Archiv der Kategorie: Kunst & Kultur

Sonderausstellung im Museum: Fast ein Jahrhundert Leben. Werner Hartmann – Chronist der Stadt Halberstadt

Die bedeutende Geschichte des 1200jährigen Halberstadt hat in der Vergangenheit viele Heimatforscher fasziniert, zum großen Teil interessierte Laien aber auch Fachhistoriker.

Einer der bedeutendsten ist und bleibt Werner Hartmann. Er ist ein Zeitzeuge und Chronist der Halberstädter Geschichte und seit 2003 Ehrenbürger der Stadt Halberstadt.

Seine Forschungen umfassen den Zeitraum der letzten 70 Jahre, geben Zeitzeugenberichte wieder, werten Quellen aus, erklären die Folgen und zeigen Schicksale. Im Ergebnis seiner intensiven Sammlungs- und Forschungstätigkeit entstanden zum Teil sehr umfangreiche Dokumentationen, Broschüren, Bücher und Filme. Werner Hartmann hat beispielhaftes geleistet.

Entstanden ist ein umfangreiches Archiv, das die Geschichte Halberstadts in einzigartiger Weise dokumentiert und auswertet. Über 120 veröffentlichte Arbeiten, über 500 unveröffentlichte Arbeiten, zahlreiche Quellensammlungen zur Halberstädter Geschichte und zur Geschichte des gesamten Harzkreises, ca. 10.000 Fotoaufnahmen und 5000 Dias gehören zur einzigartigen Sammlung, die Werner Hartmann in den vergangenen Jahrzehnten zusammengetragen hat. Keine vorhandene Sammlung gibt so ausführlich die Geschichte der 1200jährigen Bischofsstadt Halberstadt wieder, beschäftigt sich mit zahllosen Persönlichkeiten und Sachthemen dieser Stadt. Mittlerweile ist Werner Hartmann 96 Jahre alt. Er hat sich entschlossen, sein einzigartiges Archiv der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im vergangenen Jahr übereignete er seine Sammlung testamentarisch, notariell beglaubigt, nach seinem Ableben der Stadt Halberstadt mit der Auflage, diese als geschlossenes Archiv zu führen und öffentlich nutzbar zu machen.
Um dieses Testament zu erfüllen, wollen wir, die Stadt Halberstadt, bereits zu seinen Lebzeiten versuchen, das Archiv so weit wie möglich zu erschließen und digital zu erfassen, da die einzigartige Möglichkeit besteht, den „Autor der Sammlung noch persönlich in die Aufarbeitung des Archivgutes einzubeziehen.

Nach einem zweijährigen Projekt wird nun erstmals sein Lebenswerk öffentlich in dieser Ausstellung präsentiert.

Anlässlich der neuen Sonderausstellung im Städtischen Museum Halberstadt „Fast ein Jahrhundert Leben. Werner Hartmann. Chronist der Stadt“ und nicht zuletzt in Andenken an die in diesem Jahre vor 75 Jahren erfolgte Zerstörung unserer Stadt, hat der Geschichtsverein die bereits lange vergriffene Publikation von Werner Hartmann „Halberstadt brennt.

Eine Dokumentation über Halberstadt im Luftkrieg 1944-1945, insbesondere über die Zerstörung der Stadt am 8. April 1945″ neu herausgegeben. Ab sofort ist das Buch im Städtischen Museum sowie in der Buchhandlung Schönherr für 13,95 € wieder erhältlich.

Eröffnung: 15. Februar 2020, 15 Uhr

Ausstellungsrundgang: 22. März und 7. Juni 2020, 15 Uhr

Schatzgeschichten bei Kaffee und Kuchen: Ein Chronist erzählt: Werner Hartmann – Der 8. April 19455. April 2020, 15 Uhr

Internationaler Museumstag, 17. Mai 2020 (Eintritt frei), Ausstellungsrundgang, 15 Uhr

Finissage: 16. August 2020, 15 Uhr

http://www.museum-halberstadt.de

„Halberstadt brennt“ – das lange vergriffene Buch von Werner Hartmann

Zur Zerstörung der Stadt wurde anlässlich der Sonderausstellung im Städtischen Museum wieder neu aufgelegt.

Pünktlich zur neuen Sonderausstellung im Städtischen Museum Halberstadt „Fast ein Jahrhundert Leben. Werner Hartmann – Chronist der Stadt“ hat der Geschichtsverein die bereits lange vergriffene Publikation von Werner Hartmann „Halberstadt brennt. Eine Dokumentation über Halberstadt im Luftkrieg 1944-1945, insbesondere über die Zerstörung der Stadt am 8. April 1945“ neu herausgegeben.

Das Städtische Museum will mit dieser Neuauflage an die Zerstörung Halberstadts vor 75 Jahren erinnern, denn mit seinem Buch „Halberstadt brennt“ bietet Werner Hartmann die bisher umfangreichste Aufarbeitung dieses historischen Ereignisses. Durch die Kombination von historischen Fakten, Fotos und Zeitzeugenberichten zeigt er das ganze Ausmaß dieser Katastrophe, die noch lange schicksalshaft nachwirkte, selbst, als schon längst alle Trümmer beräumt waren.
Ab sofort ist das Buch im Städtischen Museum sowie in der Buchhandlung Schönherr für 13,95 € wieder erhältlich.
Zur Eröffnung der Sonderausstellung, am 15. Februar 2020, um 15 Uhr, besteht Möglichkeit das Buch von Werner Hartmann signieren zu lassen.

Begleitend zur Ausstellung findet am Sonntag, 5. April 2020, um 15 Uhr eine „Schatzgeschichte bei Kaffee und Kuchen“ mit Werner Hartmann statt, in der mit dem „Chronisten Halberstadts“ die Zerstörung der Stadt am 8. April 1945 thematisiert und an die grausigen Ereignisse in Konsequenz des Zweiten Weltkriegs erinnert wird.

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Aufruf zur Teilnahme Kreativmarkt im Museumshof zu Ton am Dom geplant

Auch in diesem Sommer erwartet die Gäste von Halberstadt wieder ein hochwertiges Programm zum „Ton am Dom“ Wochenende am 4. und 5. Juli 2020.

Zu erleben sind „Keramik, Kunst und Köstlichkeiten“. Traditionell beteiligt sich auch das Städtische Museum mit freiem Eintritt, Sonderführungen, einem Flohmarkt und kultureller Umrahmung an den Festivitäten.

In diesem Jahr möchte das Städtische Museum zur Ergänzung des vielseitigen Angebots auf dem Domplatz im Vorhof des Museums einen Kreativmarkt veranstalten. Dabei soll Künstlern, Handwerkern und allen kreativen Menschen die Möglichkeit gegeben werden, ihre handgefertigten Waren und Kreationen zum Verkauf anzubieten. Das Museum stellt für Jeden, der sich beteiligen möchte einen kleinen Stand zur Verfügung. Die Standmiete beträgt für beide Tage 15 Euro und kommt einem guten Zweck zugute.
Wer Lust hat, sich an diesem Kreativmarkt zu beteiligen, meldet sich bis spätestens 31. Mai 2020 im Städtischen Museum unter Tel. 03941/551474.

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Ausstellung – Gerd Winner. Goslar – von hier aus

Straßen, Fassaden, Häuserschluchten, Wegzeichen – mit seinen „Urbanen Strukturen“ ist Gerd Winner, 1936 in Braunschweig geboren, weit über Deutschland hinaus bekannt geworden. Neben den Metropolen Berlin und London waren es insbesondere New York und Paris, die seine künstlerische Phantasie bewegt und seine Arbeit seit über 50 Jahren geprägt haben.

Gemeinsam mit dem Künstler, der seit den späten 70er Jahren in Liebenburg, in der Nähe von Goslar, ansässig ist, entstand die Idee, eine neue Werkserie mit Motiven aus dem Stadtraum Goslar zu entwerfen. Die Geschichte dieser mittelalterlichen Stadt mit ihren eindrucksvollen historischen Gebäuden hat Gerd Winner seit langem fasziniert.

Kern der Ausstellung sind 17 neue Bilder von Goslar, auf die der Titel „Von hier aus“ – einen Ausstellungstitel von Kasper König paraphrasierend – anspielt. Ferner gibt sie mit 30 Werken einen Überblick über Winners Serien der Großstädte Berlin, London, Paris und New York.

„Die Stadt ist das Gesicht des Menschen“, so Winners künstlerisches Credo. Hier spiegeln sich die historischen Erfahrungen der Menschen ebenso wie ihre aktuelle Verfassung und ihr Unterbewusstes. Die Außenwelt wird zum Spiegel der Innenwelt. Der Blick auf die Oberflächen – Fassaden, Mauern, Treppen, Asphalt – ist darauf angelegt, ihre verborgene Dimension frei zu legen. Winners menschenlose Städtebilder sind Bilder menschlicher Befindlichkeit.

Ausgangsmaterial seiner Werke sind immer fotografische Abbilder der Wirklichkeit. Mit Doppel-belichtungen, unterschiedlichen Perspektiven oder raffinierten Überblendungen hat Winner eine eigenständige Formensprache entwickelt, mit der er sowohl die Dynamik des städtischen Außenraums darstellt als auch metaphorische Deutungen anregt. So fragen die gewagten Perspektiven von Goslar auch nach der Zukunft einer Stadt, deren Architektur vom Mittelalter geprägt ist.

Zu Winners wichtigstem Medium wurde der Siebdruck in der Symbiose von Malerei, Fotografie und Grafik. Gemeinsam mit berühmten Druckern hat der Künstler diese Technik zu einem eigenständigen künstlerischen Medium entwickelt. Die Arbeiten seiner großen Werkgruppen sind Unikate. Aus der Verwendung von fünf bis neun Farbtönen ergeben sich bis zu dreißig Nuancen. In vielen Arbeitsgängen entsteht im Laufe des Siebdruckverfahrens die reizvolle Farbigkeit von Winners Bildwelt.

Die Goslarer Bildmotive sind 2019 und 2020 in digitaler Printtechnik auf Bütten im Braun- schweiger Druckstudio von Horst und Maximilian Beyrich und Team entstanden. Sie sind der Stadt Goslar gewidmet.

In Kooperation mit der Stadt plant das Mönchehaus Museum eine Publikation zu Winners Stadtansichten von Goslar.

Ausstellungszeitraum: noch bis 03. Mai 2020

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Dienstag bis Sonntag: 11.00 Uhr – 17.00 Uhr
Montag: geschlossen

Einzelpersonen:

  • Erwachsene EUR 5,00
  • Kinder/Jugendliche EUR 1,50
  • VFK-Mitglieder EUR 2,00 (für Besuch der Sonderausstellungen)

Gruppen ab 10 Personen:

  • Erwachsene EUR 4,00
  • Kinder/Jugendliche EUR 1,00

Kontakt & Information

Mönchehaus Museum Goslar
Verein zur Förderung Moderner Kunst e. V.
Mönchestraße 1, 38640 Goslar
Tel. 05321-4948
www.moenchehaus.de

13. Harzer KulturWinter – Wernigerode: Märchenstunde im Schloß Wernigerode

Ort: Rauchsalon Schloß Wernigerode®, Am Schloß 1, 38855 Wernigerode
Termin: 13.2. und 14.2. jeweils um 11 Uhr und um 15 Uhr

Die Märchenfee vom Schloß Wernigerode® lädt Kinder und Familien ein, im Rauchsalon am flackernden Kamin Märchen aus alter und neuer Zeit zu lauschen. Es besteht die Möglichkeit durch einen Aufpreis eine Schloss- und Museumsbesichtigung anzuschließen. Anmeldung erforderlich!

Preis: 3 € pro Person, Schlossbesichtigung nicht inklusive
Infos: Schloß Wernigerode®, Tel. 03943 553030, zentrale@schloss-wernigerode.de www.schloss-wernigerode.de

13. Harzer KulturWinter – Wernigerode: Taschenlampenführung im Schloß Wernigerode

Ein verwunschener Gang durch Gewölbe- und Wohnbereiche – möglicherweise mit
leichtem Gruseleffekt!

Wenn möglich, ist eine Taschenlampe mitzubringen.
Anmeldung erforderlich!

Ort: Rauchsalon Schloß Wernigerode®, Am Schloß 1, 38855 Wernigerode
Termin: 6.2., 13.2., 15.2. und 16.2. jeweils um 17 Uhr

Preis: Erwachsene 9 €, Kinder 5,50 €
Infos: Schloß Wernigerode®, Tel. 03943 553030, zentrale@schloss-wernigerode.de,

www.schloss-wernigerode.de

Hingucker fürs Schraube-Museum – Historische Kirchen Halberstadt in Miniatur

Was lange währt wird gut, so auch in diesem Fall. Schon seit einigen Jahren kooperieren das Städtische Museum und die AFU Privates Bildungsinstitut GmbH. Vor fast zwei Jahren gab es die Idee, die zahlreichen Kirchen unserer Stadt für das Museum in Holz nachzugestalten.

Das Projekt wurde bei der Kommunalen Beschäftigungsagentur Harz eingereicht, bewilligt und gefördert. Die Teilnehmer in der Holzwerkstatt im Bildungsinstitut beschäftigten sich nun mit den zahlreichen Kirchen und Klöstern, die unserer Stadt ein besonderes Ambiente verleihen. Auch untergegangene, nicht mehr vorhandene Kirchen und Klöster wurden in das Projekt mit einbezogen. Nun war es endlich soweit. Bei der Übergabe ließ es sich auch der ehemalige Leiter der AFU Reinhard Theml, der das Projekt mit initiiert hatte, nicht nehmen zu kommen.

Insgesamt 13 Modell von Halberstädter Kirchen und Klöstern, wie der Moritzkirche oder der Dom, aber auch der Laurentiuskirche oder der nicht mehr vorhandenen Paulskirche sind entstanden. Gedacht sind diese wunderschönen Nachbildungen als Tischdekoration bei Veranstaltungen im Städtischen Museum und im Schraube-Museum. Hans-Werner Klein stellte aus dünnen Sperrholzplatten in akribischer Kleinarbeit die Modelle her. Veronika Kutzner übernahm die Sisyphusarbeit der künstlerischen Farbgestaltung. Diese Modelle werden das Auge der Besucher auf sich richten und den Gästen gleichzeitig ein Stück Stadtgeschichte zeigen.

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Halberstadt, Hasenpflug und Laschkewitz-Brehm Reiselust, Entdeckerfreude und Sinn für schöne Dinge

Ein Ausblick auf eine Sammlung ethnografischer Zeugnisse aus aller Welt

Carl Georg Adolf Hasenpflug gehört zu den großen deutschen Malern seiner Generation. Heute zählt er wieder zu einem der bedeutendsten deutschen Maler in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Stadt Halberstadt ehrte Carl Hasenpflug 2002 mit einer ersten, tatsächlich umfassenden Ausstellung seines Werkes aus Anlass seines 200. Geburtstages.

Durch die Ausstellung kam ein Kontakt zur Familie Laschkewitz-Brehm aus Süddeutschland zustande. Sie sind unmittelbare Nachfahren von Carl Hasenpflug.

Sie unterstützten zahlreiche Publikationen des Städtischen Museums zu Hasenpflug und sie verliebten sich in Halberstadt. Eine enge Verbindung entstand.
Seit Frühjahr 2007 suchte Familie Laschkewitz-Brehm nach einer Möglichkeit, ihre auf vielen Reisen zusammengetragenen Sammlungsstücke in einer Ausstellung zu präsentieren.
Es gab eine Idee – den Ausbau der alten Scheune am Schraube-Museum. Das Konzept sah einen Ausstellungsraum für die Sammlung der Familie vor.
Durch die großzügige finanzielle Unterstützung des Ehepaars Laschkewitz-Brehm war eine finanzielle Beteiligung der Stadt nicht notwendig.
Nun wird erstmalig eine Werkschau aus den zahlreichen Schätzen der Familie Laschkewitz-Brehm in der Ausstellungsscheune gezeigt.

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Dreharbeiten am Grünen Band

Filmteam aus Südkorea besuchte den Nationalpark Harz

30 Jahre Grünes Band – damit gingen 2019 die Erfolgsgeschichten des größten zusammenhängenden Naturschutzprojekts durch die Medienlandschaft. Das ehemalige militärische Sperrgebiet der deutschen und europäischen Teilung zieht sich heute als Grünes Band mitten durch Europa und Deutschland und bewahrt heute eine reiche Artenvielfalt. Das einstige Grenzgebiet zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen wurde 2019 zum Nationalen Naturmonument – ein Teil davon verläuft mitten durch den Nationalpark Harz. Das Interesse am Grünen Band ist so groß, dass es auch bis nach Korea reicht – dem ebenfalls zweigeteilten Land, das noch auf seine Wiedervereinigung wartet.  Und so war nach einer Delegation Südkoreas im November bereits im Dezember 2019 erneut Besuch im Nationalpark Harz – ein vierköpfiges Filmteam des südkoreanischen Senders SBS.

Zwei volle Tage war das Filmteam allein im Harz unterwegs, um Eindrücke der vielfältigen Natur am Grünen Band zu sammeln und Akteure entlang des Grünen Bandes zu interviewen. Auf Interesse stießen dabei – neben der Harzer Schmalspurbahn – auch die Aktivitäten des vom BUND betriebenen Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus und des ebensfalls als Nationalpark-Besucherzentrum ausgewiesenen Brockenhauses.

Dr. Friedhart Knolle, Pressesprecher des Nationalparks Harz, führte die Delegationen und Teams durch das Schutzgebiet. „Der Nationalpark Harz bekommt mehrfach im Jahr Besuch aus Südkorea und wenn es die Zeit erlaubt, ist das Besucherzentrum TorfHaus immer ein Ziel, weil es das Grüne Band schwerpunktmäßig thematisiert und der BUND schließlich auch das Projekt aus der Taufe gehoben hat.“

Erstaunt zeigten sich die Gäste, wie schnell sich die Natur aus dem Grünen Band heraus auch auf dem eigentlichen Grenzstreifen erholt hat. „An manchen Stellen würde man gar nicht mehr erkennen, wo einst die Grenze verlief“, so der Diplom-Biologe Dr. Hermann Martens, der im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus tätig ist. Möge es auch in Korea eines Tages so kommen!

Aber auch Gefährdungen wurden während des Besuchs angesprochen. So ist es nach wie vor notwendig, die bestehenden Lücken am Grünen Band zu schließen oder den Status als Nationales Naturmonument auf die noch fehlenden Bundesländer zu übertragen. Der BUND wird sich also weiter am Grünen Band engagieren.

https://www.nationalpark-harz.de

Finissage mit Schatzgeschichte im Städtischen Museum 19. Januar 2020, 15 Uhr Schatzgeschichten bei Wein:

Wie alles begann… 30 Jahre Städtepartnerschaft Halberstadt und Wolfsburg

In den letzten Wochen zeigte das Museum eine besondere Ausstellung, die sich nun ihrem Ende neigt. Im Rahmen des Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Halberstadt und Wolfsburg präsentierten die Fotoclubs aus diesen Städten ihre Bilder, die Bilder ihrer Stadt. Am Ende dieser Ausstellung soll nun noch einmal der Anlass in den Mittelpunkt gerückt werden. Am Sonntag, dem 19. Januar 2020 heißt es dann wieder: Schatzgeschichten bei Wein: Wie alles begann… 30 Jahre Städtepartnerschaft Halberstadt und Wolfsburg.

Vor 30 Jahren wurde ein Vertrag über eine Städtepartnerschaft zwischen zwei Städten, in zwei Ländern, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten, der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik unterzeichnet.
Im Jahre 1988 nahm die Stadt Wolfsburg Kontakt zur ständigen Vertretung der DDR in Bonn und zum damaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR Erich Honecker auf. Immer wieder bemühte sich Wolfsburg und brachte das Thema in zahlreichen Schreiben und bei persönlichen Besuchen zur Sprache. DDR Führung genehmigte schließlich das Vorhaben. So begann die Odyssee der Schreiben und Zuständigkeiten, die eine Kontaktaufnahme mit einer „nichtsozialistischen“ Stadt mit sich brachte. Am 24. Oktober 1989, schon in den Wirren der Wende und des Zusammenbruchs der DDR, konnte der Vertrag in Halberstadt unterzeichnet werden. Seit dem Abschluss des Vertrages ist die gemeinsame Städtepartnerschaft ein Miteinander, das nicht nur auf dem Papier fixiert wurde, eine Partnerschaft, die bis heute wirklich gelebt wird.
An diesem Nachmittag werden Menschen, die am Beginn dieser bis heute gelebten Partnerschaft mit dabei waren aus ihren Erinnerungen erzählen.

Wir möchten Sie herzlich zu dieser Veranstaltung einladen und bitten um Voranmeldung unter Tel. 03941/551474.

http://www.museum-halberstadt.de

Hans Haacke legt die Mechanismen von Machtstrukturen offen

Der Goslarer Kaiserring 2020 geht an den deutschen Konzeptkünstler

Hans Haacke
Gift Horse, 2014

Goslar. Hans Haacke erhält den Goslarer Kaiserring des Jahres 2020, einen der renommiertesten Kunstpreise der Gegenwart. Das gab Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk heute beim traditionellen Neujahrsempfang in der Goslarer Kaiserpfalz bekannt. Der deutsche Konzeptkünstler gilt als Vorreiter einer aktivistischen, politisch wachen Kunst und wurde erst kürzlich vom Kunstmagazin „Monopol“ zur aktuell einflussreichsten Persönlichkeit der Kunstwelt gekürt. Der Preisträger freut sich über die Auszeichnung und verknüpft bereits einige Erinnerungen mit dem Kaiserring. 1959 habe er als Kunststudent auf der Baustelle der Documenta II in Kassel eine Skulptur von Henry Moore fotografiert, der 16 Jahre später den ersten Kaiserring erhielt. „In meinen alten Tagen amüsieren mich solche Dinge“, erklärt Hans Haacke heute. „Im vergangenen November hatte ich das Vergnügen, in Goslar zu sehen, wie Barbara Kruger in der Stadt der Kaiserpfalz geehrt worden war. Sie ist eine von mir hochgeschätzte Mitstreiterin.“ Hans Haacke wird den Kaiserring am 26. September 2020 in Goslar entgegennehmen.

In ihrer Begründung schreibt die Kaiserring-Jury: „Hans Haacke legt in seinem Werk von Beginn an die Mechanismen von Machtstrukturen und Abhängigkeitsverhältnissen in der Gesellschaft und somit auch in der Kunst offen. Wobei Gesellschaft für ihn nicht nur aus Menschen bestand, sondern auch aus Möwen und Pflanzen. Die verhängnisvollen ideologischen Verschränkungen von Nationalität, Klasse, Ethnie werden in seinen Arbeiten in ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz und eleganten Oberflächlichkeit auf verstörende Weise sichtbar, der Weg des Kapitals in seiner globalen Dominanz unleugbar.“

Self Portrait, Hans Haacke.
© Hans Haacke

Hans Haacke
Hans Haacke (*1936 in Köln) lebt und arbeitet in New York. Er verbindet seine künstlerische Praxis stets mit einer kritischen, investigativen Arbeit in den Bereichen Kunst, Ökonomie, Politik und Gesellschaft. Im besten, streitbarsten Sinne setzt er sich immer wieder für eine demokratische Gesellschaft ein, indem er mit seinen Werken Strukturen, Vorgänge und Haltungen offenlegt. Er hatte zahlreiche Einzelausstellungen in renommierten Institutionen wie der Akademie der Künste in Berlin (2006), dem Centre Georges Pompidou in Paris (1989), der Tate Gallery London oder dem New Museum of Contemporary Art in New York (beide 1984) und nahm an so wegweisenden Ausstellungen wie Harald Szeemanns Live in Your Head: When Attitudes Become Form, 1969 teil. Hans Haacke war vier Mal bei den Documenta-Ausstellungen und zwei Mal bei den Skulpturprojekten in Münster vertreten. Für das Reichstagsgebäude in Berlin konzipierte er die Installation Der Bevölkerung, die 2000 eröffnet wurde. Im Jahr 1993 erhielt er für seinen Beitrag im Deutschen Pavillon der Biennale in Venedig den Goldenen Löwen. 1991 wurde er von der College Art Association in New York für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Kaiserring Goslar
Der Goslarer Kaiserring ist einer der weltweit renommiertesten Preise für moderne Kunst. Er wird seit 1975 verliehen. Die ersten Preisträger waren Henry Moore, Max Ernst und Alexander Calder. Ihnen folgten Pioniere der Gegenwartskunst wie Joseph Beuys, Gerhard Richter, Nam June Paik, Christo, Cindy Sherman oder Jenny Holzer. Vor Hans Haacke erhielten in den letzten Jahren unter anderem Andreas Gursky, Bridget Riley, David Lynch, Olafur Eliasson, Wolfgang Tillmans und zuletzt Barbara Kruger den Preis.

Kontakt:
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Mönchehaus Museums (www.moenchehaus.de) und der Stadt Goslar (www.goslar.de).

Frankenberger Winterabend auch 2020

Auf in die 22. Saison der Frankenberger Winterabende: Vorträge plus Diskussion erneut aktuelle historische, politische und theologische Themen auf.

Wie schon zwei Jahrzehnte lang finden die Frankenberger Winterabende im Kleinen Heiligen Kreuz statt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, auf Ausnahmen wird hingewiesen.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Am Mittwoch, 22. Januar 2020 referiert der Politologe und Publizist Prof. Dr. Ulrich Teusch zum Thema: „Nicht schwindelfrei – Über Wahrheit, Lücken und Lügen im Journalismus“. Seiner Meinung nach stecken die etablierten Medien in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise, da öffentliche und veröffentlichte Meinung auseinanderdriften. Er missbilligt dabei ausdrücklich den Begriff der „Lügenpresse“, beklagt aber eine „Lückenpresse“, in der manch wichtige Meldung unter den Tisch fällt. Teusch ist Mitarbeiter verschiedener öffentlich rechtlicher Hörfunkprogramme und betreibt seit 2016 den Blog „augenaufunddurch.net“. 2013 erhielt er den Roman-Herzog-Medienpreis.

Mittwoch, 03. Februar 2020

Die Publizistin und Unternehmerin Yvonne Hofstetter wird am Mittwoch, dem 3. Februar die Hauptlinien ihres Buches darlegen: „Das Ende der Demokratie: Wenn künstliche Intelligenz (KI) das Denken und Entscheiden übernimmt“. Hofstetter ist Gründerin eines Unternehmens, das KI-basierte Lagebilder der Finanzmärkte entwickelt, um die Risiken ausländischer Handelsaktivitäten grenzüberschreitend tätiger Firmen zu bewerten. Je mehr wir uns vernetzen, je intelligenter wir die Welt als „Internet of Everything“ um uns herum sehen, desto rasanter entwickelt sich durch die elektronischen Geräte ein Ökosystem intelligenter Maschinen, deren Modelle und Vorhersagen uns Menschen immer mehr einschätzen. Aus transparenten Konsumenten werden manipulierte Käufer, aus gläsernen Bürgern die programmierte Nation.

Dienstag, 03. März 2020

Für Dienstag, 03. März hat unter Vorbehalt der Juso – Vorsitzende Kevin Kühnert zugesagt, um der Frage nachzugehen, ob das gegenwärtige Wirtschaftssystem wirklich eine Antwort auf die globalen Herausforderungen finden kann. Unter dem Schlagwort eines demokratischen Sozialismus hat Kühnert eine kontroverse Debatte losgetreten, als er auf die gesellschaftspolitische Verantwortung der Märkte hinwies. Will er Enteignung oder gar zurück in das Wirtschaftssystem der DDR? Kühnert kann nur unter Vorbehalt zusagen, denn im November wird der Juso – Vorsitz neu gewählt. Er weiß noch nicht, an welcher Stelle er im März 2020 eingespannt sein wird.

Donnerstag, 19. März 2020

Den Abschluss der Saison bildet am Donnerstag, 19. März, die Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen. Prof. Dr. Maja Göpel, Berlin, Politökonomin, Expertin für Klimapolitik, Leuphana Lüneburg. Sie hat die Initiative „Scientists for future“ mit begründet und setzt sich besonders auch für eine CO2 Bepreisung ein, die die Wirtschaft in Deutschland und darüber hinaus zum Umdenken bewegt. Kann sie mit den Beschlüssen der Bundesregierung zufrieden sein?

Die „Frankenberger Winterabende“ beginnen jeweils um 20 Uhr und finden in Goslar, im Kleinen Heiligen Kreuz, Frankenberger Plan 8 statt. Wenn der Raum dort zu eng ist, wird in die Frankenberger Kirche ausgewichen. Ein Eintritt wird nicht erhoben, um jedem den Zugang zu diesen Abenden zu ermöglichen. Neben der Information über wichtige Themen ist es den Organisatoren ein Anliegen, dass eine Begegnung unter den Besuchern stattfinden kann. Deswegen wird auch ein kleiner Imbiss gereicht. Zur Finanzierung z. B. auch der Honorare, gibt jeder am Ausgang, was er zur Fortsetzung der Winterabende beitragen kann.

Kontakt & Information

Arbeitskreis Frankenberger Winterabend
Frankenberger Plan 8, 38640 Goslar
www.frankenberg-goslar.de

HarzHexe – Obscurum das Hexenmuseum in Thale im Harz

Hallo ich bin Thea, Eure virtuelle Harzhexe. Ich werde Euch, an viele schöne und historische Orte im Harz führen. Und den Harz, hier unter HarzTour.de vorstellen.



Heute besuche ich das Obscurum Thale im Bahnhofsgebäude Thale. Es ist Deutschlands größtes Museum der Hexerei und der dunklen Mächte. Ein Besuch für mich als Harzhexe ist natürlich Pflicht. In früheren Jahrhunderten betrachtete man Märchen, Sagen und Gruselgeschichten, welche überliefert wurden als Realität. Dieses faszinierende und einzigartige Museum führt Sie in eine Zeit zurück, in der Zauberei und das „Böse“ überall lauerte. Im Glauben der Menschen waren Hexen, Vampire, Werwölfe, Geister und andere Kreaturen der Nacht Bedrohung, welche Tod und Verderben brachten. Finden Sie heraus, wozu man eine Hexenwaage, Drudensteine oder die Leber eines Einhorns brauchte. Wie schützten sich die einfachen Leute vor den wiederkehrenden Toten, die ganze Dörfer auslöschten? Woran erkannte man eine Hexe? Entdecken Sie Schicksale und Namen hinter den Ausstellungsgegenständen. Mit unzähligen Exponaten und deren Geschichte auf über 400 Quadratmeter Fläche – vom „Vampir von Venedig“, Flugsalben und Krötensteinen über das Grauen der Hexenprozesse bis hin zu Abwehrzaubern gegen den bösen Blick, Rezepturen für den Liebeszauber und der wahren Geschichte der „Zombies“ finden Sie in dieser einzigartigen Ausstellung vieles, was ungläubiges Staunen aber auch Fassungslosigkeit über das Wesen des Menschen vermittelt. In einem umfangreichen Shop gibt es viel zu sehen und kaufen. Das „Unglaubliche“ erwartet Sie im Obscurum Thale.
Eure Harzhexe.