Archiv der Kategorie: Felsen & Aussichten

Teufel vom Hexentanzplatz in der Glaskugel

Den Hexentanzplatz muss man vorstellen, diese Aussichtsplattform ist sicher Pflicht bei einem Besuch im Harz. Erreichbar ist er zu Fuß, per Seilbahn, Bus und Auto. Belohnt wird der „Aufstieg“ dann durch einen sagenhaften Ausblick in das Bodetal.

Aber der Hexentanzplatz hat selber viel zu bieten.
So der bekannte Teufel.

Die Plastiken auf dem Hexentanzplatz stammen von Jochen Müller, Diplom-Metallgestalter aus Quedlinburg. Sie wurden am 21. April 1996 enthüllt. Die Hauptfigur in der Mitte der Kette aus Findlingen ist der Teufel.

Der Hexentanzplatz ist durch Überlieferung angeblich auch ein altsächsischer Kultort, an dem in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der sogenannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden. Der Ort wurde erst nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz. Also auf zum Hexentanzplatz.

HarzHexe – Hexentanzplatz bei Thale über dem Bodetal im Harz

Hallo ich bin Thea, Eure virtuelle Harzhexe. Ich werde Euch, an viele schöne und historische Orte im Harz führen. Und den Harz, hier unter Harztour.de vorstellen.

Ich stehe hier auf dem Hexentanzplatz bei Thale hoch über dem schönen Bodetal. Natürlich muss ich im Harz den Hexentanzplatz vorstellen, diese Aussichtsplattform ist sicher Pflicht bei einem Besuch im Harz. Erreichbar ist er zu Fuß, per Seilbahn, Bus und Auto. Belohnt wird der „Aufstieg“ dann durch einen sagenhaften Ausblick in das Bodetal. Der Hexentanzplatz ist durch Überlieferung angeblich auch ein altsächsischer Kultort, an dem in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der sogenannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden. Der Ort wurde erst nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz. Dieses malerische Bodetal ist magische Inspiration pur. Ob nun Maler, Fotografen, Dichter und Touristen, jeder Besucher hält inne und bestaunt diesen Ausblick bis nach Thale und in das Harzvorland. Von hier aus sprang die fliehende, verfolgte Königstochter Brunhilde, mit Ihrem Ross über das Bodetal. Hinüber zur Rosstrappe und konnte ihren Verfolger Bodo abschütteln, welcher in tiefen Abgrund der Bode stürzte. Also auf zum Hexentanzplatz im Harz.
Eure Harzhexe.

HarzHexe – Konradsburg bei Ermsleben im Harz

Hallo ich bin Thea, Eure virtuelle Harzhexe. Ich werde Euch, an viele schöne und historische Orte im Harz führen. Und den Harz, hier unter Harztour.de vorstellen.

Ich stehe hier vor der Konradsburg bei Ermsleben, ein romanisches Kleinod am Harz. Die anderthalb Kilometer südlich von Ermsleben gelegene Konradsburg, am nordöstlichen Harzrand, gehört mit dem um 1200 errichteten Chor zu den bedeutendsten Monumenten der Späht romanik im Harz. Zu verdanken ist die Berühmtheit vor allem der reich gestalteten Krypta mit ihren Pfeilern und Säulen. Weit zurück reicht die Geschichte der Konradsburg. Schon im 11ten Jahrhundert war sie die Stammburg der Edlen von der Konradsburg. Um das Jahr 1120 wurde sie zugunsten eines neuen Wohnsitzes des „Falkensteins“ oberhalb des Selketals aufgegeben. Sie wurde daher in ein Kollegiatstift umgewandelt, das schon bald von den Benediktinern übernommen wurde. Mit dieser Stiftung sollte der Mord an Adalbert von Ballenstedt gesühnt werden. Für den heutigen Besucher ist die einstige Klosterkirche, errichtet um das Jahr 1200 von den Benediktinern, ein eindrucksvolles Bauwerk an der „Straße der Romanik“. Erhalten blieb ein Teil des Querhauses und der schlichte Chor. Der Höhepunkt einer jeden Besichtigung ist die schon erwähnte fünfschiffige Hallenkrypta, die zu den bedeutendsten Denkmalen der spätromanischen Architektur des Harzes zählt. Eine Attraktion ganz anderer Art stellt das Brunnenhaus auf dem Klosterhof dar. Dabei wurde das Wasser mittels Esel-Tretrad nach oben gefördert. Vielen engagierten Bürgern ist es zu verdanken, dass in den 80er Jahren der Verfall der Konradsburg aufgehalten werden konnte. Bis heute ist der „Förderkreis Konradsburg“ hier sehr aktiv. Den Besuchern werden nicht nur sach- und fachkundige Führungen angeboten, auch ein Cafè und eine schwarze Küche stehen für die Gäste bereit. In Letzterem kann der Besucher zu besonderen Anlässen auch mittelalterliche Köstlichkeiten genießen. Viel Platz im Klosterhof macht die Konradsburg zu einem idealen Gelände gerade für Kinder.
Eure Harzhexe.

HarzHexe – Höhlenwohnungen Langenstein im Harz

Hallo ich bin Thea, Eure virtuelle Harzhexe. Ich werde Euch, an viele schöne und historische Orte im Harz führen. Und den Harz, hier unter Harztour.de vorstellen.



Als Höhlenwohnungen Langenstein werden zwölf Höhlenwohnungen im zur Stadt Halberstadt gehörenden Ortsteil Langenstein im Harz bezeichnet. Zwei der Wohnungen befinden sich im Bereich der ehemaligen Altenburg, die anderen zehn Wohnungen liegen hier am Schäferberg. Hier sind einige Wohnungen in Form eines Straßenzuges angelegt. In der Zeit der Jahres 1855 bis zum Jahr 1858 wurden dann zehn Wohnungen in den Sandsteinfelsen am Schäferberg gehauen. In Langenstein bestand eine erhebliche Wohnungsnot. Mehrere junge Familien aus Langenstein und aus dem Raum Goslar stammende Arbeiter des Gutes benötigten dringend Wohnraum. Der Gemeinderat entschied darauf hin, dass die Möglichkeit zur Schaffung von Höhlenwohnungen gegeben werden soll. Den Bauwilligen wurden die Felswände für jeweils acht Groschen verkauft. Die kleinen, etwa 30 qm großen Wohnungen hatten ähnliche Zuschnitte und verfügten jeweils über Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer und einen Vorratsraum. Durch den Felsen nach oben führen Schornsteine, unter denen sich ursprünglich gemauerte Herde befanden. Natürliches Licht hatten nur die vorderen Räume. Die Nutzung der Höhlenwohnungen zu Wohnzwecken wurde im Wesentlichen zwischen 1900 und 1910 aufgegeben. Durch das Engagement des Vereins Langensteiner Höhlenwohnungen wurden nach dem Jahr 1990 einige der ehemaligen Wohnungen hergerichtet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Eure Harzhexe.

HarzSagen – Bocksberg

Der Bocksberg (723 m) scheint in der Haupteinflugschneise der Hexen in Richtung Brocken zu liegen, denn Hahnenklee ist durch die jährlich am 30. April stattfindende Walpurgisfeier bekannt.

Nach altem Brauchtum werden zur Abwehr des Hexentreibens die Kirchenglocken geläutet, Peitschen geknallt, sowie Kreuze und Kräuterbüschel an die Stalltüren geheftet, um das Vieh vor dem Treiben der Hexen und Teufel zu schützen. Am Bocksberg wird eine kleine Mulde am Hang der 1, Mädchenrathausplatz “ genannt. Der Name stammt aus der Zeit, als chronischer Männermangel im Harz herrschte, was zu einer entsprechenden Legende führte: Demnach waren die Frauen dermaßen hinter den Männern her, daß sich zwölf Frauen, die alle den gleichen Mann begehrten, am Bocksberg injäher Wut brutal gegenseitig erschlugen. Ähnlich wie der Brocken, wurde auch der Bocksberg immer wieder von Fremden (“ Venedigern „) besucht. Die Fremden trieben zwar auch Handel mit den Harzem, ihr eigentliches Motiv war jedoch ein im Bocksberg verborgener Schatz. Als die Fremden einstmals von drei Bergleuten beobachtet wurden, wie sie sich aus dem Schatz bedienten, kamen sie nie wieder, der Schatz bleibt der Sage nach solange unzugänglich, bis einhundert Jahre kein vierbeiniges Tier den Bocksberg betreten hat.

Quelle: Schwarzer Führer Harz

HarzSagen – Rabenklippen bei Bad Harzburg

Am südlichen Ortsausgang von Bad Harzburg zweigt nahe der Bergbahn der Wanderweg 20 A von der B 4 in Richtung Rabenklippen ab.

Fünf Kilometer südöstlich von Bad Harzburg befinden sich hoch oberhalb des steil abfallenden Eckertals in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Grenze die Klippen (600 m) mit der Ausflugsgaststätte „Rabenklippe“. Der Name des Felsens stammt der Legende nach von Raben, die einen Mönch dort vor dem Hungertod retteten. Der fromme Mann, ein Abgesandter des heiligen Bonifatius, wollte in Wernigerode die Heiden zum Christentum bekehren, wurde dort jedoch verspottet und zog westwärts in den Wald, ohne Menschen zu treffen oder eine Ortschaft zu erreichen. An den heutigen Rabenklippen wäre er beinahe verhungert, wurde jedoch von Raben, die eine tote Taube fallen ließen, gerettet. Gestärkt von der Speise kam er bald nach Bad Harzburg und fand dort freundliche Aufnahme. In der Volkssprache gilt der kreisende Rabe als Vorbote des Todes: Mit lautmalerischem Krächzen ruft er „Grab, Grab“ und prophezeit so das nahe Ende. Die Symbolik des Raben wurde in dieser Sage mit der wunderbaren Errettung des frommen Mannes durch nahrungbringende Vögel verknüpft, ein bereits in der Bibel vorkommendes Motiv.
Quelle: Schwarzer Führer Harz

HarzHexe – Sandsteinhöhlen im Heers bei Blankenburg Harz

Hallo ich bin Thea, Eure virtuelle Harzhexe. Ich werde Euch, an viele schöne und historische Orte im Harz führen. Und den Harz, hier unter Harztour.de vorstellen.

Ich stehe hier in der Nähe der Burgruine Regenstein, vor den Sandsteinhöhlen des Heers bei Blankenburg im Harz. Auf einer großen Waldlichtung sehen Sie eine Gruppe großer Sandsteinfelsen, in welchen sich zahlreiche große und kleine Höhlen befinden. Ein sehenswerter Ort, welcher in 15 Minuten von der Burgruine Regenstein zu erreichen ist. Die Sandsteinformationen dienten wahrscheinlich den alten Germanen als Kultstätte und erste Schutzbehausungen.
Die Höhleneingänge sind sehr offen, hier dienten früher sicher Feuer zum Aufwärmen. Die deutlich neueren Gravuren auf den sehr weichen Sandstein Felsen und auch Feuerstellen in den Höhlenräumen, welche mit Sicherheit auf heutige Besucher hindeuten, zeigen die Anziehungskraft dieser Höhlen auch in der Gegenwart. Aber es unternehmen nur ein Bruchteil der Besucher der Burg Regenstein, diesen Abstecher in Richtung der Höhlen. Dadurch bleibt eine natürliche Ursprünglichkeit erhalten. Die Sandstein Höhlen sind sicherlich ein Spaß für Kinder und Erwachsene.Mehrere Aushöhlungen aus Sandstein sind begehbar, und man kann diese erkunden, dabei bietet das ganze Gelände viel Interessantes zu entdecken. Der Besuch der Sandstein Höhlen lässt sich gut mit einem Abstecher zu den nahen Stempelstellen „Burgruine Regenstein“ oder „Regensteinmühle“ kombinieren. Die Sandstein Höhlen Im Heers wurden von den Wanderfreunden der Harzer Wandernadel, im Jahr 2009 zur Schönsten Stempelstelle gewählt. Ein Besuch lohnt sich also!
Eure Harzhexe.

HarzSagen – Mägdesprung

Etwa 5 km nördlich von Harzgerode liegt der kleine Ort Mägdesprung (500 Ew.) im Tal der Selke, “ der fröhlichen Schwester der wilden Bode“.

Oberhalb des Ortes befindet sich der Felsen „Mägdetrappe“. Der Sage nach stand hier eine Riesentochter, als sie beim Spaziergang über den Harz plötzlich eine Freundin auf dem gegenüberliegenden Ramberg (etwa 6 km in nordwestlicher Richtung entfernt) erblickte. Sie traute sich nicht recht, den auch für eine Riesin großen Schritt zu wagen, so daß sie durch das lange Stehen ihren Fußabdruck im Stein hinterließ. Einer anderen Überlieferung zufolge fuhr die Riesin mit einer Kutsche daher. Als sie das Tal überqueren wollte, packte sie kurzerhand den Wagen in ihre Schürze und sprang über das Tal. Dabei soll der Abdruck im Fels entstanden sein. Schließlich wird noch von einem Bauernmädchen berichtet, das auf dem Weg zu ihrem Liebhaber so stark aufgetreten sei, daß sich der Stein von ihrem Fußabdruck verformte.

Quelle: „Schwarzer Führer“ Harz

HarzHexe – Gegensteine bei Ballenstedt im Harz

Hallo ich bin Thea, Eure virtuelle Harzhexe. Ich werde Euch, an viele schöne und historische Orte im Harz führen. Und den Harz, hier unter Harztour.de vorstellen.

Ich stehe hier vor der Felsgruppe „Gegensteine“ bei Ballenstedt im Harz. Zwei Kilometer nördlich von Ballenstedt befinden sich zwei steil aufragende Felsnadeln, die Gegensteine. An der Straße von Ballenstedt nach Badeborn führt nach etwa 2 km ein Weg in westliche Richtung. Hier hat man eine super Aussicht vom begehbaren Felsen. Der Große Gegenstein mit einer Höhe von 243,6 Metern kann mittels in den Fels geschlagener Stufen und Treppen bestiegen werden. Auf seinem Gipfel wurde im Jahr 1863 im Auftrag des Fürsten von Anhalt ein Kreuz errichtet, das im Jahr 1993 erneuert wurde. Vom Gipfel genießt man einen weiten Ausblick über das Vorland und zum Harz. Ein Besuch der Gegensteine bei Ballenstedt ist fast noch ein Geheimtipp für Ihren Besuch im Harz. Nicht ganz so bekannt wie die anderen Teile der Teufelsmauer sind die Gegensteine noch nicht so stark besucht. Wer diese Steinlandschaft erkunden will, wird mit einem Panorama der Harzlandschaft von Ballenstedt bis Quedlinburg belohnt. Also besuchen Sie die Gegensteine im Harz.
Eure Harzhexe.

Römerstein bei Bad Sachsa

Etwa drei Kilometer südlich von Bad Sachsa
(Wanderweg 12 V von Steina; oder an der B 243 von Mackenrode nach Osterhagen in Nüxei rechts abbiegen) ragen die Römersteine als kahle weiße Felszacken wie riesige Ruinen inmitten der Felder in den Himmel.

Es handelt sich um die herausragenden Teile eines großen Korallenriffs. Mit der bizarren Felsformation sind einige Sagen verbunden: Demnach haben früher auf der Burg Sachsenstein oberhalb Bad Sachsas Zwerge gewohnt, die stark mit einem benachbarten Riesenstamm verfeindet waren. Die Zwerge waren zwar kleiner als die Riesen, aber auch schlauer. Um sich vor den gewitzten Zwergen zu schützen, türmten daher die Riesen die gewaltigen Römersteine zu einer Burg aufeinander. Während einer Jagd begegnete dem Riesenjüngling Romar einst die Tochter des Zwergenkönigs, Ruma. Die beiden verliebten sich ineinander und trafen sich fortan heimlich, da die verfeindeten Eltern die Liaison niemals gutgeheißen hätten. Als der Zwergenkönig dies entdeckte, verbannte er seine Tochter in eine Höhle ganz in der Nähe. Einen gemeinsamen Sohn der beiden zerschmetterte er vor Wut an einem Felsen. Da die leidende Ruma ihrer Traurigkeit freien Lauf ließ und hemmungslos weinte, wurde ihr Verlies Weingartenloch genannt (zwei Kilometer westlich der Römersteine). Ruma konnte schließlich der finsteren Grotte entkommen, indem sie sich in ein Bächlein verwandelte, das unter dem Fels emportrat. Jetzt konnte sie endlich wieder ihren Geliebten treffen. Doch der Zwergenkönig entdeckte auch diesen Betrug und verfluchte seine Tochter, auf immer ein Bergquell zu bleiben, aber an anderer Stelle auszutreten. Dort, wo die verwandelte Zwergentochter als Quell aus dem Boden schoß, entstand alsbald die Rumequelle (Rhumequelle, 10 km westlich zwischen Pöhlde und Rhumspringe). Noch heute soll das Wasser der Rhumequelle gelegentlich vom Blut des getöteten Sohnes rot werden; eine bestimmte Algenart ist für dieses Phänomen verantwortlich. Die Stelle, an der sich Romar und Ruma (als Nixe) ein letztes Mal getroffen hatten, wurde seitdem Nixei (der Ort heißt heute Nüxei) genannt. Die Steine der Riesenburg heißen nach Romar die „Römersteine“.
Quelle: Schwarzer Führer Harz

HarzHexe – Großvaterfelsen in Blankenburg im Harz

Hallo ich bin Thea, Eure virtuelle Harzhexe. Ich werde Euch, an viele schöne und historische Orte im Harz führen. Und den Harz, hier unter Harztour.de vorstellen.

Ich stehe hier am Großvater Felsen in Blankenburg. Die Teufelsmauer liegt im nördlichen Harzvorland. So gibt es bei Blankenburg die Felsklippen Großvater und Großmutter, welche mit einer Höhe von 317 Meter über Null, schon bemerkenswert sind. Zu einem der schönsten Aussichtspunkte von Blankenburg, gelangt man über eine Felsentreppe. Der etwas abenteuerliche Aufstieg wird aber mit einer super Aussicht, auf die Stadt Blankenburg und das nördliche Harzvorland belohnt. Am Fuß der Felsformation Großvater finden Sie auch eine Stempelstelle, der Harzer Wandernadel. Also besuchen Sie den Felsen Großvater in Blankenburg im Harz.
Eure Harzhexe.

HarzSagen – Roßtrappe bei Thale

Schon in den ältesten Reisebeschreibungen und Nachrichten von der Roßtrappe tritt die Sage auf, aber auch immer wieder in den verschiedensten Fassungen, die Gebrüder Grimm bringen allein fünf verschiedene Arten derselben, jedoch ist der Kern stets derselbe, eine fliehende, verfolgte Königstochter, die in der Angst der Verzweiflung den gräßlichen Sprung wagt und glücklich vollendet, während der Verfolger in die Tiefe stürzt.

Im fernen Böhmerlande herrschte einst ein mächtiger König, der, als er sein Ende nahen fühlte, seinen einzigen Sohn Bodo aufforderte, auszuziehen, um sich eine Gemahlin zu suchen, da er selbst sehr bald das gewaltige Königreich beherrschen müßte. Dieser, ein wilder ungezügelter Geselle, ging nun, mit köstlichen Geschenken versehen, auf die Freite und kam so auch an den Hof des Thüringer Königs, dessen liebliche Tochter Brunhilde sehr bald seinen Sinn gefangen nahm und sein Herz in heißer Begierde entflammen ließ. Er warb bei dem Vater um die Hand der holden Prinzessin, und der alte König besaß nicht den Mut, den ungestümen Freier zurückzuweisen, zumal er auch befürchten mußte, daß der dadurch gewiß Beleidigte sein Reich in große Gefahr bringen würde. Als Brunhilde die Absicht des Prinzen erfuhr, erschrak sie und erbebte, denn sie empfand nichts als Abscheu und Grauen vor dem wüsten Menschen, auch hatte ihr Herz bereits gewühlt und die heißesten Liebesschwüre verbanden es mit dem des jungen Königssohnes aus dem benachbarten Harzgau. Sie gelobte und schwur, daß sie nimmer die Gattin des wilden Bodo werden und eher sterben, als dem Geliebten die Treue brechen würde. Trotzdem wurden die Vorbereitungen zur Hochzeit getroffen und der Tag der Feier bestimmt, alle Geschenke und Liebeswerbungen des Bodo vermochten nicht, Brunhildens Herz umzustimmen. Als nun der Tag der Hochzeit herangerückt war, reifte ein verzweifelter Entschluß in dem Herzen der jungen Braut. Heimlich, ohne daß nur eine Seele es ahnte, schlich sie, schon mit dem Brautgewand bekleidet, die Krone auf dem Haupte, in den Marstall des Vaters, bestieg ihren weißen Zelter und jagte in rasender Flucht davon dem Reiche des Geliebten zu. Als Bodo die Flucht der Braut bemerkte, raste er vor Wut und stieß die gräßlichsten Verwünschungen aus. Er schwang sich auf sein gewaltiges schwarzes Roß und nun begann eine furchtbare Jagd hinter der Flüchtigen her. Schon hatte Brunhilde einen gewaltigen Vorsprung und in der Ferne sah sie die waldbekranzten Höhen des Harzgebirges, da hörte sie plötzlich den Verfolger hinter sich und die Angst der Verzweiflung erfaßte ihr Gemüt. Dennoch gab sie die Hoffnung nicht auf, dem Verfolger zu entrinnen und weiter stürmte die wilde Jagd. Schon war sie auf der Höhe angelangt, da plötzlich stemmt sich ihr Roß, zitternd am ganzen Körper, und Brunhilde sieht vor sich einen fürchterlichen Abgrund gähnen, ihr Auge schweift schwindelnd in eine schaurige Tiefe. Doch der Verfolger naht, vorn gähnt der Tod oder Rettung, hinten Schmach. Sie gibt dem Pferde die Sporen und dieses wagt den gräßlichen Sprung über den Abgrund und vollendet glücklich denselben. Tief prägt sich der Huf von dem gewaltigen Aufschlag in den Felsen ein, doch Brunhilde ist gerettet. Nur die goldene Krone ist von ihrem Haupte gefallen und von den Fluten des Bergstromes verschlungen. Als Bodo, so nahe am Ziele, die schöne Braut über den Abgrund fliegend erblickte, bernächtigte sich seiner eine unbändige Wut, und ihr nach war sein Ziel.

Doch die Kraft des erschöpften Rosses versagte und fluchend und schreiend stürzte der Reiter in die Tiefe. Dort unten in dem Wasser der Bode bewacht noch heute der in einen Drachen verwandelte Bodo die goldene Krone, die niemals gehoben werden kann.

Ilsenstein Tour im Harz

Blochhauer – Ilsestein – Plessenburg – Ilsefälle – Ilsetal

Vom Blochhauer, dem zentralen Wanderpunkt und Anfang vieler Wanderwege, startet der Rundwanderweg Richtung Ilsestein. Dort angelangt, sollte der Aufstieg zum Kreuz nicht versäumt werden, von wo man einen schönen Blick zum Brocken und auf Ilsenburg hat. Hier lädt die Raststätte Ilsestein zum Verweilen ein. Weiter Richtung Plessenburg, vorbei an den Paternosterklippen geht es über den Unteren Gebbertsberg zu den Ilsefällen. Zurück führt der Weg zum Zanthierplatz unterhalb des Ilsesteins.

DAUER: ca. 4 Stunden

LÄNGE: ca. 13 Kilometer

SCHWIERIGKEITSGRAD: mittel 

https://www.ilsenburg-tourismus.de