Archiv der Kategorie: Künstler

Teufel vom Hexentanzplatz in der Glaskugel

Den Hexentanzplatz muss man vorstellen, diese Aussichtsplattform ist sicher Pflicht bei einem Besuch im Harz. Erreichbar ist er zu Fuß, per Seilbahn, Bus und Auto. Belohnt wird der „Aufstieg“ dann durch einen sagenhaften Ausblick in das Bodetal.

Aber der Hexentanzplatz hat selber viel zu bieten.
So der bekannte Teufel.

Die Plastiken auf dem Hexentanzplatz stammen von Jochen Müller, Diplom-Metallgestalter aus Quedlinburg. Sie wurden am 21. April 1996 enthüllt. Die Hauptfigur in der Mitte der Kette aus Findlingen ist der Teufel.

Der Hexentanzplatz ist durch Überlieferung angeblich auch ein altsächsischer Kultort, an dem in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der sogenannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden. Der Ort wurde erst nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz. Also auf zum Hexentanzplatz.

Internationaler Klavierwettbewerb in Wernigerode

Der Internationale Klavierwettbewerb in Wernigerode sucht in Sachsen-Anhalt seines gleichen. Andere Wettbewerbe richten sich an Schüler und Musikstudenten, der Neue Sterne-Wettbewerb aber richtet sich an alle Pianisten frei von Altersbegrenzungen.

Dies drückt sich im hohen international gültigen Niveau der bisher teilnehmenden Künstler aus und stellt in der deutschen Wettbewerbslandschaft eine Besonderheit dar. Der Klavierwettbewerb findet alle 2 Jahre im Wechsel mit dem Johannes-Brahms-Chorwettbewerb statt.

SONNTAG, 29. MÄRZ 2020
ERÖFFNUNGSKONZERT MIT PAVEL KACHNOV UND DEM PKOW
17.00 Uhr Fürstlicher Marstall, Am Lustgarten 40, Wernigerode |
Einlass ab 16 Uhr | Pause mit Imbiss |
Eintritt 18 € / 10 €

MONTAG, 30. MÄRZ 2020 UND DIENSTAG, 31. MÄRZ 2020,
1. RUNDE
09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 18:00 Uhr
Je Teilnehmer 15 Minuten freies Soloprogramm
| Kreismusikschule Harz, Bahnhofsplatz 3 | Eintritt frei

MITTWOCH, 1. APRIL 2020,
2. RUNDE
09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 18:00 Uhr
Je Teilnehmer 15 Minuten freies Soloprogramm
| Kreismusikschule Harz, Bahnhofsplatz 3 | Eintritt frei

GENERATIONENKONZERT IM GYMNASIUM STADTFELD
13:30 Uhr Ernst-Pörner-Straße 15, Wernigerode | Eintritt 5 € | Schüler frei

FESTIVALKONZERT IM LYZEUM DES LANDESGYMNASIUMS FÜR MUSIK
18:00 Uhr Oberpfarrkirchhof, Wernigerode
Eintritt 5 € | Schüler frei

DONNERSTAG, 2. APRIL 2020
2. RUNDE
09:00 – 12:00 Uhr Je Teilnehmer 15 Minuten freies Soloprogramm |
14 Uhr Bekanntgabe der zehn Semi-Finalisten |
Kreismusikschule Harz, Bahnhofsplatz 3 | Eintritt frei

FESTIVALKONZERT IM GERHART-HAUPTMANN-GYMNASIUM
14:00 Uhr Aula, Westernstraße 29, Wernigerode| Eintritt 5 € | Schüler frei

SEMIFINALE – SOLOPROGRAMM DER BESTEN 10 TEILNEHMER
16:00 – 21:00 Uhr Je Teilnehmer 30 Minuten
freies Soloprogramm |
circa 22:00 Uhr Bekanntgabe der drei Finalisten |
Fürstlicher Marstall, Am Lustgarten 40 | Wernigerode | Eintritt 5 €

FREITAG, 3. APRIL 2020
ÜBERRASCHUNGSKONZERT MIT EINEM DER PUBLIKUMSLIEBLINGE
17:00 Uhr Kreismusikschule Harz, Bahnhofsplatz
3, Wernigerode | Eintritt frei

FESTIVALKONZERTE UNTERM STERNENHIMMEL
19 / 21/ 23 Uhr Harzplanetarium |
begrenzte Plätze | Walther -Rathenau-Straße 9, Wernigerode | Eintritt 8 €

SAMSTAG, 4. APRIL 2020
FINALE – KONZERTE DER BESTEN DREI TEILNEHMER MIT DEM PKOW
16:00 Uhr Je Teilnehmer 30 Minuten Klavierkonzert mit dem PKOW | Pausen mit Imbiss |
Fürstlicher Marstall, Am Lustgarten 40, Wernigerode | Eintritt 22 € /18 €

SONNTAG, 5. APRIL 2020
DREI PREISTRÄGERKONZERTE MIT DEN FINALISTEN
11:30 Uhr Zweites Preisträgerkonzert – Kloster Michaelstein |
16:00 Uhr Drittes Preisträgerkonzert – Kloster Ilsenburg |
18:00 Uhr Erstes Preisträgerkonzert – Ratssaal Halberstadt |
alle entrittspflichtig

https://www.wernigerode-tourismus.de

Auch im März Sonntagsführung in Egeln auf der Wasserburg

Am Sonntag den 1. März lädt das Museum der Egelner Wasserburg um 14:00 Uhr zur nächsten öffentlichen Führung ein.

Mit dem Burgherren Otto von Hadmersleben geht es durch die 800jährige Geschichte „Vom Burgkeller bis zum Bergfried“ und es öffnen sich Türen die dem normalen Besucher verschlossen sind.

Ein Museumsbesuch mit Begehung des 32m hohen Bergfriedes ist inklusive. Auch der Maler und Grafiker Klaus Gumpert hat von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr sein Atelier geöffnet. Dort kann man nicht nur viele von ihm gemalte Bilder anschauen oder seine Musikinstrumenten Sammlung bewundern, sondern auch einen Termin vereinbaren um sich selbst oder Familienangehörige malen zu lassen. Im historischen Café im Palas der Burg kann der Besuch dann auch kulinarisch abgerundet werden.

Weitere Informationen zu Burg und Veranstaltungen unter www.wasserburg-egeln.de

Wasserburg Egeln,
Wasserburg 6, 39435 Egeln,
Uwe Lachmuth 
Tel. 039268- 30 861 -Fax -30861
Handy 01608162010

Erlebnisspaziergang und Buchlesung „Im Schatten der Hexen“, Anmeldungen ab sofort im Museum möglich

Im vergangenen Jahr veranstaltete die Stadt Halberstadt im Rahmen einer Sponsorenveranstaltung einen Erlebnisspaziergang mit Sektempfang auf den Martinitürmen und anschließender Führung durch Halberstadt auf den Spuren der Romane „Im Schatten der Hexen“ mit Kathrin R. Hotowetz.

Die einhellig positive Resonanz regte das Städtische Museum, als verantwortlichen Bereich für die Martinitürme und Kathrin R. Hotowetz an, über eine öffentliche Aktion dieser Art nachzudenken.

Entstanden ist ein „Erlebnisspaziergang mit Buchlesung „Im Schatten der Hexen““, die in diesem Jahr erstmals angeboten wird. Im Mittelpunkt steht dabei der Aspekt der vorchristlichen Zeit aus den Büchern von Kathrin R. Hotowetz.

Am Beginn steht die sportliche Betätigung für alle Beteiligten. Es geht auf die Türme der Martinikirche, die gut bewacht vom Türmer Konrad einen Rundumblick über die Umgebung gestatten. Bei einem Gläschen Sekt und Wasser nehmen sie unser Türmer und Kathrin R. Hotowetz mit auf eine Reise durch die Vergangenheit. Anschließend gibt es einen Rundgang um den Halberstädter Domplatz in „vorchristlicher“ Zeit. Im Städtischen Museum wo die Originalfunde verschiedener archäologischer Grabungen in Hinblick auf diese Zeitepochen bestaunt werden können erwartet die Gäste eine Stärkung. Bei einem kleinen deftigen Imbiss bei Wein oder Bier wird Kathrin R. Hotowetz aus ihrem Roman lesen.

Erstmalig möchten wir Sie am 11. Juni 2020, in der Zeit von 17 bis 20 Uhr zu diesem besonderen Erlebnis einladen.

Als weitere Termine in diesem Jahr sind der 27. August und der 3. September angedacht.
Karten gibt es im Vorverkauf im Städtischen Museum Halberstadt zum Preis von 19,50 € (inkl. Imbiss und Getränke). Anmeldungen nimmt das Museum ab sofort unter 03941/551474 oder staedtischesmuseum@halberstadt.de entgegen.

http://www.museum-halberstadt.de

Sonderausstellung im Museum: Fast ein Jahrhundert Leben. Werner Hartmann – Chronist der Stadt Halberstadt

Die bedeutende Geschichte des 1200jährigen Halberstadt hat in der Vergangenheit viele Heimatforscher fasziniert, zum großen Teil interessierte Laien aber auch Fachhistoriker.

Einer der bedeutendsten ist und bleibt Werner Hartmann. Er ist ein Zeitzeuge und Chronist der Halberstädter Geschichte und seit 2003 Ehrenbürger der Stadt Halberstadt.

Seine Forschungen umfassen den Zeitraum der letzten 70 Jahre, geben Zeitzeugenberichte wieder, werten Quellen aus, erklären die Folgen und zeigen Schicksale. Im Ergebnis seiner intensiven Sammlungs- und Forschungstätigkeit entstanden zum Teil sehr umfangreiche Dokumentationen, Broschüren, Bücher und Filme. Werner Hartmann hat beispielhaftes geleistet.

Entstanden ist ein umfangreiches Archiv, das die Geschichte Halberstadts in einzigartiger Weise dokumentiert und auswertet. Über 120 veröffentlichte Arbeiten, über 500 unveröffentlichte Arbeiten, zahlreiche Quellensammlungen zur Halberstädter Geschichte und zur Geschichte des gesamten Harzkreises, ca. 10.000 Fotoaufnahmen und 5000 Dias gehören zur einzigartigen Sammlung, die Werner Hartmann in den vergangenen Jahrzehnten zusammengetragen hat. Keine vorhandene Sammlung gibt so ausführlich die Geschichte der 1200jährigen Bischofsstadt Halberstadt wieder, beschäftigt sich mit zahllosen Persönlichkeiten und Sachthemen dieser Stadt. Mittlerweile ist Werner Hartmann 96 Jahre alt. Er hat sich entschlossen, sein einzigartiges Archiv der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im vergangenen Jahr übereignete er seine Sammlung testamentarisch, notariell beglaubigt, nach seinem Ableben der Stadt Halberstadt mit der Auflage, diese als geschlossenes Archiv zu führen und öffentlich nutzbar zu machen.
Um dieses Testament zu erfüllen, wollen wir, die Stadt Halberstadt, bereits zu seinen Lebzeiten versuchen, das Archiv so weit wie möglich zu erschließen und digital zu erfassen, da die einzigartige Möglichkeit besteht, den „Autor der Sammlung noch persönlich in die Aufarbeitung des Archivgutes einzubeziehen.

Nach einem zweijährigen Projekt wird nun erstmals sein Lebenswerk öffentlich in dieser Ausstellung präsentiert.

Anlässlich der neuen Sonderausstellung im Städtischen Museum Halberstadt „Fast ein Jahrhundert Leben. Werner Hartmann. Chronist der Stadt“ und nicht zuletzt in Andenken an die in diesem Jahre vor 75 Jahren erfolgte Zerstörung unserer Stadt, hat der Geschichtsverein die bereits lange vergriffene Publikation von Werner Hartmann „Halberstadt brennt.

Eine Dokumentation über Halberstadt im Luftkrieg 1944-1945, insbesondere über die Zerstörung der Stadt am 8. April 1945″ neu herausgegeben. Ab sofort ist das Buch im Städtischen Museum sowie in der Buchhandlung Schönherr für 13,95 € wieder erhältlich.

Eröffnung: 15. Februar 2020, 15 Uhr

Ausstellungsrundgang: 22. März und 7. Juni 2020, 15 Uhr

Schatzgeschichten bei Kaffee und Kuchen: Ein Chronist erzählt: Werner Hartmann – Der 8. April 19455. April 2020, 15 Uhr

Internationaler Museumstag, 17. Mai 2020 (Eintritt frei), Ausstellungsrundgang, 15 Uhr

Finissage: 16. August 2020, 15 Uhr

http://www.museum-halberstadt.de

Ausstellung – Gerd Winner. Goslar – von hier aus

Straßen, Fassaden, Häuserschluchten, Wegzeichen – mit seinen „Urbanen Strukturen“ ist Gerd Winner, 1936 in Braunschweig geboren, weit über Deutschland hinaus bekannt geworden. Neben den Metropolen Berlin und London waren es insbesondere New York und Paris, die seine künstlerische Phantasie bewegt und seine Arbeit seit über 50 Jahren geprägt haben.

Gemeinsam mit dem Künstler, der seit den späten 70er Jahren in Liebenburg, in der Nähe von Goslar, ansässig ist, entstand die Idee, eine neue Werkserie mit Motiven aus dem Stadtraum Goslar zu entwerfen. Die Geschichte dieser mittelalterlichen Stadt mit ihren eindrucksvollen historischen Gebäuden hat Gerd Winner seit langem fasziniert.

Kern der Ausstellung sind 17 neue Bilder von Goslar, auf die der Titel „Von hier aus“ – einen Ausstellungstitel von Kasper König paraphrasierend – anspielt. Ferner gibt sie mit 30 Werken einen Überblick über Winners Serien der Großstädte Berlin, London, Paris und New York.

„Die Stadt ist das Gesicht des Menschen“, so Winners künstlerisches Credo. Hier spiegeln sich die historischen Erfahrungen der Menschen ebenso wie ihre aktuelle Verfassung und ihr Unterbewusstes. Die Außenwelt wird zum Spiegel der Innenwelt. Der Blick auf die Oberflächen – Fassaden, Mauern, Treppen, Asphalt – ist darauf angelegt, ihre verborgene Dimension frei zu legen. Winners menschenlose Städtebilder sind Bilder menschlicher Befindlichkeit.

Ausgangsmaterial seiner Werke sind immer fotografische Abbilder der Wirklichkeit. Mit Doppel-belichtungen, unterschiedlichen Perspektiven oder raffinierten Überblendungen hat Winner eine eigenständige Formensprache entwickelt, mit der er sowohl die Dynamik des städtischen Außenraums darstellt als auch metaphorische Deutungen anregt. So fragen die gewagten Perspektiven von Goslar auch nach der Zukunft einer Stadt, deren Architektur vom Mittelalter geprägt ist.

Zu Winners wichtigstem Medium wurde der Siebdruck in der Symbiose von Malerei, Fotografie und Grafik. Gemeinsam mit berühmten Druckern hat der Künstler diese Technik zu einem eigenständigen künstlerischen Medium entwickelt. Die Arbeiten seiner großen Werkgruppen sind Unikate. Aus der Verwendung von fünf bis neun Farbtönen ergeben sich bis zu dreißig Nuancen. In vielen Arbeitsgängen entsteht im Laufe des Siebdruckverfahrens die reizvolle Farbigkeit von Winners Bildwelt.

Die Goslarer Bildmotive sind 2019 und 2020 in digitaler Printtechnik auf Bütten im Braun- schweiger Druckstudio von Horst und Maximilian Beyrich und Team entstanden. Sie sind der Stadt Goslar gewidmet.

In Kooperation mit der Stadt plant das Mönchehaus Museum eine Publikation zu Winners Stadtansichten von Goslar.

Ausstellungszeitraum: noch bis 03. Mai 2020

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Dienstag bis Sonntag: 11.00 Uhr – 17.00 Uhr
Montag: geschlossen

Einzelpersonen:

  • Erwachsene EUR 5,00
  • Kinder/Jugendliche EUR 1,50
  • VFK-Mitglieder EUR 2,00 (für Besuch der Sonderausstellungen)

Gruppen ab 10 Personen:

  • Erwachsene EUR 4,00
  • Kinder/Jugendliche EUR 1,00

Kontakt & Information

Mönchehaus Museum Goslar
Verein zur Förderung Moderner Kunst e. V.
Mönchestraße 1, 38640 Goslar
Tel. 05321-4948
www.moenchehaus.de

Hans Haacke legt die Mechanismen von Machtstrukturen offen

Der Goslarer Kaiserring 2020 geht an den deutschen Konzeptkünstler

Hans Haacke
Gift Horse, 2014

Goslar. Hans Haacke erhält den Goslarer Kaiserring des Jahres 2020, einen der renommiertesten Kunstpreise der Gegenwart. Das gab Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk heute beim traditionellen Neujahrsempfang in der Goslarer Kaiserpfalz bekannt. Der deutsche Konzeptkünstler gilt als Vorreiter einer aktivistischen, politisch wachen Kunst und wurde erst kürzlich vom Kunstmagazin „Monopol“ zur aktuell einflussreichsten Persönlichkeit der Kunstwelt gekürt. Der Preisträger freut sich über die Auszeichnung und verknüpft bereits einige Erinnerungen mit dem Kaiserring. 1959 habe er als Kunststudent auf der Baustelle der Documenta II in Kassel eine Skulptur von Henry Moore fotografiert, der 16 Jahre später den ersten Kaiserring erhielt. „In meinen alten Tagen amüsieren mich solche Dinge“, erklärt Hans Haacke heute. „Im vergangenen November hatte ich das Vergnügen, in Goslar zu sehen, wie Barbara Kruger in der Stadt der Kaiserpfalz geehrt worden war. Sie ist eine von mir hochgeschätzte Mitstreiterin.“ Hans Haacke wird den Kaiserring am 26. September 2020 in Goslar entgegennehmen.

In ihrer Begründung schreibt die Kaiserring-Jury: „Hans Haacke legt in seinem Werk von Beginn an die Mechanismen von Machtstrukturen und Abhängigkeitsverhältnissen in der Gesellschaft und somit auch in der Kunst offen. Wobei Gesellschaft für ihn nicht nur aus Menschen bestand, sondern auch aus Möwen und Pflanzen. Die verhängnisvollen ideologischen Verschränkungen von Nationalität, Klasse, Ethnie werden in seinen Arbeiten in ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz und eleganten Oberflächlichkeit auf verstörende Weise sichtbar, der Weg des Kapitals in seiner globalen Dominanz unleugbar.“

Self Portrait, Hans Haacke.
© Hans Haacke

Hans Haacke
Hans Haacke (*1936 in Köln) lebt und arbeitet in New York. Er verbindet seine künstlerische Praxis stets mit einer kritischen, investigativen Arbeit in den Bereichen Kunst, Ökonomie, Politik und Gesellschaft. Im besten, streitbarsten Sinne setzt er sich immer wieder für eine demokratische Gesellschaft ein, indem er mit seinen Werken Strukturen, Vorgänge und Haltungen offenlegt. Er hatte zahlreiche Einzelausstellungen in renommierten Institutionen wie der Akademie der Künste in Berlin (2006), dem Centre Georges Pompidou in Paris (1989), der Tate Gallery London oder dem New Museum of Contemporary Art in New York (beide 1984) und nahm an so wegweisenden Ausstellungen wie Harald Szeemanns Live in Your Head: When Attitudes Become Form, 1969 teil. Hans Haacke war vier Mal bei den Documenta-Ausstellungen und zwei Mal bei den Skulpturprojekten in Münster vertreten. Für das Reichstagsgebäude in Berlin konzipierte er die Installation Der Bevölkerung, die 2000 eröffnet wurde. Im Jahr 1993 erhielt er für seinen Beitrag im Deutschen Pavillon der Biennale in Venedig den Goldenen Löwen. 1991 wurde er von der College Art Association in New York für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Kaiserring Goslar
Der Goslarer Kaiserring ist einer der weltweit renommiertesten Preise für moderne Kunst. Er wird seit 1975 verliehen. Die ersten Preisträger waren Henry Moore, Max Ernst und Alexander Calder. Ihnen folgten Pioniere der Gegenwartskunst wie Joseph Beuys, Gerhard Richter, Nam June Paik, Christo, Cindy Sherman oder Jenny Holzer. Vor Hans Haacke erhielten in den letzten Jahren unter anderem Andreas Gursky, Bridget Riley, David Lynch, Olafur Eliasson, Wolfgang Tillmans und zuletzt Barbara Kruger den Preis.

Kontakt:
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Mönchehaus Museums (www.moenchehaus.de) und der Stadt Goslar (www.goslar.de).

Kloster Michaelstein – Vom Gesang zum Klang – Akademiekonzert

Am 5. Januar um 11:00 Uhr

Vom Gesang zum Klang – Akademiekonzert

Die Möglichkeiten der menschlichen Stimme, ihr Klangfarbenreichtum sind Vorbild für zahllose Instrumentalwerke. Gerade in der Barockmusik galt das Singen als die Grundlage, auf der die Melodie zu einer Sprache und damit für alle Menschen fasslich wird. Im Baroccaner-Kurs ging es darum, wie auf Instrumenten im barocken Sinn „singend“ gespielt werden kann, wie auch Instrumentalmusik „atmet“ oder wie man auf singende Weise eine barocke Melodie besser versteht. Und das zeigen die Baroccaner nun im Abschlusskonzert.

Eintrittspreise

8,00 € | ermäßigt 4,– €

https://www.kloster-michaelstein.de

Meisterwerke II – Schwarzkunst – Radierungen von Anthonie Waterloo

Aus der Kupferstichsammlung der Welterbestadt Quedlinburg nur noch bis 6. Januar 2020 in einer Sonderausstellung der Lyonel-Feininger-Galerie zu sehen.

Die Lyonel-Feininger-Galerie zeigt „Meisterwerke II – Schwarzkunst. Die Radierungen von Anthonie Waterloo aus der Kupferstichsammlung der Welterbestadt Quedlinburg“. Die Werke sind noch bis 6. Januar 2020 in einer Sonderausstellung zu sehen.

Das 17. Jahrhundert war in den Niederlanden ein wahrhaft Goldenes Zeitalter, das Weltkünstler wie Rembrandt oder Jan Vermeer hervorbrachte. Dort arbeiteten zeitweise um die 700 Künstler, organisiert in den Gilden.
Einer von ihnen war Anthonie Waterloo (1609–1690).
Von Waterloo sind nur wenige Gemälde erhalten geblieben. Sein Hauptwerk besteht aus 136 Radierungen mit Landschaftsdarstellungen, die erstmals in der heute zu eröffnenden Ausstellung komplett gezeigt werden. „Besonders stolz bin ich, da dieses, bis auf drei Arbeiten vollständige graphische Werk Waterloos aus den Sammlungen der Städtischen Museen der Welterbestadt Quedlinburg stammt“, freut sich Oberbürgermeister Frank Ruch anlässlich der Vernissage. „Es ist Teil unserer etwa 5.000 Werke umfassenden Kupferstichsammlung.“

Anthonie Waterloo Die zwey Jungen mit ihrem Hunde im Wasser, undatiert Radierung, 113 x 139 mm Kupferstichsammlung der Welterbestadt Quedlinburg Repro: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

Zur Sammlung
Zu verdanken hat die Welterbestadt die Kupferstichsammlung dem Quedlinburger Stadtrat Friedrich Besser (1840–1905). Er war leidenschaftlicher Sammler von grafischen Werken aus dem 18. und 19. Jahrhundert und vermachte seine Sammlung testamentarisch seiner Stadt. Quedlinburg beauftragte im Jahr 1926 den Zeichenlehrer, Kunstwissenschaftler und Maler Johannes Spitzmann (1884–1961) sogar mit einer Erweiterung des Bestandes. Spitzmann, der selbst immer wieder Quedlinburg malte und sich vom Harz inspirieren ließ, kaufte im Auftrag der Stadt für das damals frisch eröffnete Städtische Museum im Schloss weitere Arbeiten an, und die Sammlung wurde mit zeitgenössischer Kunst aufgestockt. Große Künstler des 20. Jahrhunderts wie Max Liebermann und Max Beckmann, Ernst Barlach und Willy Jaeckel, Max Slevogt und Willi Geiger kamen hinzu. Heute umfasst die Kupferstichsammlung der Welterbestadt wie gesagt etwa 5000 Druckgrafiken.

Zur Kooperation
Am 5. Oktober 2017 wurde mit Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Welterbestadt Quedlinburg und der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt/Lyonel-Feininger-Galerie der Grundstein gelegt, diese etwa 5000 Werke der Welterbestadt durch die Lyonel-Feininger-Galerie, die sich als „Museum für grafische Künste“ zu einem Spezialmuseum ausbaut, fachlich betreuen zu lassen.
Mit den Radierungen Anthonie Waterloos wurde begonnen. Die nun kunsthistorisch erschlossenen, digitalisierten und durch diese Ausstellung und den Katalog veröffentlichten Werke stellen einen ersten großen Schritt in diesem Generationenprojekt dar.

Miner’s Rock Open Air 2020: LEA zu Gast in Goslar

Der zweite Abend des MINER’S ROCK Open Air wird weiblich: LEA besucht die Kumpels in Goslar. LEA gehört mit Hits wie „Leiser“, „Immer wenn wir uns sehn“ oder „110“ längst zu den erfolgreichsten deutschen Pop-Künstlerinnen. Und auch in nächster Zeit geht es Schlag auf Schlag.

Anfang 2020 veröffentlicht LEA ihre neue Single „Treppenhaus“ und ihr drittes Album kündigt sich für die 2. Hälfte des Jahres kommenden an. Am heutigen Freitag startet in ganz Deutschland der Vorverkauf für die Open Air-Shows in 2020.

Es sind diese leisen, nachdenklichen und intimen Momente, welche ein LEA-Konzert zu einem unvergleichlichen Erlebnis machen. Nach ihrer ausverkauften ZWISCHEN MEINEN ZEILEN TOUR im Frühjahr 2019 und einem unvergesslichen Festivalsommer darf sich die stetig wachsende Fangemeinde auf das nächste Jahr freuen.

Auch am 15. August werden bis zu 3.500 Besucherinnen und Besucher erwartet, um eine „Fünffach-Schicht“ an nur einem Abend zusammen zu feiern. „Mit LEA haben wir unsere bisher erfolgreichste Künstlerin zum Rammelsberg locken können. Weit über 100 Mio. Youtube-Views und über 200 Mio. Abrufe bei Spotify sprechen eine sehr deutliche Sprache“, so Christian Burgart für das Team des MINER’S ROCK. „Das MINER’S ROCK lässt sich nicht fassen oder festlegen, wir erfinden Musik am Berg gerne neu und probieren etwas aus. Mit LEA probieren wir nun einfach mal ein Treffen zwischen Charts und Erz und sind uns sicher, dass es gelingt.“

Tickets für das Pop-Event des Jahres unter freiem Himmel gibt es ab sofort für nur 39 Euro zzgl. VVK-Gebühr zu erwerben. Dieser Preis ist nur möglich, weil wir ganz viele Unterstützer gewinnen konnten, uns bei der Neuauflage des Open Airs zu unterstützen und weil wir wollen, dass viele Besucher den Weg an unseren besonderen Ort antreten.

Wichtig zu wissen:

MINER’S ROCK OPEN AIR am 15. August 2020 mit LEA

Einlass: 17:00 Uhr
Beginn des Musikprogramms: 18:00 Uhr
Ende des Abends: gegen 22:00 Uhr

Tickets gibt es ab sofort im Shop des MINER‘S ROCK unter www.miners-rock.de, bei der Tourist-Information am Marktplatz und in den Geschäftsstellen der Goslarschen Zeitung sowie natürlich bei Völkerball selbst.

Das größte Kind – Michaelsteiner Klosterkonzert

Weihnachtsoratorium von Johann Mattheson
am 7. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

Johann Mattheson, der Zeitgenosse Telemanns und Freund Händels, ist heute fast nur noch Fachleuten als einer der bedeutendsten Musikschriftsteller des 18. Jahrhunderts bekannt.

Johann Mattheson
(Kupferstich von Johann Jacob Haid 1746)

Dass er auch ein ausgezeichneter Komponist war, zeigt sein prächtig instrumentiertes, effektvolles Weihnachtsoratorium von 1720. Erleben Sie eine der bisher ganz seltenen Aufführungen dieses hinreißenden Werks, dessen Noten-Manuskript erst vor wenigen Jahren von seiner kriegsbedingten Auslagerung zurück nach Deutschland gekommen ist.

Sopran: Anna Kellnhofer, Marie Luise Werneburg
Alt: Dorothea Zimmermann
Tenor: Tobias Schäfer
Baß: Ingolf Seidel

Kammerchor Michaelstein
Telemannisches Collegium Michaelstein
Leitung: Sebastian Knebel

Eintrittspreise

Preisgruppe S

Vorverkauf
I. Platz 27,50€ | ermäßigt 23,00 €
II. Platz 24,50 € | ermäßigt 20,00 €
Tageskasse/Abendkasse
I. Platz 29,50 € | ermäßigt 25,00 €
II. Platz 26,50 € | ermäßigt 22,00 €

Neue Sonderausstellung im Egelner Museum im Vorharz

Alle Jahr wieder kommt das Christuskind …heißt es in einem alten Weihnachtslied. Alle Jahre wieder holt man heutzutage in der Vorweihnachtszeit eine große Menge an Dekoartikeln vom Dachboden um Haus und Hof zu schmücken.

Manch einer könnte gar ein eigenes Windkraftwerk gebrauchen um die grell bunte Weihnachtsbeleuchtung zu elektrisieren. Vor hundert Jahren war es in  der Vorweihnachtszeit bedeutend dunkeler und trotzdem konnten sich die Menschen die Weihnachtszeit mit besonderen Dingen verschönern und viel mehr darüber freuen. Dazu gehörten schon seit dem späten Mittelalter Adventskränze. Später kamen dann Weihnachtsbaum, Lichterbögen und Weihnachtspyramiden hinzu.

Eine besondere Ausstellung mit Weihnachtspyramiden wird am Sonntag den 8. Dezember um 14:30 Uhr in der kleinen Galerie des Egelner Museum eröffnet. Dazu gehören einfache Pyramiden mit nur einer Etage, wobei die Gestaltung von Winterwaldszenen über Krippendarstellungen variieren bis hin zu mehrstöckigen Pyramiden mit Engeln, Hirten, Jesu Geburt, heilige drei Könige samt Spieluhr. Interessant ist auch die Veränderung bei der Darstellung in der DDR Zeit, für den Westexport wurden weiterhin auch christliche Motive verwendet und für den östlichen Teil  wurden aus Engeln geflügelte Jahresendfiguren, bis hin zu Pyramiden wo sich Sandmann und Pittiplatzsch drehen.

Ergänzt wird die kleine Weihnachtsausstellung mit weiteren zur Weihnachtszeit gehörenden Besonderheiten.

Die Ausstellerin Dr. Ulrike Sommerkamp hat einige Jahre ihrer Kindheit in Egeln verlebt. Ihre Mutter war die Ärztin Ruth Hartung, die ihre Praxis am Breiteweg neben Wermuth hatte, was auch das Wohnhaus der Familie Hartung war.

Ihr Mann Rolf Hartung war Zeichenlehrer an der EOS und betreute einige Zeit auch das Egelner Museum.

Er beteilige sich mit seinen Bilder an vielen großen Ausstellungen und schuf 1945 auch die Entwürfe für das Egelner Notgeld, das einzige Notgeld in Deutschland was von einem Laien gestaltet wurde. 

Weitere Informationen zu Burg und Veranstaltungen unter www.wasserburg-egeln.de

Wasserburg Egeln, Wasserburg 6, 39435 Egeln, Uwe Lachmuth Tel. 039268- 30 861 -Fax -30861 Handy 01608162010

Halberstadt – Amerikanischer Politthriller „Heritage“ – Vorverkauf gestartet

Filmpremiere am 5. Dezember in Halberstadt

„Heritage – Das dunkle Erbe“ ein amerikanischer Politthriller, hat am 5. Dezember 2019, 19.00 Uhr, Weltfilmpremiere in Halberstadt.

Die Kreisstadt im Nordharz war in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Drehort für Kino- und Fernsehfilme wie zum Beispiel „Heidi“, „Monuments Man“ „Winnetous Sohn“ oder „Alles Klara“. Auch der heute in Berlin lebende Produzent, Regisseur und Drehbuchautor William von Tagen (USA/Idaho) hat sich für seinen Film „Heritage“ für den Drehort Halberstadt begeistert und einen Großteil der Szenen hier gedreht – unter anderem im Kreuzgang der Liebfrauenkirche, im Städtischen Museum oder im alten Hallenbad.

Sein amerikanisches Kamerateam war darüber hinaus im nahegelegenen Huy und im Harz unterwegs. Die ersten Dreharbeiten für den spannungsgeladenen Thriller, der ursprünglich den Namen „After Walpurgisnacht“ trug, liefen bereit 2016. Der Film ist mit Schauspielern aus den USA und Deutschland besetzt und wartet mit Namen wie Peter Lohmeyer, Ralph Herforth, Bettina Zimmermann, Luisa Wietzorek, Ronald Nitschke, Jake Koeppl und Drake Shannon auf. Sie alle arbeiteten für dieses besondere Filmprojekt, das ausschließlich durch private Spenden in den USA finanziert worden ist, ohne Gage.

Von Tagen bezeichnet Halberstadt als seine zweite Heimat. Ein Rotary-Schüleraustausch hatte ihn 2005/2006 nach Halberstadt für ein Jahr an das Käthe-Kollwitz-Gymnasium geführt. Während dieser Zeit habe er den Entschluss gefasst, Filme zu drehen.

Der Regisseur hat vor, 10 % des Kartenverkaufs an das Rotary-Schüler-Austauschprogramm zu spenden. „Ich habe dem Jahr in Deutschland so viel zu verdanken, das sollen auch andere erleben“, begründet von Tagen diese Entscheidung. Die vor mehr als zehn Jahren entstandenen Kontakte in Halberstadt pflegt der 31-Jährige bis heute. So wundert es nicht, dass der heutige Schauspielstudent Jürgen Herold, ein ehemaliger Mitschüler vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium, in „Heritage“ mitspielt. Auch Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke, der mit von Tagen befreundet ist, wird zwei Minuten auf der Leinwand zu sehen sein. Das Stadtoberhaupt freut sich, dass Halberstadt erneut Drehort für einen Kinofilm war und hofft auf einen erfolgreichen Start am  

5. Dezember 2019, 19.00 Uhr, im Kinopark Zuckerfabrik. Nach der Premiere werden die Zuschauer Gelegenheit haben, mit William von Tagen und mit den Darstellern ins Gespräch zu kommen. In Halberstadt wird der Film eine Woche gezeigt. „Wenn die Nachfrage stimmt, wird der Film auch länger zu sehen sein“, stellt Pierre Zimny, Betriebsleiter des Kinoparks, in Aussicht.

Ausgewählte Kinos in den USA zeigen „Heritage – Das dunkle Erbe“ ab 31. Dezember 2019. Die Filmverleihfirma Gravitas Ventures will den Thriller auf Streaming-Diensten und auf Blue-ray rausbringen.  

 https://www.halberstadt.de/