Archiv der Kategorie: NEWS

HarzHexe – Kloster Michaelstein Musikmaschine bei Blankenburg Harz

Hallo ich bin Thea, Eure virtuelle Harzhexe. Ich werde Euch, an viele schöne und historische Orte im Harz führen. Und den Harz, hier unter HarzTour.de vorstellen.

Heute befinde ich mich im Kloster Michaelstein, vor dem Gebäudekomplex für die Musikmaschine des Salomon de Caus. Vom Wasserrad betrieben, Stiftwalzen gesteuert und eine bewegliche Nymphenfigur – Klingende lustige Automaten mit bewegten Figuren galten seit jeher als Attraktion. Ursprünglich ersann Salomon de Caus, Ingenieur und Gartenarchitekt, im frühen 17 ten Jahrhundert für den Heidelberger Schlossgarten eine Musikmaschine. Die Realisierung wurde durch den Dreißigjährigen Krieg verhindert. Eine Rekonstruktion gelang 1998. Erleben Sie die Musikmaschine im neuen Gebäude und lassen sich von dem Klangerlebnis und den sagenhaften Hintergründen begeistern! Vorführungen finden von April bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr und auf Anfrage statt. Ein Besuch lohnt sich.
Eure Harzhexe.

Studenten engagieren sich für die Natur

Wieder vier Open-Air-Semester im Nationalpark Harz ausgeschrieben.

Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2021 bewerben.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2021.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum dauert mindestens drei Monate. Sie sammeln wertvolle Praxiserfahrung in freier Natur und knüpfen berufliche Kontakte. An einem von insgesamt 27 Praktikumsstandorten engagieren Sie sich für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung und realisieren eigene Projekte in den Bereichen Umweltbildung, Besucherbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit. Neben einzigartigen Naturerlebnissen und lehrreichen Erfahrungen erhalten Sie ein Praktikumsentgelt. Die Kosten für die Unterbringung werden ebenfalls übernommen. Teilnehmen am Commerzbank-Umweltpraktikum können Studierende aller Fachbereiche aus Deutschland und der EU.

Im Nationalpark Harz waren es 2020 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald?“ sowie Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Ein Beispiel ist Marvin Hansel. Er studiert Forstwirtschaft und war in der Zeit vom 1. August bis 31. Oktober 2020 im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus tätig. Herr Hansel wirkte während dieser Zeit in der Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit aktiv mit und nahm entsprechende Tätigkeiten verantwortlich wahr. Er berichtet: „Außergewöhnlich. So beschreibe ich die vergangenen drei Monate. Zu Beginn meines Praktikums hatte ich kaum Erfahrung in der Umweltbildung und Waldpädagogik. Nützlich für mich war, dass ich mein Wissen aus dem Studium nun praktisch anwenden konnte. Nach etwas Zeit, die ich brauchte, um mich an eine andere Umgebung zu gewöhnen, spürte ich schnell, wie mein Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten wuchs. Das positive Feedback der Gäste zeigt, wie die Inhalte ankommen und wirken. Und wenn der Satz fällt „Ich komme gern wieder“ – was will man mehr? Es hat viel Spaß gemacht, für die Natur und die Menschen zu arbeiten“.

https://www.nationalpark-harz.de

Bitte beachten! Verkehrssicherung smaßnahmen in der Ortslage Schierke am Brocken

Straßen müssen für Rettungsfahrzeuge frei bleiben! Brockenstraße, Bahnhofstraße und Alte Wernigeröder Straße In Schierke werden für das Parken weitestgehend gesperrt.

© Torsten Friedrich

Im Zuge der Verkehrssicherungspflicht zur Gewährleistung der Rettungswege werden ab 03.01.2021 die Brockenstraße, Bahnhofstraße und Alte Wernigeröder Straße In Schierke für das Parken weitestgehend gesperrt. Dadurch können Durchfahrten für Rettungsfahrzeuge gewährleistet werden.

Wir weisen hiermit erneut darauf hin, dass es auch in der Ortslage Schierke zu starken Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs kommt. Durch das erhöhte Besucheraufkommen wegen der winterlichen Bedingungen kommt es bereits in der Ortslage Wernigerode zu Staus und erhöhtem Verkehrsaufkommen.

Schon bei der Anreise in den Oberharz bilden sich kilometerlange Staus, gefolgt von einer nahezu aussichtslosen Parkplatzsuche vor Ort. Seilbahnen, Ski- und Rodellifte sowie Hotels, Gaststätten und Cafés sind geschlossen. Es gibt keine Einkehr- oder Aufwärmmöglichkeiten und es sind nur wenige öffentliche Toiletten in den Ortslagen vorhanden.

Innerorts in den Seitenstraßen bleiben die Maßnahmen erst einmal bis auf Widerruf so bestehen. 

https://www.wernigerode.de/

Naturerlebnis und Naturschutz bei Schnee und Eis

Rücksichtsvollen Umgang mit der Natur nicht vergessen.

Neuschnee lockt und macht den Harz derzeit besonders anziehend für Erholungssuchende. Der Nationalpark Harz bietet in diesen Wintertagen zahlreiche Winterwanderwege in herrlicher Natur. Doch für die Tierwelt ist der Winter die schwerste Zeit!

Die Tiere haben es im Winter besonders schwer –
Rücksicht ist geboten (Foto: Armin Maywald)

Der Nationalpark Harz bittet daher, bei allem Winterspaß an Sport und Spiel den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur nicht zu vergessen. Wanderer sollten unbedingt auf den beschilderten ausgewiesenen Wanderwegen bleiben. Wer querfeldein läuft, richtet oft unbewusst schwere Schäden in der Natur an. Tiere werden aufgeschreckt und aus ihren Verstecken vertrieben. Finden sie danach nicht genug Nahrung, um wieder zu Kräften zu kommen, kann das ihren Tod bedeuten. Die Nationalparkverwaltung bittet daher eindringlich, die Wege nicht zu verlassen, Lärm zu vermeiden, Hunde anzuleinen und auf das Wandern in der Dämmerung und bei Nacht freiwillig zu verzichten.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2021/2021_01_04_Ruecksicht_bei_bei_Winterspa%c3%9f%20%20/

Dreiklang virtuell – KlosterRäume, KlosterGärten und KlangZeitRaum

Eine digitale Führung: gut erhaltene Klosterräume, und eine beindruckende Musikausstellung. Ein „KlangZeitRaum“ mit ganz besonderen Einblicken in fast 900 Jahre Kulturgut – ein klösterlicher, virtueller Dreiklang in kurzweiligen 45 Minuten!

Wie zur Gründungszeit im Jahr 1146 liegt Michaelstein auch heute noch abseits des städtischen Lebens von Blankenburg in idyllischer Harzrandlage. Es erlebte im Mittelalter eine längere wirtschaftliche Blütezeit. Im Jahr 1543 legte der letzte katholische Abt sein Amt nieder, die Grafen von Blankenburg übernahmen das Kloster. Heute hat das Kloster Michaelstein der Sitz der Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis. Außerdem ist das Kloster ein beliebtes Ausflugsziel an der Straße der Romanik. Es kann besichtigt werden und bietet ganzjährig Veranstaltungen an.

https://www.kloster-michaelstein.de/

HarzHexe – Eine schönes Silvester 2020 und ein glückliches Jahr 2021

Eine fröhliche Silvesterfeier und einen guten Rutsch
in ein gesundes und glückliches Jahr 2021.

Das wünscht Euch ganz harzlich,
Eure Harzhexe und das Team von Harztour.de
Ein neues Jahr bedeutet neue Hoffnung,
neues Licht, neue Begegnungen und neue Wege zum Glück.
Viel Neues und Bekanntes erleben, im wundervollen Harz.
Und denkt daran, Silvesterfeuerwerk im Hochharz nur auf Fotos erlaubt!
Alles Gute fürs Jahr 2021!
Eure Harzhexe.

HarzHexe – Teufelsmauer bei Weddersleben im Harz

Hallo ich bin Thea, Eure virtuelle Harzhexe. Ich werde Euch, an viele schöne und historische Orte im Harz führen. Und den Harz, hier unter Harztour.de vorstellen.

Ich stehe hier vor der Teufelsmauer in Weddersleben. Die Teufelsmauer im Harz ist eine aus harten Sandsteinen der oberen Kreide bestehende Felsformation im nördlichen Harzvorland, die auf etwa 20 km Länge von Ballenstedt über Rieder und Weddersleben bis nach Blankenburg (Harz) verläuft. Zahlreiche herausragende Einzelfelsen tragen Eigennamen. Die Teufelsmauer bei Weddersleben wird auch Adlersklippen genannt. Viele Sagen und Mythen haben sich gebildet, um die Besonderheit dieses Ortes erklärbar zu machen. Er wurde daher bereits 1833 sowie 1852 durch den Landrat unter Schutz gestellt, um den Abbau des begehrten Bausandsteins zu unterbinden. Die Teufelsmauer bei Weddersleben ist seit 1935 als Naturschutzgebiet Teufelsmauer und Bode nordöstlich Thale ausgewiesen und zählt damit zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands. Der Harznordrand mit der Teufelsmauer wurde 2006 in die Liste der 77 ausgezeichneten Nationalen Geotope aufgenommen.
Eure Harzhexe.

HarzHexe – Hexentanzplatz bei Thale im Winter

Hallo ich bin Thea, Eure virtuelle Harzhexe. Ich werde Euch, an viele schöne und historische Orte im Harz führen. Und den Harz, hier unter HarzTour.de vorstellen.

Ich stehe hier auf dem Hexentanzplatz bei Thale im Winter, hoch über dem schönen Bodetal. Natürlich muss ich als Harzhexe den Hexentanzplatz vorstellen, diese Aussichtsplattform ist sicher ein Muss bei Eurem Besuch im Harz. Es gibt hier natürlich auch Teufel und Hexen zu bestaunen. Erreichbar ist er zu Fuß, per Seilbahn, Bus und Auto. Belohnt wird der „Aufstieg“ dann durch einen sagenhaften Ausblick in das Bodetal. Der Hexentanzplatz ist durch Überlieferung angeblich auch ein altsächsischer Kultort, an dem in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der sogenannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden. Der Ort wurde erst nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz. Hier gibt es auch ein Hexenhaus, welches auf dem Kopf steht. Dieses malerische Bodetal ist magische Inspiration pur. Ob nun Maler, Fotografen, Dichter und Touristen, jeder Besucher hält inne und bestaunt diesen Ausblick bis nach Thale und in das Harzvorland. Von hier aus sprang die fliehende, verfolgte Königstochter Brunhilde, mit Ihrem Ross über das Bodetal. Hinüber zur Rosstrappe und konnte ihren Verfolger Bodo abschütteln, welcher in tiefen Abgrund der Bode stürzte. Also auf zum Hexentanzplatz im Harz. Eure HarzHexe.

Frohe Weihnachten vom Weihnachtsmann 2020!

Ein frohes und glückliches Weihnachtsfest wünschen die Harzhexe und das Team vom Internetportal: Harztour.de.

Ich als Weihnachtsmann wurde beauftragt diese Wünsche zu übermitteln. Da ja manche an meiner Existenz zweifeln, habe ich mit den gleichen Vorurteilen zu kämpfen, wie unsere Harzhexe. Dessen ungeachtet danke ich für die vielen Besucher auf unserem Portal. Für unsere Sponsoren und die vielen Helfer welche uns mit Fotos, Videos und Beiträgen unterstützt haben.
Natürlich wünsche ich einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2021.
Und wir werden hier ab Januar wieder viel Neues aus dem schönen Harz sehen können. Also feiert schön und wenn doch in diesem Jahr kein Schnee mehr fallen sollte, gibt es genug Fotos mit Schnee unter HarzFotos.
Euer Weihnachtsmann.

Tatsächlich Goslar – Eine Liebeserklärung an unsere Stadt

Wäre 2020 ein normales Jahr gewesen, hätten wir mit euch den Weihnachtsmarkt & Weihnachtswald eröffnet.

Seit Wochen beschäftigen wir uns mit dem Thema Weihnachten und wollen trotz Absage ein bisschen Weihnachtsgefühl nach draußen tragen. Wir haben uns dabei von einem der schönsten Weihnachtsfilme – „Tatsächlich…Liebe“ – inspirieren lassen, um unserer Stadt eine ganz besondere Liebeserklärung zu machen. #meingoslar#tatsächlichliebe#tatsächlichgoslar#weihnachtsmarkt#weihnachtswald#wirliebengoslar#wirliebenweihnachten#wirfürgoslar#vorfreude Goslar.de | filmpunktton.de | Harz: Magische Gebirgswelt | 9 Städte + 2 in Niedersachsen | Goslarsche Zeitung | Mein Niedersachsen | Ilovegoslar

Römerstein bei Bad Sachsa

Etwa drei Kilometer südlich von Bad Sachsa
(Wanderweg 12 V von Steina; oder an der B 243 von Mackenrode nach Osterhagen in Nüxei rechts abbiegen) ragen die Römersteine als kahle weiße Felszacken wie riesige Ruinen inmitten der Felder in den Himmel.

Es handelt sich um die herausragenden Teile eines großen Korallenriffs. Mit der bizarren Felsformation sind einige Sagen verbunden: Demnach haben früher auf der Burg Sachsenstein oberhalb Bad Sachsas Zwerge gewohnt, die stark mit einem benachbarten Riesenstamm verfeindet waren. Die Zwerge waren zwar kleiner als die Riesen, aber auch schlauer. Um sich vor den gewitzten Zwergen zu schützen, türmten daher die Riesen die gewaltigen Römersteine zu einer Burg aufeinander. Während einer Jagd begegnete dem Riesenjüngling Romar einst die Tochter des Zwergenkönigs, Ruma. Die beiden verliebten sich ineinander und trafen sich fortan heimlich, da die verfeindeten Eltern die Liaison niemals gutgeheißen hätten. Als der Zwergenkönig dies entdeckte, verbannte er seine Tochter in eine Höhle ganz in der Nähe. Einen gemeinsamen Sohn der beiden zerschmetterte er vor Wut an einem Felsen. Da die leidende Ruma ihrer Traurigkeit freien Lauf ließ und hemmungslos weinte, wurde ihr Verlies Weingartenloch genannt (zwei Kilometer westlich der Römersteine). Ruma konnte schließlich der finsteren Grotte entkommen, indem sie sich in ein Bächlein verwandelte, das unter dem Fels emportrat. Jetzt konnte sie endlich wieder ihren Geliebten treffen. Doch der Zwergenkönig entdeckte auch diesen Betrug und verfluchte seine Tochter, auf immer ein Bergquell zu bleiben, aber an anderer Stelle auszutreten. Dort, wo die verwandelte Zwergentochter als Quell aus dem Boden schoß, entstand alsbald die Rumequelle (Rhumequelle, 10 km westlich zwischen Pöhlde und Rhumspringe). Noch heute soll das Wasser der Rhumequelle gelegentlich vom Blut des getöteten Sohnes rot werden; eine bestimmte Algenart ist für dieses Phänomen verantwortlich. Die Stelle, an der sich Romar und Ruma (als Nixe) ein letztes Mal getroffen hatten, wurde seitdem Nixei (der Ort heißt heute Nüxei) genannt. Die Steine der Riesenburg heißen nach Romar die „Römersteine“.
Quelle: Schwarzer Führer Harz

Waldbilanz 2020 des Nationalparks Harz in der Klimakrise

Neuer Wald in Bündeln und Rekordernte von Bucheckern

Im Wald ist es nach dem zweiten Lockdown nicht ruhiger geworden. Viele Gäste sind unterwegs, aber auch unsere Arbeiten zur Waldentwicklung gehen weiter.

Nationalpark-Forstwirte Forstwirte beim Pflanzeneinschlag (Foto: Kai Bauer)

Die Entwicklung der letzten drei Jahre mit Hitze, Trockenheit, ausgefallenen Wintern und starker Borkenkäferentwicklung in der Klimakrise haben riesige Flächen an Fichtenbeständen sehr rasch absterben lassen. Das bedeutet für uns, bei den Waldentwicklungsmaßnahmen einige Gänge hochzuschalten. Im Herbst 2020 wurden im Nationalpark Harz ca. 320.000 Laubgehölze gepflanzt, zumeist Buchen, aber auch Roterlen, Weiden, Aspen und Birken. Das entspricht etwa 200 ha umgewandelter Waldfläche. „Diese Arbeiten fanden in einem engen Zeitfenster statt und sind eine logistische Herausforderung“, so Sabine Bauling, die für die Waldentwicklung zuständige Fachbereichsleiterin im Nationalpark Harz.

Im Nationalparkrevier Scharfenstein wurden wieder Bucheckern geerntet für die Anzucht von kleinen Buchen zur Pflanzung im Nationalpark. In diesem Jahr konnte eine Rekordernte eingefahren werden – sage und schreibe 1049 kg gereinigte Bucheckern in 99 Säcken. Das werden einmal über eine Million kleiner Buchenpflanzen werden für ca. 600 ha Waldumwandlungsflächen in den nächsten drei Jahren. Dieses Saatgut wird zur Lohnanzucht in Baumschulen gebracht. Wenn alles gut geht, stehen die ersten Pflänzchen im Herbst 2021 zur Pflanzung bereit.

Die Klimaentwicklung der letzten drei Jahre hat großflächig strukturarme Fichtenreinbestände absterben lassen. Nicht der Wald ist tot, aber die alten Fichten. Die Waldentwicklungsmaßnahmen des Nationalparks werden daher neu überdacht und die Zeit drängt.

Im Nationalpark Harz wären von Natur aus zwei Drittel der Fläche mit Buchenwäldern bestockt, gegenwärtig ist es nur ein knappes Fünftel. Der Nationalpark Harz ist kein Forstamt, hier wird nicht im klassischen Sinne „aufgeforstet“. Als Entwicklungsnationalpark hat das Schutzgebiet aber die Möglichkeit und den Auftrag der ökologischen Sanierung. Bezüglich der Waldentwicklung bedeutet das, mehr Naturnähe in naturferne Fichtenreinbestände zu bringen. Konkret werden dazu seit vielen Jahren kleine Laubbäume in diese Bestände gepflanzt, das heißt Samenbäume für zukünftige Waldgenerationen. Die Natur bekommt sozusagen einen Werkzeugkasten in die Hand. Wenn die Laubholzinitiale gesichert sind, werden diese Flächen in die Naturdynamikzone überführt. Danach finden keine menschlichen Eingriffe mehr statt.

https://www.nationalpark-harz.de

Kaffee für den Luchs – eine Spende für die Artenvielfalt

Harzer Kaffeerösterie unterstützt Luchsprojekt Harz

Kaffee ist die Leidenschaft von Mark Schnibbe. Seine Harzer Kaffeerösterei hat ihren Sitz seit 2007 in Bad Lauterberg. In der Kaffeemanufaktur verwöhnt er mit leckeren Kaffeespezialitäten und feinen Süßigkeiten. Schnibbe kauft seinen Kaffee fair und sozial ein. Für die beste Qualität ihrer Produkte reisen er und seine Mitarbeiter in die Herkunftsländer ihrer Bohnen und haben so immer ein Auge auf Anbaumethoden und soziale Arbeitsbedingungen vor Ort. Das ist der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit und einen fairen Handel mit den Kleinbauern und den Plantagen.

Mark Schnibbe (KaffeeManufaktur) übergibt Ole Anders (Leiter Luchsprojekt Harz) einen Scheck zur Förderung des Luchsprojektes (Foto: Rolf Steinke)

Doch auch vor der eigenen Haustür möchte sich Mark Schnibbe für die Erhaltung von Flora und Fauna engagieren und seine Produkte in besonderer Weise mit der Harzer Heimat verbinden. Sein besonderes Interesse gilt dem Luchsprojekt Harz. Diesem Projekt verdanken wir es, dass die größte europäische Katzenart im Harz erfolgreich wieder angesiedelt wurde.

Die Kaffeerösterei mit ihrer nachhaltigen Produktion weltweit und im Harz passt gut zum Luchsprojekt, findet dessen Leiter Ole Anders, der Leiter des Luchsprojektes. Aus diesem Grund ist ein gemeinsames Projekt entstanden. Der „Harzer Röstkaffee“ ist in verschiedenen Märkten, Restaurants und Hotels der Region erhältlich. Nicht zufällig ziert ein Luchskopf die Verpackung der braunen Bohnen. Für jedes verkaufte Kilo Kaffee fließen 50 Cent an das Luchsprojekt des Nationalparks Harz.

Mittlerweile ist eine stattliche Summe zusammengekommen – so konnte Mark Schnibbe dem Leiter des Luchsprojektes jüngst einen Scheck in Höhe von 4.660,- Euro übergeben. Das Geld fördert auf direktem Wege die Forschung und die Öffentlichkeitsarbeit für die größte europäische Katzenart.

Im Jahr 2000 starteten das Land Niedersachsen und die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. gemeinsam dieses Wiederansiedlungsprojekt. Seither hat sich die Harzer Luchspopulation zu einer der vitalsten in ganz Europa entwickelt. Die Pinselohren sind längst zu einem Aushängeschild der Region geworden und breiten sich in das Umland des Mittelgebirges aus. Und auch Mark Schnibbe und der Harzer Kaffee haben zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen – dafür sagt der Nationalpark Harz DANKE!

Web: https://www.nationalpark-harz.de