2022) rund 30 interessierte Teilnehmer über die unter Naturschutz stehenden Bergwiesenflächen nördlich von Sankt Andreasberg.

Der passionierte Botaniker Leonard Schmalhaus berichtete detailliert über die dort vorkommenden Pflanzenarten und zeigte den Teilnehmern unter anderem besondere Teufelskrallen. (Foto: Thomas Appel)

Der passionierte Botaniker berichtete nicht nur detailliert über die dort vorkommenden Pflanzenarten, sondern auch über die interessante Entstehungsgeschichte dieser einzigartigen Kulturlandschaft.
Von Juli bis September 2021 verbrachte Schmalhaus noch sein von der Commerzbank finanziell und organisatorisch gefördertes Umweltpraktikum im Nationalparkhaus, das vom NABU Niedersachsen betrieben wird. Nahtlos wechselte er dann zum hauptamtlichen Naturschutz und arbeitet seitdem beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Hannover.

Vielfältiges Angebot wäre ohne ehrenamtlichen Unterstützer nicht möglich

Leonard Schmalhaus hält weiterhin Kontakt zu seiner ehemaligen Einsatzstelle und übernahm gerne die ehrenamtliche Leitung der Bergwiesenexkursion. Thomas Appel, Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg, ist über dieses Engagement hoch erfreut und betont, dass das vielfältige Angebot an Vorträgen und Exkursionen des Nationalparkhauses ohne die ehrenamtlichen Unterstützer überhaupt nicht möglich wäre. Das Commerzbank-Umweltpraktikum leistet daher seit vielen Jahren einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag zur dortigen Umweltbildungsarbeit, der weit über das reine Praktikum hinaus Wirkung entfaltet, betont Appel.

Bei einer Bergwiesenexkursion des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg führte Leonard Schmalhaus, ehemaliger Commerzbank-Praktikant im Nationalpark Harz (rechts, stehend), rund 30 interessierte Teilnehmer über die unter Naturschutz stehenden Bergwiesenflächen nördlich von Sankt Andreasberg. (Foto: Thomas Appel)

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet den Praktikantinnen und Praktikanten die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Weitere Informationen gibt es hier.

WEB: https://www.nationalpark-harz.de

Initiative “ Der Wald ruft“ – Fotospots

#derwaldruft

Insgesamt laden bisher 11 Fotospots im Harz Wanderer ein, den Blick für die dynamischen Naturprozesse im Wald zu schärfen.

So sollen mittelfristig die Veränderungen der Waldentwicklung dokumentiert werden. Die Fotospots in Form von Hinweistafeln wurden durch den Nationalpark Harz, die Niedersächsischen Landesforsten, die Harzer Wandernadel und den Landforstbetrieb Sachsen-Anhalt errichtet und vom Harzer Tourismusverband finanziert. 

Jede der Tafeln ist mit einer Aussparung versehen, die den Fokus auf einen Landschaftsausschnitt lenken, in dem die klimabedingten Veränderungen des Waldes in besonderer Weise sichtbar werden. Interessierte Besucher sind aufgefordert, durch die Aussparung hindurch zu fotografieren und das Foto auf der Social-Media-Plattform Instagram unter dem Hashtag #derwaldruft zu posten.
Durch die entstehende „Fotoreihe“ kann das Pflanzenwachstum und die Naturdynamik in den nächsten Jahren optisch nachvollzogen werden, auch für Gäste, die die Region nicht regelmäßig bereisen.

WEB: https://www.harzinfo.de/naturlandschaft-harz/initiative-der-wald-ruft/fotospots

WaldWandelTage im Nationalpark Harz am 9. und 10. Juli 2022

Für ein besseres Verständnis der sich verändernden Landschaft im Harz

Der Nationalpark Harz lädt alle Interessierten herzlich zu den WaldWandelTagen 2022 ein. Im Rahmen einer öffentlichen Tagung am 9. Juli im Kurgastzentrum in Braunlage beleuchten zahlreiche Expert:innen Themenschwerpunkte rund um die Waldentwicklung im Schutzgebiet und darüber hinaus. Am 10. Juli besteht bei einer geführten Exkursion am Achtermann die Gelegenheit, die Waldentwicklung im Nationalpark Harz noch einmal hautnah zu erleben und die vielfältigen Aspekte einer neu entstehende Wildnis zu entdecken.

WaldWandelTage

Die Wälder im Harz durchlaufen einen tiefgreifenden Wandel. Die Ursachen sind offensichtlich: die menschenverursachte Klimakrise spielt eine wesentliche Rolle, aber auch das menschliche Wirtschaften in der Vergangenheit. Im Nationalpark Harz führt dieser radikale Umbruch zu einem nun sehr schnellen Wandel hin zu großer Naturnähe der früheren großflächig monotonen Wirtschaftswälder. So alarmierend die Ursachen sind, so positiv ist der Effekt für den Nationalpark und mittelfristig auch für dessen Landschaft. Doch die sich so rasch und so tiefgreifend verändernden Landschaftsbilder und die großflächig absterbenden Fichten im Harz ängstigen auch viele Menschen. Touristiker, Wirtschaftsbetriebe und Politiker in der Region machen sich Sorgen über mögliche Konsequenzen. In der öffentlichen Debatte gibt es kontroverse Positionen und viele offene Fragen.

Angesichts der derzeitigen öffentlichen Diskussionen zu Ursachen, Wirkungen und Chancen im Zusammenhang mit dem unter den aktuellen klimatischen Bedingungen rasant fortschreitenden Waldwandel sieht die Nationalparkverwaltung auf regionaler Ebene noch erheblichen Kommunikationsbedarf. Aus diesem Grund veranstaltet der Nationalpark Harz eine öffentliche Tagung „WaldWandelTage“ am 9. Juli 2022 im Kurgastzentrum in Braunlage. Damit will die Nationalparkverwaltung ein Angebot der sachlichen Information machen und damit zum besseren Verständnis in der Öffentlichkeit beitragen.

Einladung an Bewohner der Nationalparkregion und interessierte Öffentlichkeit

Die „WaldWandelTage“ richten sich neben dem geladenen Fachpublikum besonders an die Bewohner der Nationalparkregion und die interessierte Öffentlichkeit.

Im Rahmen der Tagung am 9. Juli 2022 im Kurgastzentrum Braunlage werden die vielfältigen Facetten des natürlichen Waldwandels – insbesondere auch unter den aktuellen klimatischen Entwicklungen – durch ein breit aufgestelltes Spektrum an Fachvorträgen namhafter Expert:innen sowie Mitarbeiter:innen der Nationalparkverwaltung Harz näher beleuchtet. Einer der thematischen Schwerpunkte dabei soll der Waldwandel in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit sein.

Fach-Vorträge

Die Vorträge halten Dr. Franz Leibl, der Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, Prof. Dr. Christian Ammer, Professor für Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen an der Georg-August-Universität Göttingen, Dr. Peter Meyer, Leiter der Abteilung Waldnaturschutz der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in Hann. Münden, Dr. Katharina Tiebel, Expertin für Waldbau an der Technischen Universität Dresden, sowie Carola Schmidt, Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbands, die den Waldwandel im Harz in der Außenperspektive beschreibet, Sabine Bauling, die für die Waldbehandlung zuständige Fachbereichsleiterin der Harzer Nationalparkverwaltung, und Naturschutzbiologin Anne Graser, Doktorandin an der Universität Göttingen, die über die Auswirkungen von Störungen in Wäldern auf Vögel und Nachtfalter berichtet.

WEB: https://www.nationalpark-harz.de

Poetry-Film „Nachhaltiges Netzwerk Leben“

Die Partner der Nationalen Naturlandschaften stellen sich vor

Anlässlich des bundesweiten Dialogforums der Partnerschaften der Nationalen Naturlandschaften „Nachhaltiges Netzwerk Leben“ entstand ein neuer, erfrischender und poetischer Film über die Schutzgebiete und ihre Partner in Deutschland.

In moderner Dicht- und Sprachkunst hat Sandra Da Vina die Schönheit und Vielfalt unserer Naturlandschaften, das nachhaltige Handeln der Partner, aber auch die gemeinsame gesellschaftliche Herausforderung, dem Klimawandel entgegenzuwirken, beschrieben.

Mehr Infos zu den Partnern der Nationalen Naturlandschaften gibt es auf https://partner.nationale-naturlandschaften.de.

Informationen rund um das Partnernetzwerk im Nationalpark Harz und die tollen Angebote der Harzer Nationalparkpartner gibt es auf http://nationalpark-harz-partner.de.

Große Pflanzaktion von Omexon-Beschäftigten

5.000 Bäume im Nationalpark-Revier Hohne gesetzt

Tatkräftige Unterstützung erhielt der Nationalpark Harz vor kurzem von rund 100 Beschäftigten des Unternehmensverbundes Omexon im Rahmen einer Umwelt-Initiative.

Damit verbunden war auch eine Spende des Unternehmens zur Finanzierung der Aktion.

Der französische VINCI Konzern hilft nach eigenen Angaben in Deutschland dabei, die Energiewende ins Netz zu bringen: Seine Unternehmensmarke Omexom, ein Verbund mittelständischer Unternehmen, baut Stromnetze, schließt Windparks an und beteiligt sich am Ausbau der Elektromobilität. Auch außerhalb des Tagesgeschäfts bemüht sich das Unternehmen, für die Umwelt aktiv zu werden. „OUI“, ein großes französisches „Ja“ – so lautet der Name der Omexom Umwelt-Initiative, mit der Omexom seine Mitarbeitenden in Deutschland zu ökologischem Handeln aufruft.

Verschiedene Laubbaumarten gepflanzt

Aktuelles Projekt: Eine Baumpflanzaktion im Nationalpark Harz. „Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt!“ – so warben die Initiator*innen von „OUI“ für ihre Aktionsidee. Spontan sagten ca. 100 Mitarbeitende mit deren Angehörigen aus ganz Nord-, Mittel- und Ostdeutschland zu, bei dieser Aktion Mitte Mai dabei zu sein.

Es ging dabei um die Pflanzung junger Bäume auf einer Fläche im Revier Hohne des Nationalparks Harz. Gepflanzt wurden – natürlich unter fachkundiger Anleitung – verschiedene Laubbaumarten, gezogen in lokalen Baumschulen aus Harzer Saatgut.

Das Ziel, die Marke von 5.000 neu gepflanzten Bäumen, war schneller erreicht, als erwartet. Während die Großen fleißig Setzlinge pflanzten, nahmen Ranger des Nationalparks deren ca. 30 Sprösslinge mit auf Lern- und Entdeckungstour rund um das Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Selbstverständlich pflanzten zum Schluss auch die Kleinen ihre Bäume.

Zum Projekt gehört nicht nur die Pflanzaktion, sondern auch die Übergabe eines Schecks in Höhe von 5.000 Euro an die Nationalparkverwaltung für die Kosten, die mit dieser „Starthilfe für den Wald von morgen“ verbunden sind. Denis Eckler von der Omexom GA Nord GmbH, der Organisator dieser Omexom Umwelt-Initiative, übergab den symbolischen Scheck zum Schluss der Aktion an den Revierleiter Martin Bollmann.

Warum wird in einem Nationalpark überhaupt gepflanzt?

Alle Waldgebiete, so auch der Nationalpark Harz, zeigen die Auswirkungen der Klimakrise mehr als deutlich. In über 70 % des Nationalparks übernimmt die Natur die Regie und zeigt uns, welchen Wald sie unter den heutigen Klimabedingungen eigenständig wachsen lässt. Hier gilt auch im Harz das weltweite Nationalparkmotto: Natur Natur sein lassen.

In den übrigen Bereichen geben wir noch Hilfe zur Selbsthilfe. In tieferen und mittleren Lagen waren einst ausgedehnte Laubwälder heimisch – ihre Rückkehr unterstützen wir durch die Initialpflanzungen, da Samenbäume fehlen. Diese erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 28 % der Schutzgebietsfläche ein.

In den Hochlagen ab etwa 750 Höhenmetern ist die Fichte von Natur aus heimisch. Hier werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt. Hier führt die Natur selbst und erfolgreich Regie. Zahlreiche junge Fichten wachsen bereits ganz aus eigener Kraft nach.

WEB: https://www.nationalpark-harz.de

„Wir sind Natur – entdecken, erleben, verbunden fühlen”: Der 24. Mai ist der Europäische Tag der Parke

Nationalpark Harz lädt ein, bei verschiedenen Veranstaltungen die Naturschätze der Mittelgebirgslandschaft kennenzulernen

Der Nationalpark Harz gehört zu den wertvollsten Landschaften Europas: Als einer der 16 deutschen Nationalparke ist er ein international anerkanntes Naturschutzgebiet der höchsten Schutzkategorie. Als Lebensraum von europäischer Bedeutung ist er auch Teil des europaweiten Schutzgebietsystems „Natura 2000″. Anlässlich des „Europäischen Tags der Parke” am 24. Mai lädt die Harzer Nationalparkverwaltung die Besucher*innen des Großschutzgebietes, aber auch die Menschen, die in der Region leben, ein, bei verschiedenen Veranstaltungen vom 21. bis 25. Mai die Harzer Bergwildnis und die Naturschätze dieser einzigartigen und artenreichen Mittelgebirgslandschaft kennenzulernen.

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„Wir sind Natur – entdecken, erleben, verbunden fühlen”
Schutzgebiete sind ideale Orte, um die Natur zu entdecken und zu erleben. In einem immer stärker urban geprägten Europa können die Menschen sich an diesen Orten erden und fühlen, dass auch sie Teil der Natur sind. Unter dem Motto „Wir sind Natur – entdecken, erleben, verbunden fühlen” zelebriert der diesjährige Europäische Tag der Parke die Bedeutung der Schutzgebiete in Europa als Orte der Entdeckungen und des Staunens, der Abenteuer und zugleich als Quelle der Erholung und Entspannung.
Auf mehr als einem Drittel der Landesfläche Deutschlands leisten die 104 Naturparke, 18 Biosphärenreservate, 16 Nationalparke sowie zwei zertifizierten Wildnisgebiete vereint als Nationale Naturlandschaften einen signifikanten Beitrag für Erholung, Naturerleben und naturverträglichen Tourismus in Deutschland.

WEB: https://www.nationalpark-harz.de

Internationaler Tag der Biodiversität am HohneHof im Nationalpark Harz

Natur-Erlebniszentrum mit buntem Programm und Sonderstempel am 22. Mai 2022

Der 22. Mai ist Internationaler Tag der Biodiversität. Die Artenvielfalt ist neben der genetischen Vielfalt und der Vielfalt der Lebensräume ein Teilaspekt der Biodiversität.

Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof lädt anlässlich dieses Tages zu vielfältigen Aktionen ein. Im Rahmen eines bunten Angebotsprogramms können Gäste einen Blick auf die Entwicklung und Bedeutung der Artenvielfalt im Nationalpark Harz werfen.

Was gibt es zu erleben?

Pflanzenvielfalt im Nationalpark Harz – geführte Wanderung

Begleiten Sie Herrn Dr. Kison auf einer geführten Wanderung im Hohnegebiet zum Thema „Pflanzenvielfalt im Nationalpark Harz”. Erfahren Sie, wie sich die Artenzahlen im Zuge des Waldwandels entwickeln und verändern, wie sich die Artenzusammensetzung der verschiedenen Lebensräume unterscheidet und welche botanischen Schätze unser Schutzgebiet beherbergt.
Am 22.05.22, 10:00 bis ca. 13:00 Uhr, maximal 35 Personen, Treffpunkt: Natur-Erlebniszentrum HohneHof, nur mit Anmeldung unter 0394558640

Artenvielfalt im Nationalpark – Infostand

Informieren Sie sich bei unseren Ranger*innen am HohneHof über die Artenvielfalt im Nationalpark. In einer kleinen Posterausstellung erfahren Sie näheres zur Zusammensetzung der Arten und der Bedeutung des Schutzgebietes für deren Erhalt.
11:00 bis 16:00 Uhr am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Wie viele Arten können wir an einem Tag auf der Hohnewiese finden? – Mitmachaktion für Familien auf der Hohnewiese

Machen Sie sich gemeinsam mit uns auf die Suche nach der Vielfalt der Arten auf der Hohnewiese. Gemeinsam wollen wir die Tier- und Pflanzenarten auf der Wiese beobachten, herausfinden, wie sie heißen und ihre Vielfalt erkunden und Steckbriefe von Ihren Lieblingsarten erstellen.
11:00 bis 16:00 Uhr – gegebenenfalls ist mit Wartezeiten zu rechnen, Treffpunkt an der großen Eiche auf dem Löwenzahn-Entdeckerpfad

Dazu gibt es am HohneHof einen Sonderstempel der Harzer Wandernadel, dieser gilt auch für das “Wildnis-Entdecker”-Abzeichen.

WEB: https://www.nationalpark-harz.de

Waldführerinnen und Waldführer: Ausgezeichnete Kenner des Nationalparks Harz

Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch überreichte in Sankt Andreasberg die „Jahresplaketten“ an die Ehrenamtlichen.

Gruppenbild bei der Auszeichnung der ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführer in St. Andreasberg. Links Nationalpark-Leiter Dr. Roland Pietsch (Foto: Martin Baumgartner)

In der vergangenen Woche wurden die ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführer des Nationalparks Harz im Seminarraum des Bildungszentrums in Sankt Andreasberg ausgezeichnet. Pandemiebedingt war dies die erste Zusammenkunft seit dem Jahr 2019. Somit freuten sich die Ehrenamtlichen sowie auch die Mitarbeiterinnen des Bildungszentrums besonders darüber, dass der neue Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch die Übergabe der Jahresplaketten an die Ehrenamtlichen übernahm. Zuvor informierte Dr. Pietsch sie in einem Kurzvortrag über die aktuellen Entwicklungen im Nationalpark. Bei einem Umtrunk fand am Abend ein entspannter Ausklang der Veranstaltung statt, wobei Dr. Pietsch und die Bildungsmitarbeiterinnen mit den Waldführerinnen und Waldführern ins Gespräch kamen.

Das Waldführer-Programm des Nationalparks startete bereits 1994

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr insgesamt 13 ehrenamtliche Waldführerinnen und Waldführer: Klaus Benninghoff, Regina Biallas, Cornelia Dietz, Maren Knust, Matthias Lenz, Detlef Maus, Hans-Georg Mendel, Wolfgang Rudolph, Wilfried Störmer, Klaus Wachtendorf. Nicht anwesend waren Volker Dübner, Rainer Koch und Carolin Lorenz.

Das Waldführer-Programm des Nationalparks Harz startete bereits im Jahr 1994. Einige der Ehrenamtlichen sind schon seit vielen Jahren dabei und somit wahre Kenner des Nationalparks, insbesondere wenn es um die Beobachtung der spannenden Entwicklungen des Naturraumes im Nationalpark Harz seit dessen Gründung geht. Aktuell sind noch 35 Waldführerinnen und Waldführer registriert.

Die Waldführerinnen und Waldführer nehmen jährlich an verschiedenen Fortbildungen teil, welche durch den Nationalpark Harz angeboten werden. Sie erhalten in Form der „Jahresplakette“ ihre Anerkennung, wenn sie eine bestimmte Anzahl an Fortbildungen besucht haben.

Seit 2021 besteht mit der Ausbildung zum Nationalpark-Guide (Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer*in) eine neue Weiterbildungsmöglichkeit für alle, die Interesse daran haben, Landschaftsführer*in im Nationalpark Harz zu werden. Kontakt: Team Nationalpark-Bildung (Tel.: 05582 9164-0; E-Mail: NLPVH-BIZ@npharz.de)

WEB: https://www.nationalpark-harz.de